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sie wurde bei Palamos ans Land gesetzt, und stieß wieder zur Armee.*).

Die gegenseitige Lage der beiden Heere hatte es dem spanischen unmöglich gemacht, den Entsatz der Festung nur mit einiger Aussicht auf Erfolg zu versuchen; es fanden daher während der ganzen Belagerung nur sehr unerhebliche Neckereien der leichten Truppen statt. Ein Artilleriepark der Republikaner, der auf dem linken Ufer der Muga an der Straße nach Bellegarde stand, ward der Gegenstand einer Unternehmung, die ihrer Kühnheit wegen Erwähnung verdient: Hauptmann Pineda versammelte in der Nacht zum 13ten Januar 120 Mann Li«zM.n.S.Est.nientruppen, 200 Mann Aufgebot in Llado, umging damit die ganze französische Armee, watete durch die Muga und fiel so unerwartet auf bie Bedeckungsmannschaft des Geschützes, daß sie großentheils niedergemacht und zerstreut ward. Vierzehn Kanonen wurden von den Spaniern vernagelt, und als nun Truppen aus dem

. ") Alercurio 1794. III. 210—519. Jahrg. 1795. I. 63— 96. 99 — 115. 207 — 211. 217-222. IVÜalcillao p. 312.

IVIouiteur l'an III. z>. 6N0. Während der Belagerung erfolgte spanischer Seits eine Annäherung zum Frieden durch ein Schreiben des General Urrutia an den General Perignon, welche aber durch die Brutalität der bei der Armee gegenwärtigen Conuentsdeputirten ohne allen Erfolg blieb. Der Convent nahm die Angelegenheit wieder auf, und unterhandelte gleichzeitig zu Figueras und Basel. ?ain Manuscrit äo I'an rioi« I>. 52—57. 88—93. 106 — 118. 16^ — 183.

nächsten französischen Lager herbeieilten, zogen sich jene auf Umwegen glücklich zurück; sie führten 35 Gefangene mit sich, und hatten im Ganzen nur 3 Todte, 2 Verwundete, unter den erstem ihren Anführer eingebüßt*).

General Urrutia kann am 6ten Februar die Räumung von Rosas noch nicht gewußt haben, denn er traf zu dieser Zeit Anstalten sie durch Beschäftigung der Gegner zu erleichtern. Etwa 4000 Mann der Avantgarde mußten bis an die Fluvia vorgehen, um die französischen Posten zu beunruhigen, Marquis de la Romana erhielt den Auftrag vom linken Flügel aus mit 2000 Mann Avinonet zu überfallen, wo einige Bataillone cantonnirten. H M. s. n>. Fig. Er marschirte am Abende über Bezalu und Crespia bis gegen das rechte Ufer des Manol, Avinonet gegenüber, 6 M.n.z.B«n. und hatte bereits alle Anordnungen zum Aufheben der diesseits stehenden Vorposten getroffen, als ein Flintenschuß diese allarmirte; sie erhielten alsbald Unterstützung und es entstand ein Gefecht, in welchem la Romana zwar den Feind warf, bei seiner sehr gefährdeten Stellung aber selbst bald auf den Rückzug denken mußte, der auch ohne Unfall bewerkstelligt ward **).

In der Cerdagne hatten die Bewegungen der Re

*) IVIercurio I. 96 fgd.

") Nleiouiin I, 211—217. Das Datum ist nicht angegeben, die Meldung vom 8ten Februar. Marcillac (p. 308) setzt es gleich nach der Räumung des Forts Trinidad, also um einen ganzen Monat zu früh.

publikaner schon in der ersten Hälfte des Monat Februar den dort commandirenden General Oquendo aufmerksam l gemacht, so daß er seine vorgeschobenen Posten mit einigen hundert Mann verstärkte; am 18ten Februar rückten wirklich die Franzosen in mehreren Colonnen namentlich gegen Berach und Puente de Bar vor. Der Posten von Berach kam zuerst ins Gefecht, ging nach erhaltener Unterstützung selbst zum Angriffe über, und verfolgte die weichenden Gegner bis Montella; eine andere französische Abtheilung, die bei Puente de Bar den Segre durchwatet und Aristot besetzt hatte, ging in der Nacht ebenfalls gegen Bellver zurück. Dagegen überfielen die Spa

^M. s.w. Bell, nier den feindlichen Posten in Nas in der Nacht zum 8ten, und nochmals in der zum 27sten März, und machten einige Gefangene; der Kanonikus Cuffi, der mit

zM.n.z.Eampr. einer Compagnie Aufgebot in Rocabruna stand, griff

M.n.z.R°cab. sogar am 30sten eine französische Abtheilung bei Coral an, und vertrieb sie aus ihrer Verschanzung. Zwar eilten einige hundert Mann von Prats de Mollo und Manere gegen ihn herbei, aber die letztere Abtheilung, die ihn leicht hätte abschneiden können, wurde durch einen Trupp Aufgebot, der ebenfalls unter einem Geistlichen in Baget stand, aufgehalten, so daß jene ohne allen

, Verlust abziehen konnte*).

An der Fluvia unternahmen es die Republikaner nach einigen unbeträchtlichen Gefechten der Vordertruppen, am 1sten März in größerer Masse auf das rechte Ufer überzugehen; eine Colonne von 4000 Mann überschritt den Fluß beiBascara, eine andere von 6000 Mann mit einigen hundert Pferden verdrängte die schwache Besatzung von Besalu und ging auf dem Wege nach Banolaß bis ^ M, s, z. Ves. Serynia vor. Der Chef des spanischen Generalstabes, General OFarril eilte sogleich mit 150 Pferden nach Banolas, zog hier einige Bataillone an sich, und hielt'

') ölercurio l. 285 — 288. 295. 394. 395.

die Gegner durch zerstreutes Gefecht so lange bei Serynia auf, bis nach und nach die ganze Avantgarde herankam; worauf sie gleichzeitig in der Front und linken Flanke angegriffen und. völlig über den Haufen geworfen wurden. Obwohl wegen Einbruch der Nacht und des sehr durchschnittenen Geländes die Sieger nicht weit verfolgten , räumten jene am nächsten Morgen auch Besalu wieder, ohne in der Eile des Rückzugs die dortigen Magazine zerstört zu haben. Die andere Colonne hatte ohne Widerstand zu finden über Bascara die Höhen von Oriols ^ M. s, V««c. erreicht, vertrieb hier die schwachen spanischen Posten, rückte mehrmale weiter vor, mußte sich aber am Ende auf den Besitz dieses Punktes beschränken. Hier wurden die Republikaner in einem allgemeinen Angriffe ihrer verstärkten Gegner geworfen, und waren bereits wieder über die Fluvia zurückgegangen, als General Cuesta mit 7 frischen Bataillonen auf dem Kampfplatze eintraf*).

Zu offensiven Unternehmungen zu schwach, befestigten

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die Spanier die Stellung bei Oriols; am 24sten setzten zwar einige hundert Republikaner in der Gegend von ,M. w. Basc.Orfans über die Fluvia und drangen bis Gallines, wur. den aber von zwel Compagmen lm ersten Anlaufe geworfen und auf das linke Ufer zurückgejagt. Zwei Tage später wiederholten sie diesen Versuch mit gleich ungünstigem Erfolge. Am Morgen des 27sten erschien eine H M. s. B«ec. französische Colonne Calabuig gegenüber, und ließ einige hundert Mann übergehen, welche ein schwaches Detachement aus dem Orte vertrieben, bald aber den heranrückenden Unterstützungstruppen- weichen mußten; eine andere Colonne erzwang den Uebergang bei Bascara, wurde indeß nach kurzem Vorrücken ebenfalls zum Rückzuge genöthigt; eine dritte, welche weiter westlich erschien, kam gar nicht dazu durch eine Fuhrt das rechte Ufer zu gewinnen.

Eine große Recognoscirung, welche General Urrutia am 5ten Mai unternahm, hatte zugleich den Zweck, die bei Sistella lagernde französische Brigade aufzuheben. Zu dem Ende sollten 5 Bat., 1 Esc. von Banolas, 3 Bat., 130 Pferde von Besalu, 800 Mann Aufgebot von Llorona aus gegen Sistella marschiren, als Reserve wurden 8j. Bat., 160 Pferde bei Besalu, und rechts von ihnen fünf portugiesische Infanterie-Regimenter aufgestellt; im Centrum rückten 3 Bat., 300 Pferde, auf dem rechten Flügel einige hundert Husaren, 2 Compagnien und 150 Freiwillige vor. Das letztere Detachement stieß nur auf schwache französische Posten, welche

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