Jacobus Balde, sein Leben und seine Werke: eine literärhistorische Skizze

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Verlag der J. Lindauer'schen Buchhandlung, 1868 - 319 Seiten
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Seite 113 - Dichter, er bleibt bei jedem Wiedergenuß derselbe, und wie die Ananas erinnert er einen an alle gutschmeckende Früchte ohne an seiner Individualität zu verlieren.
Seite 255 - Teutsch. Teutscher Poeten Eyferig : vnd lustiges nachsinnen vber das Trostreiche ehren Lied, Agathyrs genannt Vom Lob vnd Wolstandt Der Dürr oder Mageren Gesellschafft.
Seite 123 - Hoch» verräthcr, über Gustav Adolf der ihm ein klug berechnender Heuchler, über Tilly der ihm ein edler christlicher Held ist, über die Ferdinande die er als Vorbilder fürstlicher Milde preist, haben eine Zeitlang für ungerecht gegolten, sind aber durch die Ergebnisse der...
Seite 142 - Worten gebrauchen wollen; diß seynd Bemühungen etlicher sinnreichen Geister/ mit welchen die Einfalt deß heyligen Lieds nichts zuschaffen hat. Ist auch ohne daß zweiffelhafftig/ ob diser newe fruchtbringende Baum/ in dem richtig teutschen Garten geduldet werden wolle? Dergleichen auffgemutzte...
Seite 68 - Vor dem entscheidenden Wiedersehen Jephtes und seiner Tochter mußte die Erwartung der Zuschauer möglichst gesteigert werden. Dies wurde dadurch bewirkt, daß eine Viertelstunde voraus die Siegesfanfaren des heimkehrenden Heeres erklangen, zuerst gedämpft mit leisem Widerhall, als tönten sie fern aus bewaldeten Schluchten, dann immer stärker, bis endlich der Held von der einen und sein Kind von der anderen Seite zur schmerzlichsten Begegnung nahten.
Seite 92 - Adel Beamte, Geistliche und Aerzte reichten sich hier in schönster Eintracht die Hände, um ihrer leidenschaftlichen genußsüchtigen Zeit ein Vorbild strenger Mäßigkeit zu werden und so den Nebeln der Zeit auf nachdrucksame Weise zu begegnen
Seite 132 - Himmelfahrt' in demselben Geiste gedacht sei, wie das Gemälde Raphaels in Dresden. Mich erinnerte sie vielmehr an die in Düsseldorf befindliche Himmelfahrt der Jungfrau von Guido Reni. Dort ist der strenge, alles Irdische zurückweisende, Begriff von Göttlichkeit ausgedrückt, wo das Unendliche an die Stelle jeder bestimmten Regung tritt; hier die überschwengVeim.
Seite 131 - Mit poetischer Meisterschaft faßt er die oberbayrischen und Tiroler Alpen gleichsam als ihr Piedestal auf. Fast immer erblickt er sie über Wäldern und Bergen, wozu ihm die vielen Gnadenorte im Gebirge nächsten Anlaß gaben.
Seite 14 - In studentischen Kreisen war der feine, schlankgebaute Elsäßer bald der erkorene König; sein geselliges Talent, seine Fertigkeit in Gesang und Lautenspiel, sein immer sprühender Humor, seine Lust an ritterlichen Wagnissen sicherten ihm diesen Rang ohne Frage zu. Wie manche verschollene Herberge Ingolstadt's, wie manches verödete Gäßlein könnte von Baldes Geniestreichen erzählen.
Seite 206 - Auch vorzusagen Dir viel höchst beglückte Jahr, Daß um Dich werden viel bekrönte Freier werben. Wen wirst in dieser Wahl zum Vater machen wohl? Du wirst uns geben gleich ein kaiserlichen Erben, Was Mantuen geglückt, auch Neuburg glücken soll.

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