Hexerei und Magie im Strafrecht: Historische und dogmatische Aspekte

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Mohr Siebeck, 13.06.2016 - 499 Seiten
Noch im 21. Jahrhundert ist der Glaube an Hexerei und Magie verbreitet. In jungerer Zeit ergangene Judikate belegen, dass es sich hierbei um ein ernstes gesellschaftliches Problem handelt, dem sich die Strafrechtswissenschaft bislang weitgehend entzogen hat. Im Kern geht es um die Strafbarkeit magischer Praktiken wegen Betrugs, aberglaubischen Versuchs, Notigung und Bedrohung, Korperverletzung sowie Verstossen gegen das Heilpraktikergesetz. Verena Dorn-Haag hinterfragt kritisch, ob es dem dogmatisch ausdifferenzierten, geltenden Strafrecht gelingt, Irrationales systematisch konsequent zu beurteilen. Zugleich ordnet sie die aktuellen Fragen in einen dogmenhistorischen Kontext ein: Seit Abschaffung des Hexereidelikts im Zeitalter der Aufklarung stellten Sachverhalte mit Bezug zum Ubersinnlichen eine Herausforderung fur das Strafrecht dar. Die Autorin zeigt auf, dass bei der Beurteilung von Hexerei und Magie Kontinuitaten bestehen, die bis heute die dogmatische Diskussion pragen.
 

Inhalt

Überblick
1
b Hexerei und Magie in anderen Kulturen
27
Zusammenfassung
33
Okkulttäter und Okkultopfer
39
Konstruktion der Intellektuellen?
45
Ausdifferenzierung der Hexen und Magielehre in
51
Praktische Umsetzung der wissenschaftlichen Reformarbeiten
125
Strafrechtliche Relevanz von Hexerei und Magie
131
F Fazit
207
Strafbarkeit des Okkultbetrugs nach h M unter Geltung
218
Sonstige Magie
309
Wahndelikt
317
Überblick
323
Zusammenfassung
336
Heilpraktikergesetz
395
Strafbarkeit im Rahmen der Körperverletzungs und Tötungsdelikte
414

Hexerei und Magie als Relikte der gemeinrechtlichen Betrugs
139
Differenzierung zwischen unterschiedlichen Formen der Hexerei
141
Strafbarkeit von Hexerei und Magie als Betrug
149
Fazit
201
Zusammenfassung und Ausblick
421
Literaturverzeichnis
427
Personenregister
467
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen