Prolegomena zu einer wissenschaftlichen Mythologie

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Vandenhoeck und Ruprecht, 1825 - 434 Seiten
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Seite 112 - Ha. ben wir diesen gefafst, so sehen wir auch ein, dafs der Streit, ob der Mythus von Einem oder Vielen, von dem Dichter oder dem Volke ausgehe, auch wo er sonst Statt hat, nicht die Hauptsache trifft.
Seite 114 - Einwirkung gar verschiedenartiger, äufserer und innerer, Zustände und Ereignisse, deren Eindrücke die im Munde des Volks fortlebende , durch keine Schrift befestigte und erstarrte, immer bewegliche Tradition sämmtlich aufnahm, im Laufe langer Jahrhunderte zu der Gestalt, in welcher wir sie nun erhalten, ausgebildet haben.
Seite 79 - Mythologie, c. n, p. 79. 2. Études de mythol. et d'hist. des relig. antiques, in-12", Paris, Hachette, 1909, p. 83. Parmi les idées préconçues qui peuvent amener à déformer les faits, il convient de signaler tout d'abord le postulat...
Seite 171 - Voran steht die Zeit, die aus mancherlei religiösen Ideen und Gefühlen und ihrer Anwendung auf Natur und Menschenwelt die Mythen schuf; dann folgt eine andre, die sie mit Glauben als Fakta einer wunderbaren Vorzeit überlieferte; darauf eine dritte (die Pindarische), deren Religiosität durch philosophische Spekulation umgebildet war, und daher mit manchen alten Mythen schon in Gegensatz trat; weiter die Zeit philosophischer Aufklärung (die Euripideische), welche die Mythen als Formen betrachtete,...
Seite 111 - Anderem offenbar, als dafs der ganze Begriff der Erfindung, dh einer freien und absichtlichen Handlung, durch welche etwas von dem Handelnden als unwahr Erkanntes mit dem Scheine der Wahrheit umkleidet werden •oll, als unpassend für die Entstehung des Mythus von nnsrer Betrachtung zu entfernen ist.
Seite 112 - Gemüter der andern, Hörenden wirken, so ist er nur der Mund, durch den alle reden, der gewandte Darsteller, der dem, was alle aussprechen möchten, zuerst Gestalt und Ausdruck zu geben das Geschick hat.
Seite 121 - Wir haben hier mit einer Weltanschauung zu thun, die. der unsern fremd ist, und in die es oft schwer hält sich hinein zu versetzen...
Seite 124 - Durch die Auseinandersetzung im vorigen Kapitel habe ich auch der Verwechslung der schriftstellerischen Hilfsmittel zur Kenntnis des Mythus und der eigentlichen Quellen vorzubeugen gesucht, welche einer der gefährlichsten Irrtümer bei diesem Studium ist, deswegen weil sie die Forschung zum voraus aufhebt. Denn auf dieser Verwechselung beruht die Meinung, es käme bei der Geschichte der griechischen Mythen nur darauf an nachzuweisen, in welchem Dichter und Schriftsteller ein Mythus zuerst vorkomme,...
Seite 243 - Qtoi erscheinen in der Natur lebendig; auch wurden nicht etwa einzelne Talente und Fertigkeiten vergöttert, sondern die schon vorhandenen Götter stehen schützend uud selbstthätig den Thätigkeiten ihrer Verehrer vor.
Seite 332 - Erkenntnis muß sich zuvor in einem körperlichen Gegenstande brechen, damit es nur im Reflex und im gefärbten, wenn auch trüberen Schein auf das ungetrübte Auge falle. Nur das Imposante kann aus dem Schlummer halbthierischer Dumpfheit aufwecken.

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