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4) Übtrsicht der Befestig« ngs ku n st. Als Leitfa

den zur Ausarbeitung von Heften, und zur<Ersparung aller Diktate in Vorträgen. Nach der Befestigung«» kunst für alle Waffen, bearbeitet von Louis Blesson. Erstes Heft. Feldbefestigung. Berlin 1827. In der Schlesingerischen Buchhaltung. In Oktav. ?3 Seiten.

Dieses Werkchen liefert «inen, zum Theil nur mit Schlagwörtern angedeuteten Auszug aus dem vorgehenden. Demselben ist.auf Seiten 1—22 eine Übersicht der Inge» nleur - Wissenschaft, und der Eigenschaften und Kenntnisse, die zu ihrer Ausführuug nöthig sind, — als Einleitung vorausgeschickt.

5) Große Befestig u u'gsku n st für alle Waffen.

Von Louis Blesson. Erste Abtheilung. — Vorträge, gehalten auf der königlich preußischen allgemeine» Kriegsschule. — Mit sechs Kupfertafeln. — Berlin, in der Schlesingerischen Buchhandlung, i83o. — In Oktav. 488 Seiten. — Mit lateinischen Lettern. — (Mit einem besonderen Titel, der dieses Buch als den zweiten Band der Befestigungskunst für alle Waffen bezeichnet.)

Der Herr Verfasser sagt in der Vorrede, „die von allen gewöhnlichen ganz abweichende Eiutheilung des nachfolgenden Vortrages wird vielleicht mehr noch als der Inhalt befremden, den Mancher kaum für eine Lehre der Ve» festigungskunst wird gelten lasftn wollen. Sie ist das Resultat einer mehr als zehnjährigen Erfahrung im Lchramte, verbunden mit einem ununterbrochenen Studio aller be« kannten Lehrarten, und mit dem ernsten Streben: nach den Leistungen meiner Zuhsrer allein die Klarheit der angenommenen Methode zu beurtheilen. So sind die eigen» thümliche Ordnung, die scheinbaren Wiederholungen, und das Verweilen aufweist unbedeutend erachteten Gegenständen allmählich und durch die Sache selbst entstanden. — Wissen sollten meine Zuhörer nicht, sonden, können; Und erst als «s wir gelungen war, diesen Gang auszumitteln, haben die erzielten Resultate meine kühnsten Erwartungen übertroffen." —

Der vorliegende Band beginnt mit einer Einleitung, welche die allgemeinen Ansichten über die Vefestigungtzkunst entwickelt.— Der in diesem Bande ausgeführt^ erste Absch n i ttverbreitetsichüber dieB efestigungsmittel, und enthält folgende Kapitel: >) Geschichtliche Entwicklung; — l) Beleuchtung der verschiedenen anfge» stellten Grundsätze. — 2) Die Entwickelung der Haupt: grundsätze; — 4) Allgemeine Entwickelung der Mittel, den Hauptgrundsätzen zu genügen; — 5) Beschreibung der verschiedenen gebräuchlichen Werke.

In einer N o ch s ch r i f t sagt der Herr Verfasser, daß die zweite Abtheilung dieses von den Befestigt! ngsm itt ein handelnden Bandes der großen Befestigung, der den zweiten Band der Vefcstigu„gs» kunst für alle Waffen bildet, — folgende Gegenstände enthalten wird: Als Fortsetzung des ersten Abschnittes, die Kapitel: 6) Verstärkungen; — 7) Komunikazionen z — 8) Ausführung der Arbeiten; — dann der zweite Abschnitt: Anwendung der Befestigungsmittel in sechs, und den dritten Abschnitt: Belebung der Befestigungen, ebenfalls in sechs Kapiteln. — Der Herr Verfasser fügt jedoch hinzu, daß er vor dieser zweiten Abtheilung des zweiten Bandes, früher noch den dritten Band des ganzen Werkes: über Angriff und Vertheidigung, dem Drucke übergebe; um dadurch in voraus zu entwickeln, was die Grundlage aller Details der Ausführung machen müsse, nämlich: die Grundsätze der Anwendung, und die Erfahrungen, nach welchen der Angreifende die Zerstörung der Befestig« ngs mitt e l bewirken könne. —

6) Die Lehr« vom graphischen Defilement. Von L. Blessen. — Mit 1» Kupfertafeln. — Berlin ,628. In der Schlesingerischen Buchhandlung. — > In Oktav; 67 Seiten.

Der Herr Verfasser sagt in seinem Vorworte, daß die Lehre vom graphischen Defilement in Deutschland wenig bekannt sey, und er daher die Lehre desselben in diesem Entwürfe vorgetragen habe. Der theoretische Theil stellt die Begriffe mit möglichster Klarheit auf. Der anwendende Theil zerfällt in mehrere Abschnitte. In ») Allgemein §. 20 wird gesagt: die Aufgabe des Defilements besteht darin, die Höhe der deckenden Massen so zu bestimmen» daß sie alle Schusse auffangen, welche in gerader Richtung von außen auf den innern Raum de« Werkes abgefeuert würden. — l>) Defilirung eines offenen Werkes gegen vorliegende Höhen. — c) Defilirung eines geschlossenen Werkes; — cl) Defilirung auf einem geneigten Terrän; — e) Kompliziruug der Defilements mehrerer Werte; — t) Traversen und Vonnets. 7) Bildung und Führung einer Infanterie» Kompagnie, mit Bezugnahme auf das preußische Infanterie-Reglement. — Handbuch für Ossi» ziere. — Verlin 1828. In der Schlesingerischen Buchhandlung. — In Oktav; 20c» Seiten. Dieses sehr zweckmäßig zusammengestellte Werkchen beginnt mit der Darstellung der nöthigen Eigenschaften eines Kompagniechefs und seiner Pflichten, erörtert dann die Pflichten aller Offizier-und Unteroffizier» Chargen in Bezug des Kompagniedienstes im Frieden. Eigene Artikel sind der Behandlung der Untergebenen, mit Nerücksichti-. gung der Sorge für das Wohl derselben, — den Aufmunterungen und Bestrafungen, den Mitteln zur Erhal» tung der Disziplin, der Aufsicht über Armatur- und Be» Neidungsgegenstände, — dem Kompagnie-Kassewesen, :c. gewidmet'. Dann folgt die moralische und theoretische Ausbildung der Kompagnie; — die Ausbildung in rein militärischer Beziehung; das Exerzieren und die taktischen Übu». gen; die Märsche; das Tirailliren und Schwärmen; der Felddienst; Garnisonsdienst; die Schießübungen, gymnastische Übungen. — Den Beschluß macht der Abschnitt von den Pflichten des Kompagniechefs im Kriege,

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8) Atlas von Europa in 220 lithographirten Blättern, mit roth eingedruckten Straßen, Ortspostzionen und Grenzen. Entworfen im Maßstabe von '/»„,»,» der natürlichen Grüße, nach der im französischen Kriegs» devot angenommenen Projekzion von Flamsteed, von I. H. Weiß, königl. französischem Ingenieur-Oberstlieutenant. Bearbeitet auf der Grundlage der von demselben gemachte» astronomische» und trigonometrischen Ortsbestimmungen, und den besten Hilfsmitteln zum Theil offizieller Mittheilungen, von I. E. Wörl. In Stein gestochen unter der Leitung des Letzteren. Subskripzionspreis Z Thaler sachsisch für die Lieferung von 4 Blättern.

Dieses großartige Unternehmen beabsichtiget, einen vollständigen, zusammenhangenden, in gleicher Projekzion und im gleichen Maßstabe ausgeführten Atlas von ganz Europa, nach dem reichen literarischen Nachlasse des königlich französischen Oberstlieutenants Weiß von Herrn Wörl entworfen, und »ach den besten Materialien ver voll ständiget, zu liefern. Derselbe soll in 220 an einander stoßende» Setzionen bestehen. Bereits liegen uns, außer dem Skelette oder »er Übersichtskarte des Atlasses, die fünfzehn Blätter Nantes, Orle an s, Nouen, Dijon, Toulouse, La Rochelle, Li« mogeö, Korsica, Paris, Eherbourg, Moni» 'pellier, Geneve (Savoyen), — Oldenburg und Bremen, — Vorn Holm und Christian stadt, — und Stettin vor, und erfüllen durch Gleichheit des Sty» les, Deutlichkeit der Zeichnung, Ausdruck der Terrändar» stellung, Reinheit des Steinstiches, und Richtigkeit der gan. zen topographischen Abbildung jener Landstrecken, die hochgespannten Erwartungen vollkommen.So wie diese fünfzehn Blätter ein Beweis sind, daß hier die Wissenschaft im Entwerfen, die Kunst im Ausführen das Möglichste geleistet hat; so ist zu hoffen, daß die Unternehmer auch über solch« Länder, von welchen bisher »och gar keine brauchbaren Karten öffentlich bekannt waren, sich gute Materialien ver

schaffen werden; damit diese« herrliche Werk im gleichen Geiste, wie es begonnen, auch,»ollendet werde. —

Jede Lieferung enthält 4 Blätter, auf sehr schö» nem Velinpapier, und kostet dre i Th al er sä ch si sch. Das Blatt hat im inneren Rande beinahe 17 Pariser Zoll Länge, lä Höhe, wodurch da« auf einem Blatte darge» stellte Landquadrat eine Länge von etwas mehr als 3», und die Höhe von etwas über 25 geographischen Meilen, —also einen Flächeninhalt von beinahe 798 solchen Quadratmei» len begreift.'''' ',:,,.,. .,

So wie die ausführlich« Ankündigung es bekannt ge« macht, werden auch die, einen einzelnen Staat begreifenden, Atlasse besonders und einzeln hiudongegeben. Unter diesenSpeziol-Atlaffen begreift der von Frankreich, welcher zunächst vollendet werden dürfte, 25 Sekzione«.

Es ist zu erwarten, daß diese Unternehmung die all» gemeinste Unterstützung finden wird. Der übereinstimmende Beifall aller Sachkenner, die gewichtigen Urtheile der vorzüglichsten literarischen Blätter, weise» dieser Karte den hohen Standpunkt an, welchen sie durch ihre Vollendung ganz gewiß einnehmen wird. Es gereicht Deutschland zum Ruhme, ein solches Riesenwerk begonnen zu haben. Noch höher wird derselbe steigen, wenn es durch allgemeine zahlreiche Unterstützung dein Verleger Herder möglich gemacht wird, dasselbe in kurzen Fristen fortzusetzen, und derVol» lendung entgegen zu führen. Herr Herder hat durch diese Unternehmung einen erfreulichen Beweis der außerordentlichen Fortschritte seines Inthograßhischen Instituts geliefert. Auch haben seine Leistungen allgemein die verdiente Anerkennunq gefunden, und mehrere Monarchen haben durch Überschickung von goldenen Medaillen und Dosen, Vril» lantringen, und andern Zeichen gnädigster Hulb Herrn Herder in seinem ehrenvollen und gemeionützigen Streben ermuntert. — Auf solche Zeugnisse gestützt, und nach un° serer eigenen Überzeugung von dem hohen wissenschaftlichen und Kunstwerth« der bisher erschienenen Lieferungen diese» üstr. müit. geitlch, l83i.III. 55

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