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brechen könne. Die kaiserlichen Truppen würden dann sogleich die dadurch verlassenen Posten besetzen." —

Der Zustand der kymbinirten englischen Armee harte sich besonders durch die Menge von Kranken verschlimmert. Die Folgen des Rückzuges von der Waal hatten bei den englischen Truppen den streitbaren Stand ungemein vermindert. Mehrere Tausende lagen in den Lazarethen zu Embden, u. a. O. größtentheils mit erfrorenen Händen und Füssen. Als bei der geringen Fürsorge, welche dieselben in den Lazarethen fanden, der größere Theil bereits dahingerafft worden war, wurden die Übriggebliebenen im März theils zu Wagen nach Bremen geführt, theils auf Transportschiffe gepackt und nach England gebracht. Auf diese Art war die Streiterzahl des Heeres, bei dessen Ankunft hinter der Emms, wie schon erwähnt worden, bereits sehr geschmolzen. Es wurde in etwas durch das herzoglich > braunschweigische Korps verstärkt, welches die englische Regierung in Sold genommen hatte. Dasselbe wurde vom GM. Rie d ese l kommandirt, und bestand in 3 Bataillons oder »4 Komp. Inf. . »92» Mann i Eskadron reitender Jäger ... llo „ Artilleristen ..... . . . 20a „

In Allem in 2200 Mann, mit zwölf Geschützen, und traf am 27. Februar in der Gegend von Bentheim ein. —

Am 19. Februar erließ der Gen. d. Kav. Graf , Wallmoden eine Disposizion zur allgemeinen Rechtsrückung der englischen kombinirten Armee, deren Ausführung er auf d«n 25. Februar bestimmte. Wir theilen dieselbe hier im Auszuge mit.

„Die Engländer rücken an der Emms so weit hinab, daß ihr rechter Flügel an Leerort, de» link« oberhalb L in gen, gegenüber von Em msbür e n, zu stehen kömmt. Ihre Vorposten besetzen Nordhorn und Nienhuys, dann die Zugänge des Bourtanger Mooses bis an den Meerbusen Dollert. Die englischen Garden kommen nach Vppenbüren und Osnabrück."

„Die Hannoveraner und Hessen tantoni» ren zwischen der Grafschaft Lingen und der Gegend von Greven (Treffen),im Münsterlande an der Emms gelegen. Sie besetzen mit ihren Vorposten die Linie von Epe, Mettelen, Gronau, bis Bentheim, welches befestigtwerden soll. In der Stadt Münster bleiben 2 Bataillons."

„Den gesammten Truppen sind drei Sammel» platz e angewiesen: bei Leerort, am rechten Ufer der Emms, für i3 Bataillons, iH Eskadrons Engländer (55oo Mann Infanterie, i^uo Reicer); — beiLingen für »2 Bataillons, »4 Eskadrons Engländer (ungefähr eben so stark als die erste Abtheilung). Die Vorposten dieser beiden Korps werden mit 6oo Mann leichler Infanterie, und i5c>a Husaren, durchaus Engländern, besetzt. — Der dritte Sammelplatz bei Rheine für »6 Bataillons, 16 Eskadrons Hannoveraner,

— «Bataillons, 17 Eskadrons Hessen-Kasseler,

— 5 Bataillons, 4 Eskadrons Hessen-Darmstäd» ter, und die im Anmarsch befindlichen 3 Bataillons, 1 Eskadron Braunschweiger (zusammen Uouu Mann Infanterie, 2700 Reiter). Der vorwärts Rheine liegende Posten Bentheim muß gegen einen feindlichen Angriff so lange als möglich vertheidigt werden, bis di« Hannoveraner und Kaiserlichen zur Hilfe anlangen."

„Die Kaiserlichen ziehen, bei einem feindlichen Angriff, ii bis 12 Bataillons und eben so viele Eskadrons bei Coesfeld zusammen."

„Der untere Theil der Emms kann, da alle Zugänge durch Forts gedeckt sind, leicht von den Vorposten vertheidigt werden.— Sollte der Feind, trotz der kräftigsten Vertheidigung, bis an und über die Emms dringen, so muß er von dem dießseitigen Ufer sogleich, mit Aufbietung aller Mittel, wieder vertrieben werden." —

Der Heffische GL. Dallwigk erhielt, in seine!« Hauptquartier zu Münster, eine vom Gen. d. Kav. Graf Wallmoden aus Osnabrück am 21. Februar erlassene Disposizion, wodurch ihm das Kommando aller deutschen Truppen übertragen wurde, welche im Centrum der alliirien Armee auf der ersten Linie stände». Nach der neuen Dislokation befanden sich damals die Generale Scheit her in Mettelen, Riedesel in Bentheim, Wurmb in Rheine und Du ring in Greven, und diese wurden unter GL. Dallwigks Befehle gestellt. Sobald das braunschweigische Korps eintraf, sollte dasselbe die hessischen Truppen, welche unter Gen. Scheilher auf den Vorposten, oder auf der ersten Linie zu Steinfurth, Ochcrup, Langenhorst gestanden, ablösen. Von diesen Hessen sollten sodann 2 Eskadrons auf Vorposten an der Dinkel nach Gildehaus, 2 Bataillons nach Bentheim, 2 Bataillons nach Schuttorp und Salzbergen kommen, und wurden an Gen. Riedesels Befehle gewiesen. — GL. Dallwigk gab i Bataillon nach Neuenkirchen, » nach Rheine, und verlegte , seine übrige Infanterie nach Hopsten, Recke, Mettlingen, Westkappeln, und Tetlenburg; nach welcher letzterer Stadt sein eigenes Hauptquartier angetragen

war. Seine übrige Reiterei bezog in der Grafschaft Teklenburg ausgedehntere Kantonnirungen. — Gen. Riedesel sollte Bentheim, und die von dort nach Rheine führende Straße vertheidigen. Gen. Wurmb, mit allen in und um Rheine stehenden hessischen und hannoverischen Truppe»/ war zunächst zu dessen Unterstützung gegen einen feindlichen Angriff bestimmt. Aber auch GL. Dallwigk sollte dießfalls seine in der Grafschaft Teklenburg liegenden Truppen in der Gegend von Herstle, zwischen Vppenbüren und Rheine, sammeln, und dann die Truppen bei Bentheim unterstützen. — Jene Truppen, welche in Folge dieser Disposizion andere Kantonnirungen oder Posten beziehen sollten, erhielten am 23. ihre Marschrouten, setzten sich, nach Bedarf, in den nächsten Tagen in Bewegung, und erreichten die ihnen angewiesenen Punkte am 27. und 28. Februar. —

Der FZM. Baron Alvintzy hatte sich am »6. Februar, zur Herstellung seiner durch die Beschwerlichkeiten des Winterfeldzuges geschwächten Gesundheit, nach dem Gesundbrunnen zu Mayenberg, im Fürstenthume Lippe - Detmold, begeben. FML. Baron Brugglach führte nun das Kommando des ostreichischen Auriliarkorps. Dieser General meldete am 22. Februar, aus seinem Hauptquartiere Dorsten, dem FZM. GrafCler, fayt, „daß der Feind an der Vssel durchgehends sehr schwach sey, und daß seine Vorposten auf allen Punkten von den kaiserlichen bei einer Stunde weit entfernt wären. Die größte Stärke der Franzosen, — angeblich 2a,ooo Mann, — sey bei Arnheim konzentrirt. Auf der Vorpostenkette sey die letzte Zeit Alles ruhig geblieben." — Aus Hamm empfing FML. Brugglach

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ein vom 25. Februar datirtes Schreiben des preußischen Majors Franken vom Generalstabe, der ihm anzeigte daß er den Auftrag habe, für die im Anmarsch begriffenen preußischen Truppen Kantonnirungen zu beiden Seiten derLippe, zwischen Lüh n en undCam en, auszusuchen, in welchen sich dieselben von den beschwerlichen Märschen und bösen Wegen einig« Zeit ausruhen könnten. -»

Der Gen. d. Kav. Graf Wallmoden forderte da» mols, daß von dem rechten Flügel des k. k. Aunliarkorps ein beträchtlicher Theil über die Emms, nach der Grafschaft Teklen bürg, rückensolle, um dort mit den Hannoveranern ein bedeutendes Korps zu bilden. Brugglach erklärte jedoch am 26. Februar, „daß der Feind so eben durch starke Kolonnen den linken Flügel des Auriliarkorps bedrohe, und daß folglich eine Trennung desselben durch die Emms nicht gewagt weiden dürfe, Auch könne diese Entsendung schon darum nicht statt haben, weil die heranziehenden Preußen die Bestim» mung hätten, sich zwischen der englischen kombinirten Armee und dem k. k. Auxiliarkorps aufzustellen." ^Indeß ordnete FML.Brngglach dennoch an, daß FML, Baron Werneck sogleich 12 Bataillons, 2o Eskadrons in der Gegend von Coesfeld und Münster, g,» gen Bentheim und Rheine, zusammenziehen solle. Am 27. Februar war diese Bewegung bereits ausgeführt, und die Truppen hatten folgende Stellungen inne:

Ins, Reg. Dalton 2 Bat

(zur Brigade des GM.
Finke)
Stuart . . . . i ,,

zu Münster

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