Minnesinger: Deutsche Liederdichter des zwölften, dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts, aus allen bekannten Handschriften und früheren Drucken gesammelt und berichtigt, mit den Lesarten derselben, Geschichte des Lebens der Dichter und ihrer Werke, Sangweisen der Lieder, Reimverzeichnis der Anfänge, und Abbildungen sämmtlicher Handschriften, Bände 1-2

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J. A. Barth, 1838
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Beliebte Passagen

Seite xxi - Leichsätze sind durch näheres Zusammenrücken bemerklich gemacht. Die größeren, nicht eigentliche Lieder bildenden Reihen gleicher Strophen oder Eines Tones, die hie und da, durch Nachträge, oder sonst zerstreut stehen (z. B. bei Walt her), sind zusammengestellt, ingleichen, die manchmal innerhalb solcher Reihen durch den Inhalt zusammengehörigen Strophen. Weil das letzte, und durchgängig eine dem Inhalt angemessene Folge sich z. B. in der Heidelberger Hauptsammlung von Reimars Strophen im...
Seite xxi - Folge sich zB in der Heidelberger Hauptsammlung von Reimars Strophen im Ehrenton schon vorfand, so ist diese bessere Folge, gleich wie die dargebotene Bereicherung, in die Manessische Sammlung aufgenommen. Ueberhaupt habe ich die an mehreren Stellen derselben Handschrift wiederholten Gedichte nur dem Dichter gelassen, dem sie wahrscheinlich angehören, und die den beiden großen Sammlungen (der Manessischen und Jenaer) gemeinsamen Gedichte nur in jener aufgeführt, und in dieser dorthin verwiesen.
Seite xlvi - Ich gedenke nunmehr, alle oder doch die bedeutendsten dieser Bilder in Steindruck, mit kurzen geschichtlichen und alterthümlichen Erläuterungen, heftweise zu liefern, als Ergänzungsband zum vorliegenden Werke; welchem, der Größe nach, auch die Bilder selbst gehörigen Ortes eingereiht werden könnten. Ich werde einige andere alte bildliche Denkmäler der Minnesinger beifügen; unter welchen das lebensgroße Bild Herzog Heinrichs von Breslau auf seinem Grabmale daselbst, welches Büsching nach...
Seite xxii - Dichter gelassen, dem sie wahrscheinlich angehören, und die den beiden großen Sammlungen (der Manessischen und Jenaer) gemeinsamen Gedichte nur in jener aufgeführt, und in dieser dorthin verwiesen. Dagegen sind die bei mehreren Dichtern am Rande nachgetragenen Strophen in ihre Reihe gestellt. Die größeren Lücken fehlender Blätter sind anderweitig so viel möglich ergänzt; und die sonst fehlenden, manchmal auch durch leergelassenen Raum als fehlend angedeuteten Strophen einzeler Lieder sind...
Seite xiv - Quellen und Hülfsmittel. Schon neben den Arbeiten zu meinen Ausgaben der Nibelungen (1810), des Tristan und der übrigen Werke Gottfrieds (1823), begannen die Vorbereitungen zu einer neuen möglichst vollständigen Sammlung und verglichenen Ausgabe der Minnesinger, denen ja Gottfried auch so bedeutend angehörte. Professor GW Raßmann, gegenwärtig in Gent, hatte bei seinem Aufenthalt in Paris auf meine Bitte sich der Vergleichung der dort verwahrten Handschrift der Manessischen Sammlung mit...
Seite xv - ... Handschriften nach dem Vatikan im dreißigjährigen Kriege (1623), nach Paris verschlagen, und dort neuerdings, zwar nicht vergessen, aber vorläufig noch belassen wurde. Im Jahr 1823 ward mir durch königliche Gnade vergönnt, in Paris selber diese vornämlich zum Schaustücke des Handschriftensaales dienende Hauptsammlung der hundert und vierzig Altdeutschen Dichter und ihrer Bildnisse mit Bodmers Abdruck und den Vorarbeiten zu vergleichen, diese zu vervollständigen und zu berichtigen, auch...
Seite xlvi - Buches wohl erkennen wird, da das Meiste schon manches Jahr gedruckt oder geschrieben zum Druck da lag und eigentlich nur auf den letzten Bogen sich noch der Zeit nachkommen ließ.
Seite 252 - ... bi der sie e niht erkande, wan hoeret an der rede wol wiez umb daz herze stat. daz anegenge ist selten guot, daz boesez ende hat. 4 Dri sorge habe ich mir genomen, L. 84, l (C 34) möht ich der einer zende komen, so waere wol getan ze minen dingen. ledoch swaz mir da von geschiht, 5 in scheid ir von einander niht, mir mag an allen drin noch wol gelingen.
Seite 266 - ... schriet, si vil guote! min kumber stüende im dort bi sinen sorgen baz. Swer verholne sorge trage, der gedenke an guotiu wip: er wirt erlost: und gedenke an liehte tage. die gedanke waren ie min bester trost. gegen den vinstern tagen han ich not, wan daz ich mich rihte nach der heide, diu sich schamt vor leide: so si den walt siht gruonen, so wirts iemer rot.
Seite xxv - Rcimgedichte, in Liedern, dh eigentlich in gleichmäßig wiederkehrenden Stanzen oder Strophen. Diese Strophen sehen wir hier, von den einfachsten epischen Stanzen, bis zu den höchst kunstreich gegliederten Reimgebäuden von beinahe einem Schock Reime aufsteigen, am auffallendsten gerade bei dem in Hinsicht des Inhalts so volksmäßigen, ja noch...

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