Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen

Cover
Schattauer Verlag, 26.02.2014 - 238 Seiten

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Traumatisierungen und der Umgang der Justiz mit den Opfern rücken zunehmend in den gesellschaftlichen und politischen Fokus. Die intensive Aufarbeitung des Missbrauchs von Schutzbefohlenen durch Kirchen, pädagogische und therapeutische Einrichtungen ist hierfür ein eindrückliches Beispiel.
Alle Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die Opfer von Gewalttaten behandeln, werden mit den juristischen Implikationen und Konsequenzen dieser Tatbestände konfrontiert. Umgekehrt sind psychotherapeutische Aspekte im Verfahren für alle Juristinnen und Juristen bedeutsam.
Dieses Referenzwerk stattet Psychotherapeuten mit juristischem Grundwissen aus, sodass sie ihren Patienten fundierte Empfehlungen geben können, ob eine Anzeige im individuellen Fall sinnvoll ist oder sich eher retraumatisierend auswirkt. Weiterhin geht es um Aspekte wie Gutachten, Zeugenaussagen von Therapeuten, Akteneinsicht und Kooperation. Für den Fall einer Anzeige vermitteln die Oberstaatsanwältin Kirsten Stang und der Psychotherapeut Ulrich Sachsse wichtige Hilfestellungen für die weitere psychotherapeutische Behandlung während des Strafverfahrens und danach.
Die 2. Auflage berücksichtigt die zahlreichen aktuellen gesetzlichen Änderungen, insbesondere das Zweite Opferrechtsreformgesetz und das Gesetz zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs (StORMG).


Ein notwendiges Buch sowohl für Psychotherapeuten als auch für Juristen – und ein wichtiger gesellschaftspolitischer Diskussionsbeitrag.

Keywords:
Traumatisierung, Vergewaltigung, Missbrauch, Strafverfahren, Gerichtsverhandlung, Opferschutz, Psychotherapie, Traumatherapie, Ermittlungsverfahren, Zeugenaussage

 

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Dieses Buch schildert meiner Meinung nach sehr gut die Arbeit von Therapeuten mit Opfern und geht hervorragend auf die therapeutische und juristische Aufarbeitung von Straftaten ein. Es werden Probleme verständlich erläutert und Lösungswege aufgezeigt. Die Erfahrungen der Autoren aus der Praxis fließen hier sehr anschaulich ein. 

Inhalt

Einleitung
1
Maximen des Strafrechts
23
2
32
Juristische Subsumtionen 3 1 Der Straftatbestand der sexuellen Nötigung und
41
1
54
3
61
1
69
ein Report zum derzeitigen
77
Die Therapeutin als Zeugin
134
30
158
Einlegen von Rechtsmitteln
176
Strafvollzug und Sicherungsverwahrung
178
Das Gewaltschutzgesetz
192
Anzeigen Anzeigen?
209
5
213
39
217

Das Schuldfähigkeitsgutachten
105
Die Rechte des Beschuldigten und seines
112

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Adhäsionsverfahren allerdings Angeklagten Anklage Antrag Anwalt Anzeige Aussage des Opfers Aussagepsychologische Gutachten Beispiel Beschuldigte besonders bestimmte chen darf Delikt deshalb durchaus einmal erhebliche erinnern Ermittlungsverfahren erst Fall FKS_box_id_03 Forensische Fragen Frau geht Gericht Gesetz Gewaltschutzgesetz gibt Glaubwürdigkeit grundsätzlich Hauptverfahren Hauptverhandlung Information Jahren Jugendschutzkammer juristischen Justiz Kind Kindesmissbrauch Kindheit Kindheitstraumata kommt könnte Körper lich manchmal memories Menschen möglich muss Nebenklage Nebenklagevertreter Öffentlichkeit Offizialdelikt Opferanwalt Opferentschädigungsgesetz Opferzeugen Patienten Patientin Person Polizei Posttraumatische Posttraumatische Belastungsstörung Prozess Prozessbeteiligten Psychiatrischen psychisch Psychotherapie Recht Rechtsanwalt Rechtsstaat Sachsse schen Schuldunfähigkeit Schutz Schweigepflicht Schweigepflichtentbindung schwer Sexualdelikten sexuelle Handlungen sexuelle Nötigung sexuellen Missbrauch Sicherungsverwahrung Situation soll sollte Spurensicherung Staat Staatsanwalt Staatsanwaltschaft StGB StORMG StPO Strafe Straftat Strafverfahren Stress Täter Therapeuten Therapeutin Therapie traumatische traumatische Ereignisse traumatische Erinnerungen Traumazentrierte unsere Urteil Verfahren vergessen Vergewaltigung Verhandlung Vernehmung Versorgungsamt Verteidiger verurteilt Videovernehmung viel Vorsitzende Richter wichtig wieder wiederentdeckte Erinnerungen wissen wissenschaftlichen Zeugen Zeugin Zeugnisverweigerungsrecht Zustand zwei

Über den Autor (2014)

Kirsten Stang

Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Bis 2000 Leitung des Dezernats „Sexuelle Gewalt“. 2001–2005 Vorsitzende der Stiftung Opferhilfe für die Region Braunschweig. Seit 2003 stellvertretende Vorsitzende des Niedersächsischen Richterbundes, Mitglied der Staatsanwaltskommission des Deutschen Richterbundes und Richterin am Niedersächsischen Disziplinargericht. 2006–2007 stellvertretende Leiterin der Jugendanstalt Hameln. Danach Abteilungsleiterin bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig mit dem Schwerpunkt Kapitaldelikte.

Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychotraumatologie (DeGPT); Asklepios Fachklinikum Göttingen; 2004 Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung, Zürich; 2006 Hamburger Preis Persönlichkeitsstörungen.

Bibliografische Informationen