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und erbeuteten, außer den Kanonen der Forts, drei Zeltgeschütze, zwei Mumzionstarren, und vieles Gepäck«. — Da keine Brücke über die Emms bei Lee r vorhanden war, so mußte Lord Cathcart sich links, über die Bourtanger Schanze und den dortigen großen l.'.orast, hinauf bis Meppen ziehen. Hier überschritt er die Emms am 4> März, und zog dann an ihrem rech» ten Ufer wieder herab auf Emden; um diesen für die englischen Truppen so wichtigen Einschiffungsplatz zu sichern. Macdonald stellte seine Vorposten am linken Ufer der unteren Emms auf, und ließ dem Hauptüber« gongspunkie Leer gegenüber eine Batterie anlegen.—

. Während die alliinen Truppen des Centrums, — nämlich die den linken Flügel der englischen kombi« nirten Armee bildenden Deutschen, — mit der Ausführung der oben angezeigten Bewegungen in die neue Dislolazion beschäftigt waren, rückten die Franzosen auch immer näher gegen die Grafschaft Bentheim. Der Besitz der Festung Coevorden gab denselben Gelegen« heit, die simmtlichen alliirten Truppen zwischen der Dinkel und Rechte in den Rücken zu nehmen. Sie schienen sich jedoch Anfangs noch mit der Verdrängung der Alliirien aus dem letzten Streif des holländischen Gebietes zu begnügen. Starke Abteilungen rückten am 19. in Grol, am 22. in G 0 0 r und B 0 rtelo, am 23. zu Del den, Henge! 0, Twikelo, Karlshaven und Borne ein. Am 24. drangen sie, von Coevorden aus, längs der Vechte hinauf, und warfen die Emigranlentorps au« den Posten Nienhuys und Velthuys, mit einem Verluste von i5o Mann, bis Nord hörn zurück. Doch räumten die Franzosen in der nächsten Nacht diese Ortschaften wie

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der, und dieselben wurden von dem englischen Korps des Gen. Abercromby mit schwachen Posten besetzt.

— Am 25. Februar ließ der damals noch zu Mettel en stehende Gen. Scheither den Feind durch eini ge, über Enschede vorgeschickte, Eskadrons rekognosziren. Gleich darauf erhielt er von GL. Dallwigk de» Befehl, durch eine starte Demonstration auf Hengelo,

— welche der Gen. Wurmb, von Emmsdetten aus, »öthigen Falls unterstützen würde, — die Absichten des Feindes zu vereiteln.

Am 26. Februar versammelte Ge». Scheither bei Gronau 4 Bataillons, 6 Kompagnien und 5 Eskadrons. Er befahl, daß von diesen Truppen 6 Kompagnien , ^ Eskadrons, mit 2 Kanonen, Hengelo umgehen sollten; indeß der Nest der Brigade bei Gronau den Erfolg der Unternehmung abwartete, den Rückzug der vorgeschobenen Kolonne sicherte, und die Stellung selbst deckte. — Von dem rechts stehenden Korps des GL. Abercromby sollten 200 Husaren über Oldensaal, rechter Hand von Hengelo, vorgehen, — von den links stehenden Vorposten de« kaiserlichen Obersten Iellachich eine Kompagnie Scharfschützen Epe und Altstädte besehen; Zoo Reiter soll, ten, über Horbergen, Delden bedrohen. — Die Unternehmung scheiterte, größtentheils an den durch den langwierigen Regen ganz verderbten Straßen. Kaum eine halbe Stunde Wegs wav Gen. Scheither über Enschede vorgerückt, als er sein Fußvolk nicht mehr fortbringen konnte. Mit der nicht 200 Mann starken Reiterei allein griff er Hengelo, — das von 800 Mann französischen Fußvolks und 1 Eskadron, mit 2 Kanonen besetzt, mit einem Verhaue umgeben, und

durch die in Delden, Goor undAlmelo liegenden zahl« reichen Truppen der schnellen Unterstützung gewiß war,

— vergeblich an. Abercromby erschien zwar mit seinen 2«o Husaren rechts von Hengelo, weigerte sich aber, weil Gen. Scheither seine Infanterie nicht mit vorgebracht hatte, zu einem Angriff mitzuwirken, der ihm, mit Reiterei allein, ganz unausführbar erschien.

— Die kaiserliche Abtheilung fand auch Haxbergen vom Feinde sehr stark besetzt, und wurde durch die grundlosen Wege und ausgedehnten Moräste der Gegend im Vorrücken gehindert. — Nach einem wenig bedeutenden Scharmützel zogen sich die scimmtlichen Truppen wieder in ihre Quartiere zurück. —

Am 27. Februar hatte Gen. Riedesel sein Quartier in Benthein, genommen, und mit sei« nen Braunschweigern die Vorpostenlinie hinter der Dinkel, vonDennekam bis Losser besetzt. GL. Abercr 0 mby zog sich nun mildem größtenTheil seiner Division weiter rechts in die Gegend von Line gen. Sein linker Flügel aber hielt Nordhörn und einige andere Orte an der Vechte besetzt, und seine Vorpostenlinie stieß über Velthuys und Nienhuys an jene der Braunschweiger. — Auch die H ann overa« ner und Hessen bezogen in diesen Tagen ihre neuen Posten und Quartiere. Das Hauptquartier des Gl?. Baron Dallwig k wurde zwar am 27. Februar von Münster nach TeklenburZg übersetzt. Dieser General hielt sich jedoch für seine Person, seit der Feind sich seinen Posten genaht hatte, in Rheine auf. Das Korps, mit welchem er die Emms vertheidigen sollte, bestand aus fünf Brigaden. Von diesen bildeten die braunschweig-hessische des GM. Riedesel, und die

""" 2c>o "»" hannoverische des GM. Scheit her die vorderste Linie in Schuliorp, Gildehaus, Bentheim, Ochtrupp, Gronau, Epe, Sleinfurt, Mettelen, Leer, Laar, Alst, Horstmar, u. a. O. m. Aber ein Befehl des Gen. d. Kav. Graf Wallmoden vom i März rief von der Brigade Scheither 2 Infanterie-Regimenter und i Eskadron Hannoveraner zu einer andern Bestimmung ab. Dieser General sah sich dadurch veranlaßt, die letztgenannten vier Ortschaften zu räumen, und den Rest seiner Brigade in Ochtrupp, Gronau und Epe zusammenzuziehen. Die Kaiserlichen rückten nun mit ihren Vorposten rechts nach Mettelen, Horstmar, Schöppingen und Laar. Aber Nienborg und Heck blieben von den beiderseitigen Truppen unbesetzt, und dadurch ergab sich eine bedeutende Lücke in der alliirten Postenlinie. — .Die hessische Brigade Wurmb stand als erste Linie d er Unterstützungen in Rheine, Nientirchen, Nordwolde, Wettelingen, Emsdetten, —die hessische Brigade Ha nstein als zweite Unterstützungslinie in Hopsten, Tetlenburg, Lengerich, u. s. w., — und die Reiterbrigade des Gen. Schmidt breitete sich hinter derselben in den Kantonnirungen von den Quellen der Hunte und Emms bis gegen die Lippe, über Hunteburg, Nenne, Oster-Kapellen, Wallenhorst, Bevergen, Greffen, u. s. w. aus.

Gen. Riedesel wurde durch die Disposition vom 2. März angewiesen, die Grafschaft Ben theim, und be/onders die Straße auf Rheine, zu decken. Im Falle der Rückzug nicht langer zu vermeiden wäre, sollte er sich hinter der Vechle, bei Ohne, aufstellen, später an die Emms, nach Rheine zu, retiriren. Ge». Scheither sollte der Brigade Riedesel die linke Flanke decken; — im Falle aber diese sich zurückzog, sollte er hinter die Aa, nach We tteringe n retiriren. Gen. Wurmb sollte diese beiden Brigaden in ihrem Rückzuge aufnehmen, deren Flanken sichern, sie in der Ver» theidigung der Brücke bei Rheine unterstützen. Dieser Übergang war für die Alliieren um so wichtiger, da das Eis. gleich nachdem Abercromby die Emmi bei Lingen überschritten, die dortige Brücke hinweggerifsen hatte. Die Brücke bei Rheine boc also den nächsten Rückzugsweg für die vorwärts an der Dinkel stehenden Truppen, und wäre der Feind denselben dort zuvorge» kommen, so mußten die Truppen sich links hinauf, bis Münster ziehen. Daher wurde der Gen. Wurmb auch beauftragt, jene Brücke verschanzen, zu lassen. — Die Brigade Hannstein und das Reiterkorps des Gen. Schmidt hatten sich, sobald denselben die Kunde zukam, daß die Brigaden Riedesel und Scheither vom Feinde zurückgedrängt würden, auf ihren Allarmplätzen zu sammeln, aber zur Vorrückung gegen Rheine die weiteren Befehle abzuwarten; da dieselbe in Übereinstimmung mit der Bewegung des Werneckischen Korps geschehen mußte. Dieses Korps wurde bestimmt, in jenem Fall« des Rückzuges der vordersten Linie, auf dem linken Ufer der Emms, von Münster aus, gegen Peniheim und Rheine in des Feindes rechte Flanke vorzurücken, und dadurch denselben in der Verfolgung aufzuhalten. —

Der Gen. d. Kao. Graf Wallmoden entwickelte in zweien, am 2. und 3. März aus Osnabrück, an FML. Baron Werneck erlassenen Schreiben seine Aosichie» über die Lage der englischen kombinirten Armee. Er berührte zuerst den Rückzug des Lord Cathcart

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