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Feindseligkeiten am 27sten Februar, wo Detachements von Azpeytia und Azcoitia aus Recognoscirung gegen Safiola Elgoibar und Villareal unternahmen *).

berry.

Ein Versuch, den zum Corps von Navarra gehörenden Posten von Azcarate aufzuheben, wozu in der 13 M.w.Lecum= Nacht zum 12ten März mehrere Bataillone in zwei Colonnen verwendet wurden, schlug gänzlich fehl, da die Spanier Verstärkung erhielten; eben so wiesen auch die Vordertruppen des Corps von Crespo am 26sten April vorwärts Elgoibar einen Angriff ab, konnten aber nicht verhindern, daß sich um diese Zeit 3 französische Bataillone bei Iziar festsekten **). Diese wurden zu einem 2} M. n.w. U¡pentia. Scheinangriffe auf Sasiola verwendet, als am 9ten Mai General Marbot seine Division von Azpeytia aus in zwei Colonnen gegen das Lager führte, welches eine spanische Abtheilung seit wenig Tagen auf den Höhen von Musquirucha (zwischen Elosua und Elgoibar) genommen hatte. Ein dichter Nebel begünstigte zwar die Re

*) Mercurio I. G. 275, 307–312. Mémoires p. 155.
**) Mercurio I. 512. II. 94. Mémoires p. 157. 158. Die
legtere Quelle enthielt über die Marschrichtung der beiden
französischen Colonnen einiges Detail, welches zum Theil un-
glaublich ist; da sie auch das Datum ganz unrichtig angiebt
(21ste Mårz), so läßt sich vermuthen, daß der Verfasser über
das ganze wenig bedeutende Gefecht nicht gehörig unterrichtet
gewesen sei. Marcillac segt es (p. 96) auf den 11ten und
in Verbindung mit denen vom 27ften Februar, welche er
ebenfalls auf dem 11ten Mårz verlegt.

publikaner, welche ihre Gegner nach kurzem Gefecht aus dem Lager vertrieben, verhinderte sie aber auch ihre Vortheile durch rasche Verfolgung zu benußen; bei dem darauf angetretenen Rückzuge verirrte sich General Schilt mit der einen Colonne so, daß er bis in die Nähe von Elgoibar und dadurch mehrmals mit den Spaniern ins Gefecht kam, welches indeß ohne erhebliches Resultat blieb.

Im Laufe von anderthalb Monaten fanden nur drei Gefechte (am 21ften Mai, 11ten und 24sten Juni) mit den Vorposten Crespo's statt, die den Stand der gegenseitigen Truppen nicht ånderten. Die französische Armee verlor in dieser Zeit einige vorzügliche Führer, indem durch einen Beschluß der Conventsdeputirten vom 9ten Juni die Divisionsgenerale Fregeville und Marbot, so wie die Brigadegenerale Laroche, Roucher und Pinet entseßt wurden *).

Der linke Flügel der französischen Armee genoß in diesem ganzen Feldzuge eine nur selten unterbrochene, Waffenruhe. Der Haupttheil der Division von S. Jean Pied de Port nahm gegen Ende des Monat April eine Stellung westlich von Burguete, und rückte im Anfange

Moniteur p.

*) Mercurio II. 96-103. 206. 212. 334. 983. 1053. Mémoires p. 158-160. Die lange Waffenruhe soll durch die Friedens - Unterhandlungen veranlaßt wor den sein, welche zwischen dem General Servan und Marquis de Iranda stattfanden. Vergleiche Fain Manuscrit de l'an trois p. 220-225.

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des Mai größtentheils nach les Aldudes; fie gab darauf in den letzten Tagen dieses Monats drei Batailloné an den rechten Flügel ab, welches um so füglicher geschehen konnte, da die Spanier im Nordost von Pamplona nur einige hundert bewaffnete Einwohner, von wenig eigentlichen Soldaten unterstüßt, stehen hatten. Demungeachtet unternahm General Mauco nur zwei Recognoscirungen gegen Erro und Zubiri, welche im Laufe des Monat Juni stattfanden, und blos ganz unerhebliche Gefechte veranlaßten. Die Division Delaborde, in der Gegend von S. Estevan und Legassa zusammengezogen, hatte nichts als eine schwache Abtheilung unter General Castaños gegen sich, die im Val Ulzama (nördlich von Pamplona) vertheilt war; ein Detachement derselben machte am 13ten eine Recognoscirung gegen S. Estevan, vertrieb dabei den französischen Posten zwischen Donna- † maria und Gastelu, ging aber sogleich wieder zurück 4 M. n. d. als sich bei S. Estevan größere Truppenmassen zeigten. Nachdem die Division am 2ten Juli 7 Bataillone unter General Digonet zu der Expedition gegen Lecumberry abgesendet, deren wir noch gedenken werden, sollen die drei übrigen Halbbrigaden nach den Påssen von Orquin 13 und Velate, und den Höhen bei Lanz vorgerückt sein *).

Auf dem französischen rechten Flügel war indeß das Lager von Iziar verstärkt worden, und am 28sten Juni brachen 5 Bataillone in vier Colonnen von dort gegen

*) Mercurio II. 210. Mémoires p. 177. 178.

1

M.

s. w. S.

Estev.

Donnam.

Estev.

M. f. w. S. M. f. d. Drq.

M. f. Vel.

2} M.f.w.Iziar. Sasiola auf, um den Uebergang über die Deba zu erzwingen, während andere Abtheilungen die Mitte und den rechten Flügel der spanischen Vordertruppen alarmirten. Eine jener Colonnen ward zwar zurückgewiesen, die übrigen fanden aber bald eine Fuhrt, vertrieben die Spanier aus ihren Verschanzungen und eroberten 9 Geschüße; die Sieger blieben vorläufig auf den Höhen von 14 M. w. Saf. Motrico stehen, am folgenden Morgen rückten aber 10 Bataillone in zwei Colonnen von Azpeytia aus gegen 24 M. f. w. Uzp. Elosua und links dieses Orts, während eine dritte von M. f. w. Tol.Tolosa nach Villareal vorging. Crespo wartete den Erfolg dieser drohenden Bewegung nicht ab, und führte sein 14 M. s. w. Ver- Corps noch selben Tages gegen Mondragón zurück *).

gara.

Das Loos, welchem dieser Theil der spanischen Armee nur durch schleunigen Rückzug entgangen war, sollte nun den andern in Navarra treffen, wozu General Willot am 1ften Juli mit 10 Bataillonen von der Deba gegen Tolosa marschirte. Es wurden hier drei gegen Lecumberry bestimmte Colonnen gebildet, welche am nächsten Tage auf der großen Straße, so wie rechts und links derselben vorrückten, während zugleich General Digonet an diesem Tage mit 7 Bataillonen der Division Dela M.f.d.Secum- borde von S. Estevan aus Berrueta erreichte. Aber auch berry. hier entzogen sich die Spanier durch den Rückzug nach 2M. f.d.Lecumb. Irurzun der Gefahr eingeschlossen zu werden, und als

*) Mercurio II. 338. 340. Moniteur p. 1211. Mémoires p. 163.

am 3ten mit Tagesanbruch die französischen Colonnen von allen Seiten gegen Lecumberry andrangen, fanden fie nicht einmal mehr die Arriergarde ihrer Gegner *). In der Nacht zum 6ten brachen 134 Bataillone mit einigen hundert Pferden zum Angriffe der Stellung hinter Irurzun auf und theilten sich bei Latassa in folgende 14 M. f. d. Colonnen: General Merle erstieg mit 3 Bat. das Gebirge

rechts der Straße, rückte auf demselben fort, und de bouchirte links von Irurzun auf der Straße von Vittoria, 2 Bat. mit der Cavalerie blieben auf der großen Straße, General Harispe marschirte mit 34 Bat. über

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Lecumb.

die Berge links derselben nach Aizcorbe, und Digonet 3 M. s.8. Irurz. zog sich mit 5 Bat. noch weiter links, um jedenfalls wenigstens die bei Irurzun selbst stehende Avantgarde des Feindes abzuschneiden. Die spanischen Vordertruppen wichen vor so überlegenen Kräften überall zurück, und überließen den Gegnern ohne langen Widerstand Irurzun und Aizcorbe. Die Colonne unter Harispe durch ein Bataillon verstärkt, drang bis jenseit lehtern Orts, wurde hier aber von einigen indeß herangekommenen Abtheilungen des spanischen Hauptcorps abgewiesen, und durch einen gelungenen Cavalerieangriff in Unordnung zurückgejagt; die Franzosen warfen sich in die Gehölze zu beiden Seiten der Straße und seßten durch ein lebhaftes Feuer dem Verfolgen der feindlichen Reuterei Gränzen. Digonet glaubte indeß doch unter diesen Umstånden den

*) Mercurio II. 342. Moniteur p. 1211. Mémoires p. 165.

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