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zösische General die Besaßung dieses Postens verstärkt, so daß die Desterreicher, nach einem Verluste von 11 Officieren, 416 Mann, den Angriff aufgeben mußten *). Von jezt ab geschah, mit Ausnahme ganz unerheblicher Vorpostengefechte, abermals zwei Monate lang nichts für den Zweck des Krieges, und diese Ruhe ward den Verbündeten verderblicher als eine Schlacht; ohne gehörige Lagergeräthschaften und bei mangelhafter Verpflegung, auf dem Kamme der Apenninen allen Einflüssen einer wechselhaften und zuleht rauhen Witterung preisgegeben, litten fie physisch nicht minder wie in moralischer Beziehung. Bei der französischen Armee trafen dagegen nach und nach alle erwartete Verstärkungen ein, so daß fie gegen 50,000 Mann unter dem Gewehr zählte, wovon über 36,000 Mann in der Riviera zum Angriffe verwendbar waren; auch gelang es den Anstrengungen der Verwaltungsbehörden, den Truppen wenigstens die unentbehrlichsten Bedürfnisse fortwährend zu sichern **).

Der Feldherr der Republikaner nunmehr selbst zu einem entscheidenden Schlage entschlossen, zog den General Serrurier mit dem größten Theile der am Col di Tenda stehenden Truppen in das Thal des Tanaro, und

*) Wiener Zeit. S. 2882. Moniteur l'an IV. p. 38. Jomini VII. 299. 300. Desjardins III. 292–295.

**) Briefe aus Italien S. 48-54. Jomini VII. 298. 304. 305. Desjardins III. 282, 283. Dest. Milit. Zeits. 1822 II. 124. 125.

hatte den 15ten November zum allgemeinen Angriffe bestimmt; ein heftiges Unwetter machte die Ausführung unmöglich, und veranlaßte zugleich den General Argenteau seine Abtheilung, die bisher im Angesicht der französischen Stellungen bei Sucarello gelagert hatte, in die Gegend

von Bardinetto zurückzuziehen, mit Vordertruppen bei 13 M. n.w.Suć. Rocca barbena. Es entstand dadurch ein bedeutender un- + M.s. w. Barb, beseßter Raum bis zum linken Flügel der Armee, dessen verschanzte Stellungen sich nur etwa eine Stunde weit von Loano aus gegen das Gebirg hinzogen; General Graf Wallis, der diesen Flügel befehligte, übernahm an des erkrankten De Vins Stelle das Obercommando.

Am 23sten November wurde er auf der ganzen Linie angegriffen. Serrurier führte 7000 Mann gegen die Piemonteser bei S. Bernardo, und machte zugleich auf dem linken Ufer des Tanaro Demonstrationen; Massena mit zwei Divisionen (etwa 13,000 M.), aus der Gegend von Sucarello hervorbrechend, hatte die Bestimmung, das Corps von Argenteau zu überwältigen und so alle Verbindung zwischen Colli und dem linken österreichischen Flügel zu unterbrechen, gegen welchen Augereau den Rest der verwendbaren Truppen führte. Serruriers Angriffe wurden von den Piemontesern überall mit ausdauernder Tapferkeit abgewiesen; dagegen gelang es Massena die österreichischen Vordertruppen zu werfen, und spåter nach lebhaftem Kampfe auch die Hauptmasse Argenteau's aus ihrer Stellung bei Bardinetto zu vertreiben. Dieser zog fich bei Murialto hinter die Bormida zurück, seine Ver- 21M.n.w.Barb.

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bindung mit dem linken Flügel war gänzlich unterbrochen, da gleich nach erkämpftem Siege eine starke französische Abtheilung sich in den Besitz des Postens von Melogno gefeht hatte...

Gleichzeitig begann Augereau das Gefecht mit den Desterreichern bei Loano, wo sie auch von mehrern Kanonierchaluppen in Seite und Rücken beschossen wurden. Es scheint als seien sie theilweis überrascht worden, wenigstens nahmen die Republikanër mehrere Schanzen nach höchst unbedeutendem Widerstande; und nur die Besahung von Loano und einer Redoute auf der Höhe Gran Castellaro, vertheidigten sich standhaft. Nachdem die in letterem Werke stehenden Truppen mehr als einen Sturmangriff abgewiesen, sahen sie sich von allen Seiten umschlossen, da die Eroberung der nebenliegenden Verschanzungen dem Feinde gestattete, in ihren Rücken zu marschiren; schon glaubten die französischen Generale diese Abtheilung gefangen, als sie den rühmlich vertheidigten Postenräumte und sich mit dem Bajonnett. durch die Gegner schlug, welche ihr den Rückzug abzuschneiden versuchten. Wallis räumte darauf Loano freiwillig, und nahm (etwa Nachmittags 4 Uhr) ünfern des Kampfplages Position; es erfolgten indeß keine weiteren Ungriffe, da das üble Wetter, welches den Tag über stattgefunden, zu dieser Zeit in heftigen mit Schloßen vermischten Sturm überging. Während der Nacht von Argenteau's Niederlage unterrichtet, trat der österreichische -General am 24sten den Rückzug in die Gegend 1 von

und

2 M. n. 8. Bab.

1 M. n. M. d. S.

4 M. n. Mont.

14 M. n. Malv.

14 M. n. Vad.

3 M. n. Alt.

riatto.

Finale an, erreichte, nicht ohne starken Verlust durch den 11 M. n.8.2oan. aufdrångenden Feind, folgenden Tages Vado, und theilte 24 M. n. 8. Fir. am 26sten sein Corps in zwei Colonnen, von denen eine über Madonna di Savona, Montenotte, und Malvicino am 29sten bei Acqui, die andere über Cadibone Altare einen Tag früher bei Dego eintraf; mit der lehteren 4. n. w. Cad. hatte sich bei Altare das Corps von Argenteau vereinigt, 2 m. n. 8. Muwelches auf dem linken Ufer der Bormida fortgegangen und bei Millesimo auf das rechte zurückgekehrt war *). Ueber den Verlust der Geschlagnen sind die beiderseitigen Berichte sehr abweichend. Der französische berechnet ihn zu 3000 Todten und Verwundeten, und mindestens 4000 Gefangenen, der österreichische weist speciell einen Abgang von 97 Officieren 4086 Mann an Getödteten, Blessirten und Vermißten nach, und giebt an, daß dem Feinde 48 Geschüße hätten überlassen werden müssen; gewiß ist, daß nur der geringste Theil der bedeutenden österreichischen Magazine gerettet werden konnte **).

Während die Mehrzahl der Truppen unter Augereau

*) Der Ausdruck im österreichischen Officialbericht ist so unbes stimmt, daß man auch annehmen könnte, es sei nur ein Theil von Argenteau's Truppen (vielleicht durch die Ereignisse vom Gros abgedrängt) gewesen; da sich indeß keine Notiz - über weitere Bewegungen dieses Generals vorfindet, so habe ich mich zu der obigen Annahme berechtigt geglaubt.

**) Wiener Zeit. S. 3542. 3543, 3579, 3686. 3687. Moniteur 323. 329. 330. Briefe aus Italien S. 57–68. Jomini VII. 309-320. Desjardins III. 306–310.

!

34 M. n. d. Gareff.

.

und Massena den Desterreichern folgten, sendete der französische Feldherr 5000 Mann nach seinem linken Flügel mit dem Befehle, unverzüglich das piemontesische Corps anzugreifen, welches noch immer in seinen frühern Pofitionen stand, wie es scheint ohne Nachricht von der Niederlage der Verbündeten. Serrurier, der jezt über 12,000 Mann verfügen konnte, bestimmte den 27sten zum Angriff, und wählte dazu die Stellung bei Gareffio; die Piemonteser schlugen sich hier mit Ausdauer, mußten aber am Nachmittage immer erneuten Unfällen weichen, und traten den Rückzug nach Ceva an, worauf auch der gar nicht angegriffene Posten von S. Bernardo geräumt werden mußte *).

General Scherer ist mehrfach getadelt worden, daß er seine Vortheile nicht zu benußen verstanden, indem er schon damals hätte Oberitalien erobern können; indeß die Rauheit der Witterung, der Mangel an Verpflegungsmitteln, selbst der physische Zustand seiner Truppen, und ihre Zersplitterung von Montenotte bis Batifolo bei Teva, dem ziemlich concentrirten Feinde gegenüber, sind wohl hinlängliche Gründe gegen diese Ansicht. Er zog es vor, durch Festhalten der Apenninenpåsse sich die glänzende Eröffnung des nächsten Feldzugs zu sichern, und traf

*) Wiener Zeit. G. 3652. Moniteur p. 332. Patono p. 186. 187. Jomini VII. 320. 321. Desjardins III. 311-818. Journal des sciences militaires XVI. Livraison.

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