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lons, 2 Eskadrons Hannoveraner, über Dodewarth. —

II. Kolonne in der Mitte: 1 Bataillon Ostreicher, 2 Eskadrons Hannoveraner, von Heusden über Echte!; —.

III. Kolonne rechts: die englische Brigade Burgh von Mauril, Ingen und Ommeren. — GL. Abercromby wird sich bei der zweiten Kolonne aufhalten. -^- Wenn der Feind bis Thiel gejagt ist, gehen die I. und III. Kolonne wieder in ihre vorigen Quartiere zurück. Die II. Kolonne aber besetzt Echtel und die benachbarten Dörfer, und beobachtet die zu Thiel und in der Umgegend stehenden Feinde. Das in Randwyk liegende Bataillon Kaunitz rückt nach Heusden, sobald das Batail» lon Brechainville (welches zur II. Kolonne bestimmt war) daraus abmarschirt ist." — Etwas von dieser Disposizion abweichend, sendete Gen. Graf Spork noch Abends » Bataillon Kaunitz nach Heusden, und stattdessen 1 Bataillon Brechainville nach Rand» wyk, und Abercromby bildete aus seinen Truppen, ebenfalls noch am Abend des 9. Iänners, zwei Kolonnen: die erste unter Gen. Scheither bei Zettern, die zweite unter Gen. Bothmer bei Wal» bürg. Noch am Abend des 9. legte Gen. Burgh ein englisches Infanterie-Regiment nach Zoelen. —Am Morgen sollte Gen. Wurmb Büren stark besetzt lassen, und mit dem Rest seiner Brigade auf Thiel marschiren, um dort die Vereinigung mit den Truppen des Gen. Burgh auszuführen. Zu gleicher Zeir würde Gen. Dundas auf dem rechten Flügel die Linge von Büren abwärts besetzen. —

Der Gen. Wurmb marschirte am 1o. Morgens von Büren, mit 5 Bataillons und 6 Eskadrons, in zwei Kolonnen vor. Die erste, auf Kerl Awezaat ziehende, Kolonne warf eine französische Truppe, welche so eben die dortige Brücke über die Linge besetzen wollte, gegen Thiel, — die zweite von der Brück« beiCapelle Avezaat ein starkes franzosisches Piket gegen Op -Hemert zurück. Vor Thiel dauerte das Gefecht mit Kanonen- und kleinem Gewehrfeuer bis Nachmittag. Als dann die Franzose» mehrere Bataillons und ein Paar Geschütze zur Verstärkung erhalten hatten, brachen sie aus Thiel heraus, und nun zog sich der Vortrab der Hessen wieder an den Linge-Damm zurück. — Die Kolonnen des Eentrums hatten den ganzen Tag vergeblich die Ankunft der englischen Ko» lonnen vom linken Flügel erwartet. Wirklich war der GL. Abercromby mit seinem Korps am Morgen von Arnheim gegen Ochten und Thiel aufgebrochen. Aber Pichegru hatte endlich beschlossen, eine starke Macht über die Waal zu schicken, und den Alliirten in der Wie» derbesehung jenes Landstriches zuvorzukommen. —

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Der Gen. d. Kav. Graf Wallmoden' hatte aus Dorn am 9. Iänner, an den FZM. Alvintzy ein Schreiben erlassen, in welchem derselbe mittheilte, „daß der Feind sich aufderStrecke von Leerd am bis Rhenen allenthalben stark zeige, und daß das Schicksal der Armee hauptsächlich von der Erhaltung der Posizion von der Grebbe bis Arnheim und Westervoort abhänge; die er also Alvintzys besonderer Sorgfalt empfahl. Seine eigenen Bemühungen, die gegenwärtige Stellung des Heeres zu erhalten, würden wohl vergeblich seyn; indem der Feind überall mit Stärke durchbricht. Es würde daher wohl, wenn nicht das Wetter sich plötzlich änderte, der Leck Morgen verlassen werden müssen." — FZM. Alvintzy erhielt dieses Schreiben erst am i0. Jänner gegen Mittag. Da er aber ohnehin erwartete, daß der Feind eine bedeutendere Unternehmung auszuführen suchen werde, so war er schon am 9. Nachmittags nach Pan deren abgegangen, um sich dann auf den Kordon an der Waal zu begeben.

Am frühen Morgen des 10. Iänners ließ Pichegru einen großen Theil der Nordarmee über den Fluß ziehen. Auf dem rechten Flügel stellte sich ein starkes französisches Korps am linken Rhein-Ufer gegenüber von Emmerich und Elten (Hoog-Ellen unweit Heerenberg) auf, und beobachtete den linken Flügel des kaiserlichen Auxiliarkorps. Der französische Feldherr wollte sich dadurch gegen jede Diversion von dieser Seite sichern, und zugleich es hindern, daß nicht mehr Truppen rechts hinab an den Leck gesendet würden. Bei Ooy und Bemmel drangen die Gen. Iardon und Reynier, — und bei Dodewarth ein Theil der jetzt von Gen. Macdonald befehligten Division Souham, über das Eis der Waal. Der Gen. de Winther verstärkte die Besatzung von Thiel. — Iaidon und Reynier drängten die alliirten Vorposten zurück, griffen die am Ufer der Waal angelegten Batterien an, und nahmen zuerst die von den Hannoveranern besetzten Batterien Nr. 7 und 8. — Gen. Macdonald ging mit den Grenadieren der Division Souham bei Nim wegen über die Waal. Die Engländer, welche das Fort Knodsenburg besetzt hielten, räumten dasselbe, und zogen sich auf Eist zurück.

GL. Abercromby war mit seinen Kolonnen nur mehr eine halbe Stunde von Ochten entfernt, als er auch bei Heusden kanoniren hörte, und anhalten ließ, um hierüber Erkunoigung einzuziehen. Hier hatte der Feind so eben das Bataillon Kaunitz zurückgedrückt. — Auch bei Bemmel wurde nun das Feuer immer heftiger. Bald darauf traf die von Dodemarth ebenfalls auf Ochten ziehende feindliche Kolonne mit Abercromby zusammen. Dieser trat, — nach einem heftigen Gefechte zwischen Aalst und Linden, und nachdem ihm die Nachricht von dem Verluste des Dorfes Bemmel zugekommen, — mit seinen Kolonnen den Rückmarsch an, ging bei Dorneweert, Op-Heusden und Rhenen über den Leck, und stellte seine Hannoveraner zwischen Osterb eck und Dorneweert, die Engländer bei Rhenen, die zwei kaiserlichen Bataillons (Kaunitz und Brechainville) zwischen Wagen Ingen und Gl ebbe.

Der Gen. Hammelstein blieb mit seinem von der Waal und von Knodsenburg zurückgezogenen englischen und Hannoverischen Truppen bei Elst stehen. Die andern beiden Bataillon von Brechainville und Kaunitz und i Bataillon Ioseph Colloredo waren von der Sternschanze bis Bemmel, theils in den langs der Waal angelegten sechs Batterien Nr. i bis6 als Besatzung, theils als Unterstützung derselben aufgestellt. Gleichzeitig mit dem auf die Batterien Nr. 7 und 6 gemachten Angriff, geschähen noch zwei andere: der Eine zwischen den Batterien Nr. 5 und 4, — der andere zwischen Nr. 3 und 4, um dieser letztern (4) in den Rücken zu kommen. Bald nachdem Nr. 7 und Nr. 6 von den Hannoveranern verloren worden, mußte auch 4 von den Kaiserlichen verlassen werden. Aber die Batterien 3,5 und 6 wurden von den Letzteren noch behauptet. Indeß hatte die feindliche Kolonne, welche Nr. 7 und 6 genommen, auch das Dorf Dorn ick besetzt, und griff nun die Batterie Nr. 6 und das Dorf Bemmel an. Aus beiden Punkten wur- > den die Ostreicher zurückgeschlagen, und diese Abtheilungen retirirten nach Huissen (Heussen), weil die Franzosen gegen Ressen vordrangen. Die Besatzung, welche in der Batterie Nr. 4 gestanden, zog sich zwischen Hulhuissen und Gent zurück.

Um halb neun Uhr Vormittags kam der FZM. Baron Alvintzy bei der Sternschanze an, als eben der Feind auf die Batterien Nr^ 2 und 3 einen Angriff machte. Alvintzy schickte 1 Bataillon Gyulai über Panderen zur Unterstützung an die Waal; i Bataillon Stuart ließ er das rechte Rheinufer bei Panderen und die dortige Eisbrücke besetzen, und 2 Eskadrons Karaczay Chevaurlegers zur Unterstützung auf Panderen vorrücken. — Eine neue französische Kolonne ging damals bei Kekerdom über das Eis der Waal. Iene von Bemmel eroberte die Batterie Nr. 3 und das Dorf Gent. FZM. Alvintzy selbst sammelte die zurückgedrückten Truppen bei der Windmühle zwischen Hulhuissen und Gent, trieb den Fefnd wieder aus der Batterie Nr. 4 und aus dem Dorfe Gent, und nöthigte die erstere französische Kolonne zum Rückzug!bei Kekerdom über den Fluß. — Der FML. Baron Werneck war mit 2 Kompagnien Gyulai von der Batterie Nr. 2 gegen Nr. 3 in des Feindes Flanke gerückt, und warf, was ihm entgegenstand, mit großem Verluste über die Waal.

Der Oberst Gottesheim von Saxe Husaren langte damals, mit i Bataillon Wenkheim, 2 Kompagnien Stuart, 1 Eskadron Karaczay, bei der Windmühle zwischen Gent und Hulhuissen an. Er eroberte dasDorf

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