Ursache und Heilung des Diabetes mellitusSchmorl & Seefeld, 1868 |
Häufige Begriffe und Wortgruppen
April Arzt Athem Athmen aufgetrieben Auges war matt bedeutend beeidigter Handels-Chemiker Behandlung belegt besonders bisherigen Lebensweise blass Bronchien Brust Buchweizen Butter Carlsbad Chymus Colorit December Diabetes mellitus Diarrhöe Diät Druck Düring Durst Eier ersten Faeces Fällen Februar Fenster Flatus Fleisch folgendes fühlte gedunsen geheilt Gehen gekocht geschwunden Gewicht Graupen grossen Hamburg Hannover Harn Harnruhr häufig Heilung Herr Th Herrn Dr Jahren Januar klar Kohlenhydrat im Blute Kohlensäure Körpers kräftig Kranke Krankengeschichten krankhafte Krankheit Krankheitsursache Landgendarm lassen Lunge und Haut Magen und Leib Magencatarrh Magengegend Mahlzeit März möglich Monaten Morgens müssen Nacht November Oberdörffer Organe Organismus Patient Provinz Hannover Pupille Recidive regio cardiaca Reis Respiration Resultat Roth Salz sauer Sauerstoff saure Reaction Schinken Schleim Schmerzen schmerzhaft schwach Sediment Spaziergänge Spec Spur Stuhlgang Stunden Symptome Tage täglich Ueberzeugung Untersuchung Urin Vagus Verdauung vermehrt Verordnungen viel vollkommen Vorschriften Wasser wenig Wochen Zucker Zuckerbildung Zuckergehalt fehlt Zunge stark Zustand
Beliebte Passagen
Seite 23 - Schluss erlaubt: dass, weil einige Diabetiker bei dieser Methode nicht geheilt, oder bei Rückkehr zu der alten Lebensweise wieder diabetisch wurden, die Methode eine falsche, oder der Diabetes mellitus nicht heilbar sei. Man halte das Eine fest, die Krankheitsursache des Diabetes liegt, wie bei allen chronischen Uebeln, in einer Ernährungsstörung, die ihren Grund in der bisherigen Lebensweise hat*). Soll daher das vorhandene Uebel beseitigt werden, so ist erste Bedingung, dass eine vollständige...
Seite 18 - Die Lungenthätigkeit unterstütze ich wiederum durch eine gesteigerte Hautthätigkeit. Täglich früh Morgens um 6 Uhr, und wo es erforderlich ist, auch Abends, werden die Kranken in kalte, feuchte...
Seite 22 - Forfc= bestande des Lebens nothwendigen Organe noch nicht so verletzend eingewirkt haben, dass eine Regeneration derselben möglich ist, auch eine Heilung möglich. Es geben nicht die Dauer des Leidens, nicht der Procentgehalt an Zucker den Grad des Krankseins, mithin auch keinen sicheren Anhaltspunkt für die Prognose an, sondern diese hängt lediglich von der Kraft der noch vorhandenen gesunden Organe ab. Die Krankheitsursache des Diabetes lieg t, wie bei allen chronischen Uebeln, in einer Ernährungsstörung,...
Seite 19 - ... Behandlungsweise so klar wie möglich zu machen, will ich mir erlauben, hier das Schema derselben im Allgemeinen beizufügen; warne aber ausdrücklich vor gedankenloser Anwendung, denn jeder Einzelfall erfordert eine genaue Erwägung der Umstände, wie aus der vorausgeschickten Begründung hervorgeht. Morgens früh, 6 Uhr: Einpackung (bei geöffneten Fenstern), nach derselben kalte Abreibung bis zur Erwärmung des Körpers; es ist dann beiläufig 7V* Uhr geworden. Morgens 71/* Uhr: Milch mit...
Seite 20 - Spaziergang eine halbe bis eine Stunde. Vor Tisch mindestens eine Stunde Ruhe oder Schlaf. Mittags 2 — 3 Uhr: Reis, wie oben bereitet, ohne Butter, bis 250 Gramm Fleisch gebraten, nie gekocht. Schinken oder Rauchfleisch, Wildbraten ist erlaubt, doch ohne Essig und Gewürz und die kleinen Speckstreifen sorgfältig daraus entfernt. Die Kraftbrühe aus dem Braten ist ebenfalls erlaubt, doch hüte man sich vor dem Fett und den Saucen. In einigen Fällen (nicht bei sehr Schwachen, wie es bei...
Seite 13 - Mengen zufrieden, wobei der Fettansatz , die „Schwere des Körpers" abnehmen kann, die Kraft desselben aber nimmt zu. Auf diese Anschauungen gründet von Düring seine Kur : er beschränkt seine Kranken auf drei, höchstens vier, in bestimmten Zwischenräumen zu nehmende Mahlzeiten. Dieselben bestehen für den Tag aus 80 bis 120 Gramm Reis, Gries , Graupen oder Buchweizengrütze (Heidekorn), seltener Hafergrütze, weil diese leicht sauer wird; bis zu 250 Gramm reinem Fleisch ; und Compot von getrockneten...
Seite 33 - Verstoss gemacht hatte, dass sich der Gehalt von Zucker wieder gehoben haben würde, was auch die Untersuchung an demselben Tage bestätigte. Die fernere treue Befolgung meiner Verordnungen ergab dann aber bis zum 25. Februar die vollständige Befreiung von Zucker. Von dem Tage an erlaubte ich ihr vier Mahlzeiten täglich zu nehmen. So treu die Kranke auch jeder Vorschrift nachkommen wollte, beging sie doch einen Diätfehler und hatte am IMärz einen starken Magencatarrh.
Seite 34 - Zustand für bedenklich erklären musste und erstickte sie auch förmlich in der Nacht vom 4. auf den 5. März im Schleime. Der ganze Verlauf ist durch die Paralyse des Vagus leicht zu erklären und dient als warnendes Beispiel, wie vorsichtig sich die Kranken auch als Reconvalescenten in ihrer Diät halten müssen.
Seite 29 - Magengegend war nißht vorhanden, die Harnruhr, welche er schon am dritten Tage der Behandlung verloren hatte, nicht wiedergekehrt, die Excretio alvi normal; der Kräftezustand gut, der sich schon am achten Tage der Behandlung so gebessert hatte, dass Patient ohne Athembeschwerde und Anstrengung bequem einen Spaziergang von einer Stunde ausserhalb der Stadt und zurück machte.
Seite 26 - Jahren an Furunkeln des linken Armes und linken Stirnbeines, die während einer Kur von 1—2 Jahren keiner Behandlung weichen wollten. Vor einem Jahre etwa „schwanden die Geschwüre von selbst", wie der Kranke sich ausdrückte, von der Zeit aber trat Schwermuth ein und fühlte Patient sich besonders Morgens bei dem Aufstehen trübe gestimmt und schwer im Kopf.
