Die Tyrannei der Tugend: Calvin und die Reformation in Genf

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C.H.Beck, 23.12.2016 - 271 Seiten

Vor rund 500 Jahren fand in Genf unter Führung Calvins ein Menschheits-Experiment statt. Sein Ziel war es, zum Ruhme Gottes die Gemeinde im Glauben zusammenzuschweißen und eine neue, strenge Ordnung des Lebens durchzusetzen: ohne Fluchen, Kartenspielen, Bankette und Ehebruch, stattdessen dem Gebet, der Arbeit und der Selbstprüfung gewidmet. Das Leben des Einzelnen sollte sich künftig sittlich einwandfrei gestalten, unter dem wachsamen Auge der Nachbarn und unter der Aufsicht unermüdlicher Kontrollorgane. Volker Reinhardt zeigt, mit welchen Methoden der Überzeugung, aber auch der Abschreckung dieser Versuch einer umfassenden Disziplinierung gegen die vehemente Opposition einflussreicher Politiker, aber auch der kleinen Leute schließlich gelungen ist. Und er macht deutlich, welche elementaren Entwicklungen von Genf ausgingen, die die Welt bewegten und – in Europa und den USA – bis heute prägen. Erstmals seit Jahrzehnten liegt damit eine umfassende Geschichte der Genfer Reformation vor.

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Über den Autor (2016)

Volker Reinhardt, geb. 1954, ist Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg und gehört zu den besten Kennern des Zeitalters von Renaissance und Reformation.

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