Sagen aus dem SchwabenlandMäcken, 1836 - 256 Seiten |
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Beliebte Passagen
Seite 116 - H o rsa blühte in den Umgebungen der freien Natur frisch und kräftig heran, und als er das achtzehnte Jahr erreicht hatte, sandte ihn sein Vater zum Herzog von Schwaben, damit er diesen seinen Lehensherrn auf dem bevorstehenden Kriegszug begleite. Der Jüngling zeichnete sich ehrenvoll aus und gewann die Liebe seines Fürsten. Als Friede geworden, kehrte er in seine einsame Heimath zurück, jugendlich stark und schön; aber mit einer tiefen Wunde im Herzen. Es hatte...
Seite 117 - Als aber der stolze Edelmann die Bitte des Jünglings vernahm, da würdigte er ihn keiner Antwort, und bedeutete ihm höhnend, das Schloß zu verlassen, und sich nimmer blicken zu lassen. Mit diesem sein Lebensglück zerstörenden Bescheid kehrte der Jüngling traurig heim.
Seite 116 - Gattin und dem zwölfjährigen Sohne aus dem wüsten Getümmel zurück, und siedelte sich in dem einsamen Waldhause an. Die mit Wild aller Art gefüllten Forste versahen seine Familie in jener einfachen Zeit sattsam mit Speise, und die übrigen zum Lebensunterhalte nöthigen Dinge wußte sich...
Seite 119 - Naidmann zum Weibe gab. Auf der Stelle, wo Horsa den Ring gefunden, ließ die fromme Herzogin die noch jetzt stehende St. Iohanneskirche erbauen. Allmählig lichtete sich der dunkle Wald, mehrere Häuser entstanden und Horsa und Hermengild sahen, glücklich vereint, eine zahlreiche Nachkommenschaft fröhlich heraublühen.
Seite 119 - ... stattlichen Hirsch gewahr wurde. Er legte auf denselben an, der Pfeil schwirrte, und das Thier stürzte nieder. Als nun aber der Jäger seine Beute genauer untersuchte, erblickte er an der äußersten Spitze des Hirschgeweihes den köstlichen Ehering der Herzogin. Sogleich eilte er nach Hohenstanffen, seinen Fund anzuzeigen.
Seite 117 - Ho rsa mit seiner hoffnungslosen Liebe bekannt und sein Vater, der gerade, schlichte Greis rieth ihm nun, zum Kanzler hinzugehen, um die Hand seiner Tochter zu freien, und wenn er abgewiesen würde, sich die Liebesgrille aus dem Kopf zu schlagen. Der Jüngling beschloß dem Rathe seines Vaters...
Seite 117 - Tech, ter, kennen und lieben gelernt. Wohl fand er Gegenliebe, aber konnte er, der arme Krieger und Waidmann, der nichts besaß, als seine mühsam errungene Ehre, und ein einsames Forsthaus zu Lehen trug, hoffen, die Tochter des edeln, angesehenen Kanzlers heimzuführen. Ungewohnt, vor seinen Eltern ein Geheimniß zu hegen, machte sie...
Seite 116 - Der ganze Raum, den jetzt die Stadt Gmünd einnimmt, so wie das südliche und nördliche Thal, in welchem sich die Stadt erhebt, war in alten Zeiten mit wilder Waldung bedeckt. Nur eine kleine Lichtung tauchte aus diesem Forstlabyrinthe auf, und auf dieser Lichtung stand ein Jägerhaus, bewohnt von dem alten Waibmann Ekart, seinem Weibe Irmengard und seinem einzigen Sohne Horsa.
Seite 118 - Stellen zeigen und in dem einsamen Waldhause den hohen Gästen vor ihrer Heimkehr eine Iagdmahlzeit bereiten. Während des Jagens aber ereignete sich ein Zufall, welcher Horsas Glück begründete und die Erbauung der Stadt veranlaßte. Die Herzogin nämlich verlor in fröhlicher Hast und Iagdlust ihren Ehering. In jenen Zeiten ward ein solcher Ring gleichsam für einen Talismann gehalten, von dem Glück und Unglück des Ehepaars ab...
Seite 60 - Und wie, gelockt von hellen Frühlingstagen, Die Vögelein, verzagt zum ersten Mal Aus weichem Nest von Zweig zu Zweig sich wagen, Von Busch zu Busch mit zweifelhafter Wahl, So lenkt auch sie im Staunen und im Zagen Bald hier, bald dort der Blicke lichten Strahl, Und sieht entzückt bei zarter Mondenhelle Wald, Wies' und Flur, Laub, Blüthen, Wolk
