Die chemie der austrocknenden oele

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J. Springer, 1867 - 255 Seiten
 

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Seite 251 - ... Taubheit oder vom Verschwinden der Farben sind — und das ist sehr häufig der Fall — , wird die Herstellung der Continuität der äussersten Lage keine vollkommene Herstellung bewirken können , und das Auge des Kunstkenners wird unbefriedigt bleiben. Der Verf. wird in dieser Sache, so viel es sein Standpunkt erlaubt, weiter forschen. Wo kein Terpentinölfirniss ist, womit man das Gemälde bedeckt hat , sondern ein Oelfirniss , sind andere Mittel nöthig. Aufmerksamkeit und Sorgfalt, Ueberlegung...
Seite 212 - Steinkohlentheer bestrichen, gegeneinandergelegt und wenn nun die heissen Nägel in die Löcher getrieben werden, welche auch mitTheer beschmiert werden, so wird einen Augenblick etwas Steinkohlentheer verbrennen, welches aber der Sache nicht schadet, indem der beim Verbrennen verbleibende Rückstand Harze und Kohle sind, die sich zwischen den Verbindungastellen so unter den Köpfen der eingetriebenen Nägel befinden.
Seite 212 - Eisenwerkes von Mennigfarbe zu halten ist, kann man daraus sehen, dass alle Anker in den Mauern mit Mennige bestrichen werden, aber alle später aus den Mauern wieder verrostet zum Vorschein kommen. Werden sie aber vorher mit warmem Steinkohlentheer bestrichen, so kann dies nicht stattfinden. Wie kurz, ich auch das Vorstehende behandelt habe, so glaube ich doch, die Hauptsache besprochen zu haben, empfehle nochmals die...
Seite 209 - Luft ausgesetzt , verlieren bekanntlich die reine Metalloberfläche, welche sie gehabt haben. Das Eisen wird mit einer Lage Eisenoxydhydrat, das Kupfer und Zink mit einer Lage kohlensaurem und Hydrat der Metalle bedeckt. Beim Kupfer ist die Einwirkung der Atmosphäre so langsam, dass man im Grossen keine Mittel zur Verhütung der Oxydation anwendet. Beim Zink aber und vorzüglich beim Eisen geht die Einwirkung weit schneller vor sich. Wie jede chemische Wirkung, so ist auch das Rosten von einer elektrischen...
Seite 210 - Sind beim Ineinanderfügen der äussersten Enden zweier Eisenmassen die Enden verrostet, so muss zuerst der Rost entfernt werden ; ebenso von den Löchern der Nägel, von den Nägeln, von Schrauben und Muttern und nach der Entfernung muss auf beiden Oberflächen, welche zusammen in Berührung kommen sollen und welche man später mit dem Farbepinsel nicht mehr erreichen kann, eine Lage schützenden Stoffes angebracht werden, welche so lange dauert, als die beiden Oberflächen der zwei verbundenen...
Seite 211 - Mittel erfordert, um die anschliessenden Flächen luft- und wasserdicht zu machen. Die hierzu dienende Substanz braucht nicht alle Eigenschaften der Farbe zu haben, welche über die allgemeine Oberfläche des Gegenstandes gestrichen werden soll und dem Lichte und der Luft widerstehen muss. Sie muss aber unter diesen eigenthümlichen Umständen sehr dauerhaft sein.
Seite 210 - ... dasselbe, und die galvanische Wirkung wird um so stärker sein, je mehr Unterschied in der Zusammensetzung von zwei Stücken Eisen herrscht. Schrauben, Nägel, Sägen von zwei Stücken Metall, da ist die Stelle, wo das Rosten anfängt und sich von da aus weiter verbreitet. Und die Verbindungsstellen von grossen eisernen Gegenständen sind es vorzüglich, die man schützen will und muss. Ich glaube, dass man die Verbindungsstellen im Allgemeinen beim Zusammenfügen der Stücke zu wenig beachtet,...
Seite 209 - Bänder von Zink oder Eisen, um das Kupfer der Schiffe gelegt, conserviren das Kupfer (die bekannte Entdeckung H. Davy's) und stählerne Messer und andere Gegenstände hat man durch Zinkbänder ebenfalls gegen Rost geschützt. Das Anbringen von Zinkstücken an grosse eiserne Gegenstände, wodurch eine Metallverbindnng entsteht, kann nicht anders als sehr nützlich sein.
Seite 247 - Gemälden entdeckt zu haben; v. Pettenkofer führte an, dass nur der Mangel an Continuität (Zusammenhang) die Ursache des Taubwerdens sei. Pulver von Glas ist weiss und undurchsichtig , ein Stück Glas farblos und durchsichtig. Risse also in der Firnisslage. Das Regeneriren von Gemälden wurde allgemein ausgeführt , indem man Firniss vorsichtig abrieb und einen neuen Firniss auftrug. Aber das Abreiben des Firnisses hat für die feineren und dauernden Tinten der unmittelbar unter dem alten Firniss...
Seite 211 - Eisenwerken hat man eine andere Methode, die angrenzenden Stücke zu verbinden, nämlich man erhitzt die Nägel und treibt sie heiss in die Löcher, welche in die zu verbindenden Stücke gebohrt sind. Das Eintreiben der Nägel und Befestigen in das andere Ende, sowie die Bearbeitung des einen Nagelendes in einen Kopf, macht hier die Anwendung aller Farbe unmöglich. Hier also bei solchen Arbeiten ist der Gebrauch von Steinkohlentheer sehr zu empfehlen. Die...

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