Abbildungen der Seite
PDF

täglich eine Strecke zurückgingen, sich dann immer wie» der in einer die Hauptt.uppe schützenden Postenkette aufstellten. So standen dann nach der ersten Bewegung am H. Februar der Oberst Auffenberg von Bortelo bis Ruerlo, — Oberst Elsnitz von Zelhem über D eu tekom bis Keppel. Oberst Gotiesheim zog sich zwischen der alten Vssel und dem alten Rheine zurück, und dehnte sich rechts gegen DoesbUrg. Das Hauptquartier kam nach Bochholt. — Am zweiten Marschtage stellten sich Auffenberg von Enschede bis Grol (Groenlo), Elsnitz von Anhalt bis Lichtenvoord e; Gottesheim ging zurück über Bredevoort nach Vreden und Stadt Lohn. Der Oberst d'Aspre brach von Emmerich auf, und zog eine neue Postenkette von Rees bis Anholt. Das Hauptquartier blieb in Bocholt. — Diese Kette wurde in den nächsten Tagen beibehalten. Das Hauptquartier ging am 6. nach Dorsten. Die meisten Truppen erreichten ihre neuen Stazionen. Am 7. Februar hatten die Generale des rechten Flügels folgende Quartiere bezogen, in welchen und in deren Umgegend dann auch ihre Truppen tantonirten: Der FM3. Baron Werneck, Komman« dant des rechten Flügels, zu Lembeck (im Kreise Ahaus), —GM.Petraschin Ahaus, Finkein Coes. feld, Riese in Borkem, Boros in Groß-Burlo, Daoidovich in Ringelberg, Welsch in Halteren, Sport in Retlinghausen. Als das k. k. Auxiliarlorps die neue Stellung ganz eingenommen hatte, lehnt« sich dessen rechter Flügel an Münster, der linke an Wesel. Die Vorposten blieben gegen die hollän« dische Grenze vorgeschoben, und hielten di» Lini<

von Ölte» stein, über Vreden, Sladt Lohn, B« cholt, Anholc, aufRees. —

Die Franzosen hatten den Abmarsch von der Vssel nicht beunruhigt. Die Divisionen Macdonald und Mo reau rückten erst am H. und 5. Februar an diesen Flusi vor, und stellten sich, die Erste auf der Linie von Campen über Zwoll bisDeoenter, — die Letz» lere von hier bis Zütphen auf. Die Division Vandämme von dem linken Flügel der Sambre und MaasArmee wurde zur Verstärkung der Nordarmee bestimmt, ging über die Waal, rückte am 6. und 7. Februar von Arnheim gegen die Vssel vor>und besetzte Do es bürg. Vandamme breitete seine Truppen an dem linken Ufer des Flusses, dann an dem drusischen Kanal und an je. nem von Panderen aus. Aber er überschritt die Vssel nicht eher, bis sich die kaiserlichen Vorposten ganz über Rees zurückgezogen hatten. Jetzt erst ließ dieser Gen. Emmerich besetzen, schob seine Vorposten bis Anholt vor, und schickte Patrullen bis Bocholt, welches die kaiserlichen Vortruppen nun ebenfalls rnumten. — Auf dem linken Flügel der Franzosen, von den Divisionen Macdonald und Moreau, überschritten am 7., 6. und 9. starke Abteilungen, die von 100 bis i5<i<> Mann zahlten, die Vssel, und streiften gegen Ommen, Nyssen, Goor. Die Landleute jener Gegend der hollandischen Provinz Ober-Vssel hatten durchgehends die Waffen ergriffen, und beunruhigten, wohl verborgen in Schlupfwinkeln, die ihnen das durchschnittene Terrän bot, die Patrullen und Pikels der Alliirten unaufhörlich mit Flintenschüssen. —

Am 6. Februar rückten von der Brigade Reynier, aus Zütphen » Bataillon Grenadiere, 2 Eskadron? Chasseurs, begleitet von einigen hundert bewaffneten Bürgern und Bauern, über Goor und Ryssen vor, um bei dem großen Zwischenräume, welcher die beiden Heere trennte, die Stellungen der Alliirten zu rekog» nosziren. Am 7. kam dieft Abtheilung auf Almelo und Hardenberg. Die Engländer verließen nun ihr« dortigen Vorposten, und räumten auch die Festung Coevorden, welche die einzige Deckung der Mitte der Vorpostenlinie war. Durch den Besitz dieser Fe» stung wurde nämlich der Feind Meister der Dinkel und Vechte, und diese beiden Flüsse boten nun den AUiir« ten keine Verteidigungslinie mehr. Die Vorposten mußten sich in dieser Gegend bis Nienhuys und Velthuys zurückziehen. — Am 6. Februar räum» len die Franzosen Amelo und die übrigen offenen Orte, welche sie besetzt hatten, wieder. Nur in Coevorden ließen sie eine hinreichende Besatzung. Die englischen Husaren eilten vor, um jene Orte wieder zu besetzen. Aber in der Zwischenzeit hatte sich bereits der ganz« Landstrich revoluzionirt und bewaffnet, und die Husa» ren, überall mit Flintenschüssen empfangen, mußten zurückgehen. Die Pikete wurden also inOttmarsum und Oldensaal, die Unterstützungsposten näher ge« gen Bentheim, aufgestellt, wo GL. Abercromby sein Quartier genommen hatte. —

Die uerbündete Armee hatte nunmehr Holland verlass»n und stand auf deutschem Boden. Der Zweck dieses Aufsatzes, den Winterfeldzug in Holland 1794 — »795 zu schildern, ist hiermit erreicht. In der Aufstellung, welche diese alliirten Korps mmmehr in Deutschland genommen, sollten sie den Feind, wenn er aus Holland, von der Vssel und dem Niederrheine, nach Westphalen vordringen wollte, er? warten und zurückschlagen. Es werden daher noch die Gefecht« kurz erwähnt werden, welche die Alliirten in diesen Stellungen wirtlich de» Franzosen lieferten; bis durch Besetzung der Demarkazionslinie an der Lippe und Emms, mit preußischen Truppen, die Alliirten hier von ihren Feinden geschieden wurden. Die englische tombinirte Armee, so wie das k. k. Au.riliarkorps, wurden sodann aufgelöst, und zogen einzeln ihrer verschiedenen neuen Bestimmung zu. -^

- , (D«s Schluß f°!gt,,

[ocr errors]

IV.

Literatur.

i)Militär-Handbuch des Königreiches Baier». i85>. — München; im Verlage des Hauptkonserva» toiiums der Armee. — Groß-Oktav. Auf Velinpapier. ,96 Seiten. — Preis 1 fi. 42 kr. 3t. CM.

»dieses Buch beginnt mit der Genealogie de« königlichen baierischen Hauses. — Dann folgt der Kriegsstaat, und zwar zuerst ,'.'.,::

dos Kriegs Ministerium. Diesem, so wie allen folgenden Abteilungen des Heeres geht eine kurze chronolo« gische Übersicht, von der Errichtung bis auf gegenwärtig« Zeit voraus. Hier beginnt dieselbe mit der Einsetzung eines Kriegs- «der Defensions-Ralhes am 3. Juni 1619. Die Stelle «ine« dirigirenden Ministers des Krieges bekleidet seit 25. August 182g der Generalmajor Georg von Wein» rich. — Nun folgen der Kriegsroth in seiner Zusammensetzung in der Regel, und in konkreten Fällen, — und die sechs Ministerial-Sekzionen. ," .' ,-^! .,

Die Generalität. Hier werden zuerst ihre Uniform und Unterscheidungszeichen angegeben. Dann folgt das Verzeichniß der Generalität. Sie besteht aus 1 Feldmarschall: Seiner Durchlaucht dem Fürsten Karl Philipp von Wrede; 4 Generalen, i3 Generallieutenants, 21 Generalmajors, — und in den karakterisirten Generalen im aktiven Dienste, die » Generallieutenant und 8 Generalmajor« zählen.

Die 4 General, und 7 Flügel-Adjutanten de« Königs, und 2 Adjutanten Seiner königlichen Hoheit de« Prinzen Karl von Vaiern.

D« militärische Max . Joseph« » Orden.

« ZurückWeiter »