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!) Mozarts erste Sinfonie datirt aus dem Jahre 1764 (s. v. Köchel them. Catalog).

*) In den Aufsätzen „Aus Franz Sch's Leben“, enthalten in der „Neuen Zeitschrift für Musik“ Nr. 33–36 Band 10, Jahrg. 1839. Das darin vorkommende Verzeichniß umfaßt alle jene Schubert'sche Compositionen, welche sich damals (1839) entweder im Besitz Ferdinand Sch's. oder der Verlagshandlung Diabelli befanden, ist daher nicht erschöpfend. Der Werth dieser Zusammenstellung besteht aber darin, daß in derselben Schubert'sche Compositionen, namentlich aus der frühesten Periode, aufgezeichnet erscheinen, welche, da sie in der Zwischenzeit verloren gegangen sind, ohne diese Zusammenstellung auch dem Namen nach nicht mehr gekannt sein würden.

trug nach den Versicherungen noch lebender Ohrenzeugen mit schönem und richtigem Ausdruck vor.

Den Bemühungen des Vaters gelang es, den Knaben nunmehr in die kaiserliche Hofcapelle zu bringen und ihm dadurch einen Platz als Zögling in dem Stadtconvicte zu verschaffen. Es war im October 1808, daß Franz den damaligen beiden Hofcapellmeistern Salieri und Eybler ) und dem Gesangsmeister Korner zur Ablegung der Probe vorgestellt wurde. Als die zu gleichem Zweck erschienenen Knaben des kleinen Schubert gewahr wurden, der, nach damaliger Sitte mit einem hechtgrauen fast weißlichten Rocke angethan, daher kam, meinten sie, das wäre gewiß eines Müllers Sohn, dem könne es nicht fehlen.

Wie nicht anders zu erwarten, erregte Schubert's Probesingen die Verwunderung der prüfenden Herren; er löste die ihm vorgelegte Aufgabe so trefflich, daß seine Aufnahme als Sängerknabe in die Hofcapelle und als Zögling in das Convict ohne weiters erfolgte. Die Uniform, mit der goldenen Borte daran, für deren Glanz auch Schubert nicht unempfänglich war, mußte über den schweren Abschied hinaushelfen, den der Knabe von allen jenen, die ihm bisher im Leben nahe gestanden, für längere Zeit hinaus zu nehmen hatte.

Er war nun Sängerknabe der kais. Hofcapelle; da er übrigens auch die Violine mit ziemlicher Fertigkeit zu spielen verstand, wurde er dem sogenannten kleinen Convictisten-Orchester zugetheilt, dessen Aufgabe es war, größere Tonwerke,

*) Eybler Josef, geb. 1764 zu Schwechat bei Wien, ein Schüler Albrechtsbergers, wurde 1792 regens chori in der Karmeliterkirche in Wien, 1801 kais. Musiklehrer, 1804 Vice- und 1825 Hofkapellmeister. Er starb in Wien 1846.

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') Ohne Zweifel Josef Spaun. *) Ferdinand Schubert: „Aus Franz Sch's. Leben“, 1839. *) Nach Ferdinand Sch's Verzeichniß: Eine Quintett-Ouverture (für Ferdinand Sch. comp) und ein Streichquartett. *) „Hagars Klage“ hat den Convictisten wahrscheinlich in einer der deutschen Chrestomathien, wie solche in den Gymnasien in Gebrauch waren

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