Geschichte der preussischen Invasion und Okkupation in Boehmen im Jahre 1866: Gesammelte Beilage der Zeitschrift Politik

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1867 - 438 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 237 - Sollte unsere gerechte Sache obsiegen, dann dürfte sich vielleicht auch den Böhmen und Mährern der Augenblick darbieten, in dem sie ihre nationalen Wünsche gleich den Ungarn verwirklichen können. Möge dann ein günstiger Stern ihr Glück auf immerdar begründen.
Seite 79 - Soldaten Meiner Armee! Ich begebe Mich heute zu Euch, Meinen im Felde stehenden braven Truppen, und biete Euch Meinen Königlichen Gruß. In wenigen Tagen sind durch Eure Tapferkeit und Hingebung Resultate erfochten worden, welche sich würdig anreihen an die Großthaten unserer Väter.
Seite 79 - Kriegsereignissen mit freudiger Zuversicht entgegen. Soldaten! Zahlreiche Feinde stehen gegen uns im Kampfe. Laßt uns indeß auf Gott den Herrn, den Lenker aller Schlachten, und auf unsere gerechte Sache bauen. Er wird durch Eure Tapferkeit und Ausdauer die sieggewohnten preußischen Fahnen zu neuen Siegen führen.
Seite 237 - Eingedenk der vielen, fast unerschwinglichen Opfer welche Euch zur Vorbereitung für den jetzigen Krieg die kaiserliche Regierung bereits abverlangte, sind wir weit entfernt Euch weitere Lasten aufzuerlegen und verlangen wir von Niemandem, daß er gegen seine...
Seite 226 - Ich habe alles verloren, nur das Leben nicht«, so soll er gesprochen haben. Bald nach Mitternacht war er in Hohenmauth. Um 3 Uhr früh richtete er folgendes Telegramm an den Kaiser: »Nach mehr als fünfstündigem brillanten Kampfe der ganzen Armee und der Sachsen in teilweise verschanzter Stellung vor Königgrätz, mit dem Zentrum in Lipa, gelang es den Feinden, sich unbemerkt in Chlum festzusetzen.
Seite 236 - An die Einwohner des glorreichen Königreiches Böhmen" gefordert. Die Proklamation war schon vorher in Pardubitz veröffentlicht worden, jetzt konnten auch die Prager an den Straßenecken die politische Offerte der Sieger lesen: „. . . betreten wir nicht als Feinde und Eroberer, sondern mit voller Achtung für Euere historischen und nationalen Rechte Eueren heimatlichen Boden . . . nichts liegt uns ferner als die Absicht, Eueren gerechten Wünschen nach Selbständigkeit und freier nationeller...
Seite 241 - Ich habe dieses Anerbieten angenommen. Ich bin zu einem Frieden unter ehrenvollen Bedingungen bereit, um dem Blutvergießen und den Verheerungen des Krieges ein Ziel zu setzen; allein nie werde Ich in einen Friedensabschluß willigen, durch welchen die Grundbedingungen der Machstellung Meines Reiches erschüttert würden.
Seite 227 - Feind drängte, bis sich alles über die Kriegsbrücken der Elbe sowie nach Pardubitz zurückzog. Der Verlust ist noch nicht zu übersehen, ist aber gewiß sehr bedeutend.
Seite 227 - Eindeutig bereits die zweite Nachricht, der Meldung Benedeks an den Kaiser entsprechend: „. . . wankten die nächsten Truppen und ungeachtet aller Anstrengungen konnte es nicht gelingen, dem Rückzuge Einhalt zu thun. Derselbe erfolgte Anfangs langsam, nahm jedoch an Eile zu, je mehr der Feind drängte, bis alles sich über die Kriegsbrücken der Elbe, sowie nach Pardubic zurückzog. Der Verlust ist noch nicht zu übersehen, ist aber gewiß...
Seite 241 - Ich bin zu einem Frieden unter ehrenvollen Bedingungen bereit , um dem Blutvergiessen und den Verheerungen des Krieges ein Ziel zu setzen ; allein nie werde Ich in einen Friedensabschlnss willigen, durch welchen die Grundbedingungen der Machtstellung Meines Reiches erschüttert würden. In diesem Falle bin Ich zum Kampfe auf das Aeusserste entschlossen nnd hierin der Zustimmung Meiner Völker gewiss.

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