Österreichs Kämpfe im Jahre 1866: Bd. Der Krieg in Italien

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Verlag des K.K. Generalstabes, in Commission bei C. Gerold's Sohn, Druck von R. v. Waldheim, 1868

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Beliebte Passagen

Seite 27 - So ist der unheilvollste, ein Krieg Deutscher gegen Deutsche unvermeidlich geworden ! Zur Verantwortung all des Unglücks, das er über Einzelne, Familien, Gegenden und Länder bringen wird, rufe Ich Diejenigen, die ihn herbeigeführt, vor den Richterstuhl der Geschichte und des ewigen allmächtigen Gottes.
Seite 28 - Die reine Flamme patriotischer Begeisterung lodert gleichmäßig in den weiten Gebieten Meines Reiches empor; frendig eilten die einberufenen Krieger in die Reihen des Heeres; Freiwillige drängen sich zum Kriegsdienste; die ganze waffenfähige Bevölkerung einiger zumeist bedrohter Länder rüstet sich zum Kampfe, und die edelste Opferwilligkeit eilt zur Linderung des Unglücks und zur Unterstützung der Bedürfnisse des Heeres herbei. Nur Ein Gefühl durchdringt die Bewohner Meiner Königreiche...
Seite 26 - Die drohenden Kriegsaussichten veranlaßten die drei Mächte, Frankreich, England und Rußland, auch an meine Regierung die Einladung zur Theilnahme an gemeinsamen Berathungen ergehen zu lassen, deren Zweck die Erhaltung des Friedens sein sollte. Meine Regierung, entsprechend meiner Absicht, wenn immer möglich, den Frieden...
Seite 28 - Güter, welche Stütze für die Macht und Integrität des gesummten deutschen Vaterlandes sie an Oestreich sinden. Wie wir für die heiligsten Güter, welche Völker zu vertheidigen haben, in Waffen stehen, so auch unsere deutschen Bundesbrüder. Man hat die Waffen uns in die Hand gezwungen. Wohlan! jetzt, wo wir sie ergriffen, dürfen und wollen wir sie nicht früher niederlegen, als bis Meinem Reiche, so wie den verbündeten deutschen Staaten die freie innere Entwicklung gesichert und deren Machtstellung...
Seite 25 - zu schützen, das Unheil. eines unvermeidlichen Krieges auf seine engsten „Grenzen einzuschränken, und in der innigen Verbindung der zwei mittel„europäischen Gross-Mächte — denen vorzugsweise die Aufgabe der Erhal„tung des europäischen Friedens zu Theil geworden — zum Wohle Meines „Reiches, Deutschlands und Europas eine solche dauernde Friedensgarantie „zu gewinnen. „Eroberungen habe Ich nicht gesucht; uneigennützig beim Abschlusse „des Bündnisses mit Preussen habe Ich auch...
Seite 26 - gegen sich, sondern auch gegen die an der Grenze Meines Reiches in Italien „stehende feindliche Macht, für deren Friedensliebe keine Bürgschalt geboten „wurde und keine geboten werden konnte.
Seite 28 - Entschluß nm so fester, dieselbe Meinem Reiche für alle Zukunft zu sichern. Wir werden in diesem Kampfe nicht allein stehen. Deutschlands Fürsten und Völker kennen die Gefahr, die ihrer Freiheit und Unabhängigkeit von einer Macht droht, deren Handlungsweise durch selbstsüchtige...
Seite 28 - Reiches empor ; freudig eilten die einberufenen Krieger in die Reihen des Heeres; Freiwillige drängen sich zum Kriegsdienste ; die ganze waffenfähige Bevölkerung einiger zumeist bedrohter Länder rüstet sich zum Kampfe und die edelste Opferwilligkeit eilt zur Linderung des Unglückes und zur Unterstützung der Bedürfnisse des Heeres herbei. Nur Ein Gefühl durchdringt die Bewohner Meiner Königreiche und Länder: das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das Gefühl der Macht in ihrer Einigkeit,...
Seite 33 - Armee, die Ehre jedes einzelnen unter uns ist an die Behauptung dieses Pfandes geknüpft. Ich kann Euch keinen kräftigeren Beweis Meines Vertrauens geben, als indem Ich Euch offen sage, dass der Feind mächtig gerüstet und uns an Zahl bedeutend überlegen ist. Schwer mag unsere Aufgabe sein, aber sie ist Euerer würdig. Mit entschlossener Tapferkeit im Kampfe, mit unermüdlicher Ausdauer in Anstrengungen aller Art, mit altösterreichischer Zähigkeit, die noch nie an sich selbst gezweifelt, werden...
Seite 26 - Schuld an der trüben Reihe unseliger Verwicklungen, welche bei gleicher uneigennütziger Absicht Preußens nie hätten entstehen können, bei gleicher bundestreuer Gesinnung augenblicklich zu begleichen waren. Sie wurden zur Verwirklichung selbstsüchtiger Zwecke hervorgerufen und waren deshalb für Meine Regierung auf friedlichem Wege unlösbar. So steigerte sich immer mehr der Ernst der Lage. Selbst dann aber noch, als offenkundig in den beiden feindlichen Staaten kriegerische Vorbereitungen getroffen...

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