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Übertrag 490 Mann b) das Matrosen Corps . . . . . . . 14.176 » c) die Marine-Infanterie, in 2 Regimenter formirt 5.970 , d) Maschinisten etc. . . . . . . . . 1.494 e) ärztliches Personale . . . . . . 136

Summe. 22.266 Mann. Ausserdem noch in den Arsenalen, Magazinen etc. an Arbeits- und Aufsichtspersonale . . . . . . . 4.134 ·

Totale . 26.000 bis 27.000 Mann ?). Die Ergänzung erfolgt ausser den Freiwilligen durch Einreihung der Conscribirten in den Seebezirken.

Die Dienstzeit der Marine-Mannschaft beträgt 8 Jahre.

Zur Durchführung der Ergänzung, Administration u. s. w. ist die Küste Italiens in 3 Departements: Genua, Neapel und Ancona getheilt.

1) Siehe den Flotten-Ausweis in der Beilage zum II. Abschnitte Nr. 4.

Die Armee-Organisation Österreichs.

Die Organisation der k. k. österr. Armee war eine von jener der übrigen Staaten, und namentlich von jener Preussens und Italiens vielfach und in den wesentlichsten Dingen verschiedene.

Vor Allem latte sich Österreich mit einer Stärkezahl seines Heeres begnügt, welche von seinen an Volkszahl weit zurückstehenden Nachbarn nahezu erreicht, ja selbst übertroffen wurde.

Während Österreich organisationsmässig, bei einer Bevölkerung von circa 35 Millionen Einwohnern im Ganzen 600.000 Mann (1/% der Bevölkerung) ausbieten konnte, stellte die Organisation Preussens durch eine höhere Anspannung der Volkskraft für den Kriegsdienst, bei einer Bevölkerung von nur 18 Millionen, 660.000 Mann (3%22%) aus, und Italien, bei einer Bevölkerung von circa 22 Millionen, 360.963 Mann (17%).

Die beiden letzteren Staaten zusammen waren also Österreich durch ihre Kriegsorganisation um circa 420.000 Mann überlegen.

Die militärische Organisation Österreichs konnte genügen für gewöhnliche Kriegsfälle und für solche, in denen es als deutsches Bundesmitglied auf die natürliche Hilfe des deutschen Bundes rechnen durfte; für den Krieg gegen den mit Italien verbündeten preussischen Staat war die Organisation Österreichs nicht berechnet.

Das innere Gefüge des österr. Heeres war weiters nicht so fest und unabänderlich gegliedert, wie jenes Preussens.

Während in Preussen die nach Armee-Corps gegliederte Armee im Frieden und Kriege die gleiche Formation behielt, was die Rüstungen zum Kriege sehr vereinfachte, war die Ordre de bataille der kaiserlichen Armee eine wandelbare, wodurch die Mobilisirung des Heeres mit bedeutenden Schwierigkeiten verbunden war. : Das Misslichste an der Organisation des österr. Heeres war aber, dass die kaiserlichen Truppen, der inneren politischen Verhältnisse wegen, selten in jenen Provinzen liegen konnten, aus denen sie sich rekrutirten, was die Mobilisirung derselben nothwendig verzögerte und complicirle, während in Preussen, und theilweise auch in Italien, die in ihren Heimatsbezirken stehenden Armeekörper sich binnen wenigen Tagen, wenigstens was die Mannschaften betraf, auf den Kriegsfuss setzen konnten.

Die Schwierigkeiten der Mobilisirung des österr. Heeres konnten indessen immerhin noch durch ausserordentliche Thätigkeit der Militärbehörden mehr oder minder rasch bezwungen werden, — gegen die unverhältnissmässige Übermacht der beiden feindlichen Staaten aber bot die Organisation kein Mittel. - Es wäre offenbar Sache der äussern Politik des Staates gewesen, den letztern vor Lagen zu bewahren, in denen sich derselbe kaum mit Erfolg zu behaupten vermochte. Zwar konnte Österreich auf die Allianz mehrerer deutschen Staaten mit einiger Berechtigung hoffen; doch war diese Hilfe, nach allen Erfahrungen über derartige Allianzen, eine sehr zweifelhafte und unsichere.

Österreich war also in dem Doppelkriege, dem es entgegen ging, und von welchem sein Bestand für die Gegenwart und Zukunft abhing, vor Allem auf die eigene Kraft angewiesen.

Die folgende Übersicht lässt die organisationsmässige Stärke der k. k. Armee ersehen, mit welcher dieselbe in den bevorstehenden Kampf eintreten konnte.

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Übersicht

der Formation und des Standes der k. k. österreichischen Armee nach der Organisation im Jahre 1866.

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Infanterie

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Cavallerie

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12 Feld-, 1 Küsten-Art.-Rgt.

10 Sanitäts-Compagnien..
12 Genie-Regimenter ...

6 Pionnier-Bataillons..
Militär-Fuhrwesens-Corps.

Zusammen. 4011

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28.222 7.211 16.690 7.211 1.010

1.010 5.156 1 0 5.156| 10

3.624 6 3.62+1 61

- 2.716 1.950 2716 1.950 11-18010/-|32235 -501-157|33|30| 9| 4|12|48|18]— 280.683|42.919/267.152|42.919214.677|33.222|968

I m

K r i eg e.

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| Cavallerie

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IIIIIIIIIIIIIII
TIIIIIIIIIIIIII
IIIIIIIIITU CITIT

385.680 9680|352640 9.680 325.920 50.4981 13241 43.974 1.316| 40.306 1.388 32 1.061 32 959

7.726 2001 6.680 1991 6.068

41.120 1056 35.512 1.056 32.352] - 4 86.412|12.292|439.867|12.283 405.605

10.943 9.615 8.879 7.815 7.260 7.260

2.182) 1.924 1.838) 1.624 1.510 1.510
15.274 13.468 12.866 11.360 10.570 10.570

14.183 12.506/ 11.947 10.556 9.8159.815
-| 42.582 37.513] 35.530|31.355 29.155 29.155|

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22

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12 Feld-, 1 Küst.-Art.-Rgt. 57 33 30 9 8 2160 50.039 19.722 27.855 19.722

1096 10 Sanitäts-Compagnien

3.040 1.120 2.760 11.20 2 Genie-Regimenter..

7.608 514 6.772 5.14 6 Pionnier-Bataillons . . 8

8 346 3.570 7.440 5.95 Militär-Fuhrwesen-Corps

8.220 11.350 8.220 11.350 Zusammen 415) 91-1861–101561-194|41|50|-|57|3330) 91 8|2160/22/24 606.247|86.081|528.244|76.939 434.760 29.155|1096

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1) Bespannungs - Escadrons nach Bedarf, und richtet sich der Stand an Pferden bei den Park - Bespannungs - Escadrons nach der Anzahl der
Munitions- und Manipulations-Fuhrwerke in den Parks; - bei den Telegrafen - Bespannungs - Escadrons nach der Anzahl der Telegrafenwagen; bei den Cassa.
und Kanzlei-Bespannungen ist der Stand nach dem Personale des Hauptquartiers veränderlich. Den Militär - Fuhrwesen · Ergänzungs-Depôts wird der zehnte
Theil der Pferde aller ihnen zur Ergänzung zugewiesenen Bespannungskörper bereit gestellt. Der Stand an Mannschaft beträgt 1 Gemeinen auf 2 Pferde und nebst.
dem noch den zehnten Theil als Zuschuss. –

Die Stärke der einzelnen Truppenkörper ist in der Beilage Nr. 5 zum II. Abschnitte enthalten. .

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