Ueber den Hungertyphus und einige verwandte Krankheitsformen: Vortrag gehalten am 9 Februar 1868 zum Besten der Typhuskranken in Ostpreussen

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A. Hirschwald, 1868 - 56 Seiten
 

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Seite 11 - diese Elenden, um das armselige Leben zu erhalten, auf viehische und naturwidrige Speisen, ich verstehe darunter den Gebrauch des Grases, der Disteln, schädlicher Kohlen, Kleyenbrey, geröstete Haferspreu, Wicken und andere heissen Früchte, verfallen mussten. Ja die Noth zwang sie endlich selbst sogar auf jene den Füchsen zur Fütterung dienende Kost. Dieses nun waren ungewohnte ganz
Seite 19 - Gaultier de Claubry, Recherches sur les analogies et les différences qui existent entre le typhus et la fièvre typhoïde dans l'état actuel de la science. Paris
Seite 54 - an denen der Staatsmann von grossem Styl lesen kann, dass in dem Entwicklungsgänge seines Volkes eine Störung eingetreten ist, welche selbst eine sorglose Politik nicht länger übersehen darf*).
Seite 56 - das heutige Aegypten ist nicht mehr das schöne Land der Pharaonen und Ptolemäer, das seiner Zuträglichkeit und der Gesundheit seiner Bewohner wegen berühmt war. Von habsüchtigen und grausamen Barbaren wird es beherrscht. Sklaverei und thierische Trägheit, welche den Elementen unterliegen, sind an die Stelle einsichtigen
Seite 7 - wenig im Gebrauch. Noch weniger im Mittelalter. Erst in der neueren Zeit hat es mehr und mehr Anwendung gefunden; sein allgemeiner Gebrauch stammt erst aus der Zeit der grossen napoleonischen Kriege, wo es zunächst und vorwiegend für den Kriegstyphus
Seite 5 - dieser Zeit erinnerte man sich des folgenden Spruches, der, wie die alten Leute sagten, vor Zeiten geweissagt war: Kommen wird dorischer Krieg und mit ihm Pest im Vereine. Nun stritten sich", sagt er, „die Menschen, es sei in dem Spruche von den Alten nicht Pest (loimos), sondern Hunger (limos)
Seite 56 - wie sie in Oberschlesien vor unsern Augen gestanden haben, vorbeugen könne, ist sehr leicht und einfach: Bildung mit ihren Töchtern Freiheit und Wohlstand*). „Denn
Seite 42 - aller Armen in ganz Schottland vom Fieber ergriffen, ohne dass die mittleren und höheren Klassen der Gesellschaft davon erreicht wurden; in 2 Monaten waren mehr Fieberkranke, als in 12 Jahren vorher. In Glasgow erkrankten 1843 am Fieber 32,000 Menschen oder 12 pCt. der Bevölkerung, und davon starben 32 pCt. Allerdings waren 1838 - 41 die Getreidepreise
Seite 10 - 166 Regentage. Dabei fortdauernd niedriger Barometerstand, anhaltender Westwind und die Tage fast beständig von grauen Wolkenzügen verdüstert. 1769 zählte man im mittleren Elbthal 9, 1770 nur 5 und 1771 10 ganz heitere Tage. Am 30. Mai 1770 erreichte das Thermometer nur 4° und am 12. Juli fand auf
Seite 10 - ein starker Schneefall statt. Die nächste Folge war ein gänzliches Missrathen der Feldfrüchte im Jahre 1770. Der Getreidemangel steigerte sich bald zu den Schrecken einer wahren Hungersnoth, namentlich in der Altmark, dem Eichsfelde, ganz Böhmen und Mähren, Hannover, den Rheinlanden und Frankreich*). Der

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