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13 die weiße Fabne wechselweise weben und wies der berabgerissen werden. Überläufer sagten aus, daß die Beratung und Bürgerschaft in Parteien zers rissen, und hödst uneinig regen. Es wurde in einer Zusdrift dem Kommandanten sein ganzes Benebmen, und seine Zukunft aus einander gefegt, und ihm zugleich die Kapitulationspunkte, welche allein angenommen werden würden, zur Bermeidung weite wendiger Unterhandlungen, vorgezeichnet. Der Kommandant bat um Waffenrube , -Unter dem Vors wande, das Fest Ludwigs XVIII, zu feiern. Sie wurde ihm bis zum 26. Morgens zugestanden, inc dem man die Hoffnung äußerte, daß er bis zu dies fer Zeit die vorgeschriebenen Punkte unterzeichnen würde. Gegen Abend wurde das Feuer eingestellt, 'die Arbeiten aber mit verdoppelter Kraft fortgefegt. Udte Nadt. Der Batterienbau auf dem linken Ufer

begann; die Gemeinschaften binter denselben wurden

eröffnet, und die Parallele fascinirt. Um 25. Der Batteriebau rückte sehr weit vor. Der

Kronprinz von Østreid besuchte die Belagerungs

Arbeiten. Neunte Nacht. Der Batteriebau näherte fit der Voll

endung. Vier Batterien wurden ganz fertig, und das Geschüß eingeführt. Uud hatte man die Ges wißheit, mit der ganzen übrigen Arbeit bis zum 2bend des 26. fertig zu werden. - Der Kommandant

verlangte zu kapituliren. am 26. Um gebn Uhr frübe erschienen von Seite der

Besaßung der Major Mecusson vom Geniekorps und Hauptmann Sdneiter von der Artillerie afs Bevollmächtigte in Bourglibre. Von dem Belages wungskorps waren die Generale Graf Morzin, Cale

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lenbad und Stockmayer dahin beordert. Bis zum Abend war die Kapitulation abgeschlossen und ausgewechselt. Auch verfügten sich sogleich Kommiffáre zur ordnungsmäßigen Übergabe in die Festung. In fole ge der eingegangenen Kapitulationspunkte wurde der Plaß mit allen Kriegs- und Mundvorråthen Sr. Maj. dem Kaiser von Ostreid übergeben. Die Bes faßung sollte ausziehen, auf dem Glacis die Waffen ftrecken, die Linien - Truppen hinter die Loire ges führt werden, und sich verpflichten, nicht mehr gegen die Alliirten zu dienen, die National. Garden aber

mit Påffen in ihre Heimath entlassen werden. am 28. um acht llør Morgens zog die Garnison aus

dem Elsaßers Thor aus, und stredte, Ein tausend neunbundert und fiebze 5 n Mann stark, die Waffen. Die Festung wurde von i Bataillon des Regiments Kolowrat beseßt, welches einstweilen dort als Beragung verblieb.

Un Gesdüz und Munition wurden vorgefunden 4 der 24 15 16

12pfündige franzöfische

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Kanonen. Zusammen

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40 Gribauvaüische

Lafetten

96StückGeschüles 34 gewöhnlige

Montirung 22 eiserne Boller: Soleifens porrátbig.

865 gefüllte Granaten

20,000 blinte Infanterie:

8

2in Munitions : Sorten.

elegram 28 gefüttel

Bomben 3047 leere

1

{ von Herschiedenem! !

Kaliber. 3771 leere 56,500 Kugeln. 1,036,300 scharfel

Patronen von ver. 3644 scarfel

Stuck

ishiedenem Kaliber. 2250 blindes 50,000 Sdilf Brandeln.

2800 Lichteln. 1,300,000 Flintensteine.

40 Centner Lunten. 850 Centner gutes

160 detto perdorbenes

Weder die Befagung, noch die Bürgerschaft, batten Mangel an Lebensmitteln empfunden. Erstere ges

noß noch immer volle Ragionen. Uuch wurden, trok oder bei Gelegenheit einer Übergabe gewöhnlichen Vers geudung solcher Gegenstände, noch beträchtliche Vorsäthe aller Art übergeben.

Späterhin wurden noch zwei eingegraben gewes fene metallene Sechzehnpfünder vorgefunden.

Der Artillerie der Belagerer gereicht es zur Ehre, daß sie aus Feldbatterien, gegen die Übermacht des mit bochwändigen Lafetten versehenen Festungsgeschüs kes kämpfend, den Feind so einschüchterte, daß ders

} Pulver.

felbe es nicht wagte, den Zeitpunkt abzuwarten, wo sämmtliches Belagerungs-Geschüß gegen ihn in Wire: samkeit bätte treten können.

Der Verlust der Belagerer betrug 4 verwundes te Offiziere, - n todte, 88 verwundete Unteroffis ziers und Gemeine.

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3 we i te r U o r d n it to

Begebenheiten der Jahre 1805 und 1806. Die Kämpfe, durch die ein gedrücktes Volt rich der Sinechtichaft zu entzieben, einen bepferen Zustand zu erringen strebt, bringen in ihren nädoften folgen übel bervor, gegen die jene, denen man sich zu entgieben sudyte, oft gering erfdeinen, und daber mitten im Erfolg, bei einem felbstsüchtigen Geschlecht, Uns muth und Mißvergnügen erzeugen, die Thatkraft erlabmen, und das künftige Geschlecht des Segens, der aus blutgedrängter Flur nur für dieses erblüben kann, berauben. Die Serbier hatten in der Sbat ibre Unabs bängigkeit errungen. Zwar erkannten sie noch die Ober: berrlichkeit des Sultans, die Gewalt des Parcha von Belgrad ; aber sie geborchten Ersterem , so weit sie wollten; und legterer hatte selbst in Belgrad keine Madt. Die moralisden Güter : Freiheit, Siderbeit, Selbstständigkeit, deren Genuß sie sich erkämpft bats ten ; waren, bei dem Grad ihrer Bildung, für sie von weit geringerem Werth, als die physischen, in Hino fidt deren ihr früherer Zustand, im Vergleich mit dem gegenwärtigen, weit vorzüglicer ersdien. Zwar jablter

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