Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, Band 1

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bey Christian Gottlieb Schmieder, 1785
 

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Beliebte Passagen

Seite 257 - Gingen wir, wie Bär und Affe, auf allen vieren, so lasset uns nicht zweifeln, daß auch die Menschenrassen (wenn mir das unedle Wort erlaubt ist) ihr eingeschränkteres Vaterland haben und nie verlassen würden.
Seite 326 - Vom Anfange des Lebens an scheint unsre Seele nur ein Werk zu haben, inwendige Gestalt, Form der Humanität zu gewinnen und sich in ihr, wie der Körper in der seinigen, gesund und froh zu fühlen.
Seite 334 - ... des Unmenschen pflanzen und schwere, langwierige Bemühungen für sein Geschlecht ihm angenehm machen, weil er sie ja für die Seinen, für sein Fleisch und Blut übernehme. Solche Absicht hatte die Natur bei allen Bedürfnissen der Erde; jedes derselben sollte eine Mutterhülle seyn, in der ein Keim der Humanität sproßte.
Seite 102 - Mutterleibe. - Wir können also das zweite Hauptgesetz annehmen : daß, je näher dem Menschen, auch alle Geschöpfe in der Hauptform mehr oder minder Ähnlichkeit mit ihm haben und daß die Natur bei der unendlichen Varietät, die sie liebet, allen Lebendigen unserer Erde nach einem Hauptplasma der Organisation gebildet zu haben scheine.
Seite 213 - Mensch ward," — und wodurch ward dieser es? Durch die Formung des Kopfs zur aufrechten Gestalt, durch innere und äußere Organisation zum perpendikularen Schwerpunkt; — der Affe hat alle Teile des Gehirns, die der Mensch hat; er hat sie aber nach der Gestalt seines Schädels in einer zurückgedrückten Lage, und diese hatte er, weil sein Kopf unter einem andern Winkel geformt, und er nicht zum aufrechten Gange gemacht war.
Seite 248 - Natur ihm zwo freie Hände zu Werkzeugen gab und ein überblickendes Auge, seinen Gang zu leiten, so hat er auch in sich die Macht, nicht nur die Gewichte zu stellen, sondern auch, wenn ich so sagen darf, selbst Gewicht zu sein auf der Waage.
Seite 284 - Alles auf der Erde ist Stückwerk, und soll es ewig und ewig ein unvollkommenes Stückwerk, so wie das Menschengeschlecht eine bloße Schattenherde, die sich mit Träumen jagt, bleiben? Hier knüpfte die Religion alle Mängel und Hoffnungen unsres Geschlechts zum Glauben zusammen und wand der Humanität eine unsterbliche Krone.

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