Der Krieg in Norwegen 1814

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Schickhardt & Ebner, 1895 - 354 Seiten
 

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Seite 18 - ... beginnen. Die Kommissäre warnten den Prinzen, der König von Schweden habe seine hohen Verbündeten aufgefordert, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und dieAlliierten seien gewillt.ohneZögern die versprochene Kriegsmacht zur Verfügung Schwedens zu stellen. Christian Friedrich beantwortete die Depesche in abweisendem Tone. An der Spitze eines tapferen treuen Volkes, welches den Wert seiner Freiheit und Unabhängigkeit zu schätzen wisse, wolle er bis zum letzten Manne kämpfen. Auch verlange...
Seite 14 - ... sterben bereit war. Der furchtlose Freiheitssinn weigert sich selbst in den dunkelsten Stunden des Vaterlandes, durch Kompromisse gefesselt zu werden. Eine neue Zeit hatte den Norwegern Hoffnungen auf nationale Größe ins Ohr geraunt. Jetzt galt es zu überlegen, wie diese Freiheit zu schützen sei. Karl Johann war mit den verbündeten Souveränen übereingekommen, daß diese zunächst im Wege der Unterhandlungen den Prinzen zum Nachgeben bewegen sollten. Christian Friedrich hatte am 19. Mai...
Seite 3 - Die Nachricht vom Friedensschlusse kam am 24. Januar mit einem dänischen Kurier nach Christiania. Zwei Tage später las man in der Zeitung „Tiden" die „frohe Botschaft", daß zwar die Friedensbedingungen noch nicht bekannt seien, daß aber die Zeitung hoffe, die Bedingungen für Dänemarks und Norwegens Wohlfahrt würden nicht entehrend sein.28 Die Illusionen flohen aber bald dahin. Die neuen Gerüchte von den Verhandlungen gaben den norwegischen Patrioten einen Stich ins Herz. Gemäß Artikel...
Seite 16 - Stortings ganz undenkbar. Die norwegische Nation, so schrieb der Prinz, anerkenne die Befugnis des dänischen Königs nicht, Norwegen ohne weiteres mit voller Souveränität und vollem Eigentumsrecht an den König von Schweden abzutreten. Die Nation, nunmehr ihres Eides entbunden, wolle ihre Rechte geltend machen, was in ähnlichen Fällen wohl jedem Volke zustehe.
Seite 14 - Verbündeten" mit bestimmten Instruktionen versehen, nach Christiania, um die Bestimmungen des Kieler Traktats auszuführen." Nachdem sie dem Prinzen erklärt hatten, daß er sie nicht als Gesandte, welche 50. Y. Nielsen, Aktstykker, S. 9. 51. Mr. Augustus John...
Seite 14 - Norwegen war fremden Gewalthabern zur Beute gefallen!" Christian Friedrich antwortete, bevor er sich in einem so ernsten Falle entschließen könne, müsse er sich erst mit dem Storting beraten; doch sei in einem so kurzen Zeitraum Wahl und Zusammentreten des Stortings ganz undenkbar.
Seite 5 - ... hatte am 19. Mai feierlich geschworen, jeden Teil des norwegischen Reiches zu beschützen. Durch zahlreiche Proklamationen und Flugblätter, von seiner Umgebung verfaßt und verbreitet, glückte es Prinz Christian Friedrich schnell dem norwegischen Volke die Ueberzeugung beizubringen, daß es mehr auf dessen eigenem Willen beruhe, ob es als ein unabhängiges Reich fortbestehen solle oder nicht. Im Anfang Juni fand sich JP Morier, der Privatsekretär des englischen Ministers des Aeußern Lord...
Seite 5 - ... diese Freiheit zu schützen sei. Karl Johann war mit den verbündeten Souveränen übereingekommen, daß diese zunächst im Wege der Unterhandlungen den Prinzen zum Nachgeben bewegen sollten. Christian Friedrich hatte am 19. Mai feierlich geschworen, jeden Teil des norwegischen Reiches zu beschützen. Durch zahlreiche Proklamationen und Flugblätter, von seiner Umgebung verfaßt und verbreitet, glückte es Prinz Christian Friedrich schnell dem norwegischen Volke die Ueberzeugung beizubringen,...
Seite 18 - ... Eigentumsrecht an den König von Schweden abzutreten. Die Nation, nunmehr ihres Eides entbunden, wolle ihre Rechte geltend machen, was in ähnlichen Fällen wohl jedem Volke zustehe." Karl Johann schlug alle Vermittlungsvorschläge des Prinzen Christian Friedrich ab und fertigte den Befehl an Armee und Flotte aus, mit dem 30. Juli die Operation zu beginnen. Die Kommissäre warnten den Prinzen, der König von Schweden habe seine hohen Verbündeten aufgefordert, ihre Verpflichtungen zu erfüllen,...
Seite 13 - Selskabet for Norges Vel" eine Subskription, um die für die Gründung der neuen Universität erforderlichen Mittel zu sammeln. In diesen aufregenden Tagen wurde immerhin ein großer Teil des politischen Interesses auf den Fortgang der napoleonischen Politik gelenkt. Die Hoffnung der Norweger, durch eine günstige Wendung in der europäischen Politik ihr Ziel zu erreichen, zerrann. Da Schweden die Bestimmungen des Kontinentalsystems nicht beachtet hatte, zwang Napoleon es zum Kriege mit England....

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