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IV. Beschreibung des Landes Lauenbarg nach der Kurfürstlichen Bes

sikergreifung, angefertigt von dem Dber - Commissar Wedige von Bonin

36 - 64. V. Catalogus der Lowenburg und Bütowschen von Udell, so am

18. Juni alten Styl8 anno 1658 den fuldigung8 - Eydt coram Commissariis Electoralibus Herrn Schloßhauptmann Adam von Podewil8 und Herrn Hauptmann bon Meustettin Ulrich Gotte fried von Somniß abgestattet.

64 – 71. VI. Verzeichniß der Landesherren .

79. VII. Verzeichniß der Würdenträger.

80 - 86. VIII. Die in Strussow aufgefundenen alten Münzen

.87 IX, Ruhmeshalle des adel8 . .

. 88 - 113.

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Geschichte

der Lande

La u en burg und Bütow.

Geschichte d. L. Lauenburg und Bütow.

1

Einleitung.

Die lande lauenburg und Bütow, welche jeßt die beiden östlichen Kreise der preußischen Provinz Pommern bilden, waren früher Jahrhunderte hindurch innig verbunden und denselben äußern Schidsalen untrrworfen. Sie hatten zwar niemals eigene Landegherren, (Herzöge, Fürsten), aber dennoch eine gewisse Selbstständigfeit und besondere Verwaltung. Die Herzöge von Pommern, welche 1637 ausstarben, nannten sich in ihrem vollen Titel: „Herren der Lande Lauenburg und Bütow", denselben Titel führten die Kurfürsten von Brandenburg, denen diese Lande zwanzig Jahre nach dem Tode des leßten Herzoge von Pommern zufielen; ihn führen in feierlichen Urfunden noch heute die Könige von Preußen. In dem großen aus vierzig Schildern bestehenden Königlich Preußischen und Kurfürstlich Brandenburgischen Wappen, welches König Friedrich II. nach der Erwerbuny von Oftfriesland 1744 neu anfertigen ließ, deuten in der unterften fechsten Reihe zwei rothe rechtsgehende Schrägbalfen im filbernen Felde auf die beiden Lande Lauenburg und Bütow *). Vorher waren dieselben in das Preuß. Brandenburgische Wappen nicht aufgenommen. In dem gegenwärtigen seit 1817 neugeschaffenen gro

*) Bergleiche bie Brattische Heralbit von Gatterer, Profeffor ber Geschichte zu Göttingen. Nürnberg 1791.

Wappen dilb

der Lande

Lauenburg und Bütow im Königl. Breuß. und Kurfürstl. Brandenburgischen

Wappen seit 1744 bis 1816.

ßen Königl. Preußischen Wappen sind unsere lande nicht wieder bedacht worden *).

Die urfundliche Geschichte lauenburgs beginnt erst mit dem Jahre 1341, als der deutsche Ritterorden der Stadt Lauenburg städtische Rechte verlieh, daneben an der Leba eine Burg gründete und so den Grund zum Gebiete des Landes Lauenburg legte.

Die urfundliche Geschichte Bütows beginnt sogar zwanzig Jahre früher mit dem Jahre 1321. In diesem Jahre verschenfte der Herzog

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*) Der gegenwärtige Minister - Präsident Herr Freiherr von Manteuffel Ercellenz hat auf vorgetragene Bitte eine Ermittelung eines etwa nadhweislichen vormaligen Landeswappens der Herrschaften Bütow und Lauenburg in dem Ges heimen Staats- Ardive veranlaßt und das Ergebniß mittelst Rescripts vom 27. Januar 1858 (A. S. No. 180) mitgetheilt. Dasselbe lautet:

„Der Kurfürstliche Titel ist wegen der Länder Lauenburg und Bütow (gleich. zeitig wegen des Fürstenthums Cammin) durch Verordnung vom 27. August 1660 erweitert worden,

ein Wappenbild für Lauenburg und Bütow ist jedoch vor 1732 nicht im Kurs fürstliden, demnädyst Röniglichen Wappen gewesen

Erst zu dieser Zeit, nady abermals erlangter Kaiserlider Anwartschaft auf Ostfriesland, nahm König Friedrich Wilhelm I. Titel und Wappen von Ostfriess land an und bei dieser Gelegenheit wurde das Preußisdie Wappen mit einem vierten Mittelschilde für Ostfriesland

vermehrt, gleichzeitig sdied der schwarze Hirsch im silbernen Felde, die Grafschaft Kletten: berg repräsentirend, aus und wurden statt dessen im silbernen Felde zwei rothe (dyrägeredyte Balken für Lauenburg und Bütow eingeschaltet.

Diese Heroldsfigur scheint nur wiüführlich gewählt zu sein, ohne alle Bes ziehung auf die Wappen der Städte Lauenburg, Bütow und Leba. Auch in alten Königlich Polnischen Siegeln, umgeben von Wappenschildern der einzelnen Polnischen Landestheile, kommt dieses Wappen nicht vor.

Bei Veränderung des Königl. Preuß. Wappens im Jahre 1804, nadı Erwerbung der sogenannten Indemnitäts-Länder, wurden nodi 9 Felder in das schon überreichaltige Wappen eingeschaltet und kam dabei die Weglassung des Wappen. feldes für Lauenburg und Bütow als nunmehr integrirende Theile von Pommern zur Sprache, die Ausscheidung dieses Wappenfeldes erfolgte jedoch erst im Jahre 1817, obgleid, der Titel: Herr der Lande Lauenburg und Bütow bis heute im größeren Königlichen Titel verblieben ist.

Ob in der am 26. October 1662 ergangenen Appellations-Gerichtsordnung für Lauenburg und Bütow, in welcher über das von dem Gericht zu führende Siegel Bestimmung zu finden sein soll, etwas für die Frage entscheidendes vors kommen möchte, muß dabingestellt bleiben, da es nid)t gelungen ist, das Originals concept oder ein Eremplar dieser Geriďtsordnung zu ermitteln.

Berlin, den 15. Januar 1958.

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