Allgemeine encyclopädie der wissenschaften und künste in alphabetischer folge von genannten schrifts bearbeitet und herausgegeben von J. S. Ersch und J. G. Gruber ...

Cover
Johann Samuel Ersch
J. f. Gleditsch, 1856
0 Rezensionen
Rezensionen werden nicht überprüft, Google sucht jedoch gezielt nach gefälschten Inhalten und entfernt diese
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Ausgewählte Seiten

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 72 - Den Menschen für seine gesellschaftliche Lage gesittet zu machen, will zwar nicht ganz soviel sagen, als ihn sittlich-gut (moralisch) zu bilden, aber bereitet doch durch die Bestrebung in dieser Lage anderen wohlzugefallen (beliebt oder bewundert zu werden) dazu vor. — Auf diese Weise könnte man den Geschmack Moralität in der äußeren Erscheinung nennen...
Seite 34 - Lebens nicht so unmittelbar rnhte, weil das Weib heute, wie einst der griechische Bürger, den gemeinen Berührungen des Lebens entzogen, weil es den Einwirkungen des RangsinnS, den Verderbnissen durch niedrige Beschäftigung, der Unruhe und Gewissenlosigkeit der Erwerbsucht nicht ausgesetzt und weil von Natur schon das Weib mehr als der Mann gemacht ist, mit der höchsten geselligen Ausbildung den Sinn für Natürlichkeit und die ursprüngliche Einfalt des Menschen zu vereinen.
Seite 401 - Haken klammr' ihn an dein Herz. Doch härte deine Hand nicht durch Begrüßung Von jedem neugeheckten Bruder. Hüte dich, In Händel zu geraten; bist du drin, Führ' sie, daß sich dein Feind vor dir mag hüten. Dein Ohr leih jedem, wen'gen deine Stimme; Nimm Rat von allen, aber spar
Seite 396 - Hast du nicht gute Gesellschaft gesehn? Es zeigt uns dein Büchlein Fast nur Gaukler und Volk, ja was noch niedriger ist." Gute Gesellschaft hab ich gesehn ; man nennt sie die gute, Wenn sie zum kleinsten Gedicht keine Gelegenheit gibt.
Seite 401 - Gesell' dich einem Bessern zu, — Daß mit ihm deine bessern Kräfte ringen. — Wer selbst nicht weiter ist, als du, — Der kann dich auch nicht weiter bringen.
Seite 34 - das in der neuen Zeit die poetische Seite der Gesellschaft bildet ... weil das Weib heute, wie einst der griechische Bürger, den gemeinen Berührungen des Lebens entzogen, weil es den Einwirkungen des Rangsinnes, den Verderbnissen durch niedrige Beschäftigung, der Unruhe und Gewissenlosigkeit der...
Seite 72 - Prinzip desselben a priori enthalten muß, um als ein solches gedacht werden zu können, ein Wohlgefallen an der Übereinstimmung der Lust des Subjekts mit dem Gefühl jedes anderen nach einem allgemeinen Gesetz, welches aus der allgemeinen Gesetzgebung des Fühlenden, mithin aus der Vernunft entspringen muß: di die Wahl nach diesem Wohlgefallen steht der Form nach unter dem Prinzip der Pflicht. Also hat der ideale Geschmack eine Tendenz zur äußeren Beförderung der Moralität.
Seite 34 - Beschwerden unsers Lebens wehren uns den leichten Genuß und die rasche Befriedigung der Alten; sie schrecken uns in uns zurück, sie erzeugen die unbestimmte Sehnsucht nach einer Gefährtin , die uns die Lasten des Lebens tragen hilft, und diese Lasten kannte der Grieche so wenig, wie unser eheliches und häusliches Glück.
Seite 76 - Erziehung sinnlos und bildet sich nicht, weil die Menschen der Henne gleich sind, die über das Korn, welches vor ihr liegt, hingeht, um das entferntere zu nehmen. Was wir täglich vor Augen haben, pflegt kein Verlangen zu erwecken.
Seite 76 - Es ist mit dieser Fähigkeit, wie mit dem gemeinen gesunden Verstande; ein jeder glaubet denselben zu besitzen, welcher gleichwohl seltener, als der Witz, ist: weil man Augen hat, wie ein anderer, so will man so gut, als ein anderer, sehen können.

Bibliografische Informationen