Gesch. d. achtzehnten Jahrhunderts u. des neunzehnten bis zum Sturz des französischen Kaiserreichs, Band 4

Cover
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 181 - Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusätze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte, und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke, und sagte: Vater gib! die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!
Seite 152 - Freunden erfahren hatte, und daneben trat das alte Vorurteil wieder ein, entspringend aus der Würde eines gedruckten Buchs, daß es nämlich einen didaktischen Zweck haben müsse. Die wahre Darstellung aber hat keinen. Sie billigt nicht, sie tadelt nicht, sondern sie entwickelt die Gesinnungen und Handlungen in ihrer Folge, und dadurch erleuchtet und belehrt sie.
Seite 77 - Seit etwa einem Jahre bin ich, wie ich mir schmeichle, zu demjenigen Begriffe gekommen, welchen ich nicht besorge jemals ändern, wohl aber erweitern zu dürfen und wodurch alle Art metaphysischer Quästionen nach ganz sicheren und leichten Kriterien geprüft und, inwiefern sie auflöslich sind oder nicht, mit Gewißheit kann entschieden werden.
Seite 77 - Nebenstunden zu seyn, diesen Winter meine Untersuchungen über die reine moralische WeltweiSheit, in der keine empirische Principien anzutreffen sind und gleichsam die Metaphysik der Sitten, in Ordnung zu bringen und auszufertigen...
Seite 180 - Aber jedes Elementarbuch ist nur für ein gewisses Alter. Das ihm entwachsene Kind länger, als die Meinung gewesen, dabei zu verweilen, ist schädlich.
Seite 73 - Unsere Metaphysik ist wie viele andere Wissenschaften in der That nur an der Schwelle einer recht gründlichen Erkenntnis«; Gott weiss, wenn man sie selbige wird überschreiten sehen.
Seite 180 - Fingerzeige zu viel suchen und machen, die Allegorien zu genau ausschütteln, die Beispiele zu umständlich deuten, die Worte zu stark pressen. Das gibt dem Kinde einen kleinlichen, schiefen, spitzfindigen Verstand; das macht es geheimnisreich, abergläubisch, voll Verachtung gegen alles Faßliche und Leichte.
Seite 179 - Ja so! Allerdings; das bringt mich zum Stillschweigen. - O, Sie allein sind ein wahrer Christ! - und belesen in der Schrift, wie der Teufel.
Seite 76 - Kant arbeitet an einer metaphysik der moral, die im contrast der bisherigen mehr untersuchen wird, was der mensch ist, als was er seyn soll, wenn sich das erste füglich ohne das letzte im eigentlichen verstände bestimmen läszt.
Seite 152 - Man kann von dem Publikum nicht verlangen, daß es ein geistiges Werk geistig aufnehmen solle. Eigentlich ward nur der Inhalt, der Stoff, beachtet, wie ich schon an meinen Freunden erfahren hatte, und daneben trat das alte Vorurteil wieder ein, entspringend aus der Würde eines gedruckten Buchs, daß es nämlich einen didaktischen Zweck haben müsse.

Bibliografische Informationen