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') Er schrieb an 40 Opern, 12 Oratorien, Cantaten, Messen, ein Requiem, 4 Concerte für verschiedene Instrumente, eine Sinfonie (1776), Ouverturen, Serenaden, Ballet-Musik, endlich dramatische Musik in tragischem, tragikomischen, heroischem, heroisch-komischem und „akademischem“ Styl.

*) In dem Buch: „Für Freunde der Tonkunst“, Leipzig 1832, IV. Bd. – Mozart gegenüber, dessen Ueberlegenheit S. instinctartig fühlte, war er übrigens schlau und intriguant genug, um sein Emporkommen im Stillen zu hindern. (O. Jahn „Mozart“ III. Bd., S. 61 u. s. f.)

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*) Damals schon konnte man, wenn Salieri's Unterricht vor abgelaufener Stunde beendet war, den genialen einen „guten Tropfen“ liebenden Schüler in eine, der Behausung des Hofcapellmeisters ganz nahe gelegene Weinhandlung hineinschlüpfen sehen, wo er in Gesellschaft eines ehemaligen Gespielen Franz Doppler (der mir dies mittheilte) manch Stündchen vertrank und verplauderte.

*) Die Composition einer solchen Stanze besitzt A. Stadler in Wien. Sie trägt das Datum 1813.

*) Als Curiosum dieser Art theilte mir Herr Josef Hüttenbrenner mit, daß Schubert, nachdem ihm Salieri gesagt hatte, er könne nun schon eine Oper schreiben, von dem Unterricht mehrere Wochen weggeblieben sei, und sodann dem überraschten Meister die fertige Partitur von „des Teufels Lustschloß“ (1813–1814) zur Durchsicht vorgelegt habe.

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Entwicklung. Des Schülers dankbares Gemüth hielt übrigens das Andenken des Lehrers bis an sein Lebensende hoch in Ehren, was auch einige Aufzeichnungen in dem Tagebuch und das zu Ehren der Jubelfeier, von Schubert selbst verfaßte Festgedicht bezeugen. Was Schubert's musikalische Thätigkeit anbelangt, so fallen in das Jahr 1813 die Anfänge einer Oper, eine Sinfonie, eine Cantate, wenige Lieder und eine unverhältnißmäßig große Anzahl mehrstimmiger canonartiger Gesänge. Die Sinfonie in D, die erste der von Schubert ganz oder zum Theil vollendeten acht Sinfonien!), sollte die Namens- oder Geburtstagsfeier des Convicts-Directors Innocenz Lang verherrlichen, und wurde von Zöglingen der Anstalt aufgeführt. Sie besteht aus vier Sätzen ?) und ist noch unverkennbar im Stil der älteren Meister gehalten. – Die Cantate enthält nur ein Terzett (für 2 Tenore und 1 Baß) „Zur Namensfeier des Vaters, die Worte gedichtet und mit Guitarrebegleitung componirt von F. Schubert am 27. September 1813“. Das Terzett, ein einfach melodiöser Gesang, beginnt mit einem kurzen Andante (A-dur o) und schließt bewegter mit einem Allegretto (), das den eigentlichen

') Ferdinand Schubert erwähnt auch der Skizze einer neunten, die er 1846 an Mendelssohn übergeben haben will.

?) Einleitung (Adagio) und Allegro vivace, Andante G-Dur , Menuett und Trio (Allegro D-Dur), Finale (Allegro vivace D-Dur). – Das Manuscript mit dem Datum 28. Oct. 1813 besitzt Dr. Schneider in Wien. Am Schluß der Partitur stehen die Worte: Finis et fine. ) Das Schubertsche Gedicht lautet:

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(Andante) Ertöne Leyer
Zur Festesfeier.
Apollo steig hernieder,
Begeistre unsere Lieder.
(Allegretto) Lange lebe unser Vater Franz,

Lange währe seiner Tage Chor

Und in ewig schönem Flor

Blühe seines Lebens Kranz.

Wonnelachend umschwebe die Freude Seines zürnenden Glückes Lauf, Immer getrennt vom trauerndem Leide Nehm' ihn Elisiums Schatten auf. Endlos wiedertöne holde Leyer – Bringt des Jahres Raum die Zeit zurück – Sanft und schön an dieses Tages Feier Ewig währe Vater Franzen's Glück. Das Antograf des Terzettes mit der Aufschrift: „Auf die Namensfeier meines Vaters, 27. Sept. 1813“, besitzt Dr. Schneider, desgleichen ein zweites: „Namensfeyer“ betitelt (27. Sept. 1815), bestehend aus einem Gesangsstück: „Du Erhabener“ u. s. w. (Adagio Es-Dur).

*) Die große Anzahl dieser nacheinander entstandenen Canons erinnert an Mozart, der an Einem Tag (2. Sept. 1788) deren zehn niederschrieb. (O. Jahn „Mozart“ III. Bd.) – Das Gedicht von Schiller: „Elisium“ ist für diese Canons hauptsächlich ausgebeutet, und zwar die 1., 2., 4. und letzte Strophe.

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