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und noch sind, vorgelegen. Der Gesang beginnt in Largo Es-Dur ? auf die Worte: Hier am Hügel heißen Sandes sitz' ich, Und mir gegenüber liegt mein sterbend Kind u. s. w. ') Hagar's Klage, und alle noch folgenden Lieder und mehrstimmigen Gesänge sind, mit fast verschwindender Ausnahme, in der Witteczek'schen Sammlung (derzeit im Besitz des Herrn Hofrathes Freiherr Josef von Spaun in Wien) in Abschrift, und größtentheils mit Angabe des Datums ihrer Entstehung enthalten. *) Das Autograf besitzt Herr Spina in Wien.

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') Es ist in op. 131 enthalten. Ohne Zweifel hat Sch. auch in diesem Jahre noch mehrere Lieder componirt, worüber die Originalien Aufschluß geben würden, da er auf allen seinen Compositionen das Jahr, – auch den Monat und Tag, an dem er sie niedergeschrieben, bei größeren Werken anch den Zeitpunkt des Beginnes und der Beendigung anzumerken pflegte.

?) In dem erwähnten Verzeichniß Ferd. Schubert's finden sich aufgeführt:

Ein Salve regina und Kyrie (im Stich erschienen), eine Sonate für Clavier, Violine und Cello, zwei Streichquartette (in B und C), eine Quartett-Ouverture (in B), Andante und Variationen (in Es), eine Onverture für Orchester (in D) und 30 für seinen Bruder Ignaz componirte Menuette mit Trios, welch letztere die Bewunderung des Dr. Anton Schmidt, eines Freundes Mozart's und trefflichen Violinspielers, in so hohem Grad erregten, daß er sagte: „Wenn diese Stücke ein halbes Kind geschrieben hat, so wird aus diesem noch ein Meister hervorgehen, wie es wenige gegeben.“ Diese Menuette gingen schon damals durch Wegleihen verloren, und Schubert kam ungeachtet wiederholter Aufforderung nicht mehr dazu, sie aus dem Gedächtniß wieder aufzuschreiben.

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) Nur im ersten Jahrgange soll sich Sch. durchaus guter Zeugnisse erfreut haben; in den folgenden Jahrgängen wurden Nachprüfungen nothwendig. – Curator der Anstalt war um jene Zeit Josef Carl Graf Dietrichstein. Den Unterricht ertheilten regulirte Priester des PiaristenOrdens. Director war der Piarist Innocenz Lang, Doctor der freien Künste, und Rector der akademischen Kirche. Das Vicedirectorat bekleidete (von 1811 an) Franz Schönberger; akademische Prediger waren Markus Haas, Andreas Platzer (1812) und Georg Kugelmann; (1813) Katechet Egid Weber und Josef Tranz (von 1811 an). In den zwei unteren Classen lehrten Pius Strauch und Mathias Rebel; in den oberen Alois Vorsir; die übrigen Professoren waren: Vincenz Kritsch und Benedikt Lamb (Poetik), Amadäus Brizzi und Josef Walch (Mathematik), Benedict Rittmannsberger (Geografie und Geschichte), Josef Lehr (Kalligrafie), Leopold Baille und Carl Bernard (französische Sprache), Carl von Molira (italienisch), Johann Votter und Böttner (Zeichnen). Als Inspector fungirte Gottfried Kerschbaumer.

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') Er dedicirte ihm die Sonate op. 78 und mehrere Lieder.

*) Ich verdanke ihm die hier folgenden Mittheilungen.

*) Von Stadler's Gedichten componirte Schubert das Singspiel „Fernando“ (1815), das Lied: „Lieb Minna“ (1816), ein zweites Lied für Josefine Koller (1820) und eine Cantate zu Ehren Vogl's (1819).

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