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Erster Auftritt. Berathung zur Grabwache. Vers 19 40.
Zweiter Auftritt. Ansuchen derselben bei Pilatus. Vers 41-70.
Dritter Auftritt. Anordnung der Grabwache. Vers 71
Schlaf der Wächter. Vers 195-226.

Vierter Auftritt.

Bweite Handlung.

Die Nacht a m Grabe.

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248.

Erster Auftritt. Die Engel am Grabe. Vers 227
Zweiter Auftritt. Die Auferstehung. Vers 249 - 258.

Dritte Handlung.

Die Vorhölle.

194.

Erster Auftritt. Die Erwartung der Altväter. Vers 259-370.

578.

Zweiter Auftritt. Die Befürchtung der Teufel. Vers 371 - 484.
Dritter Auftritt. Ankunft Jesu bei der Vorhölle. Vers 485
Vierter Auftritt. Zerstörung der Vorhölle. Vers 579 — 666.
Fünfter Auftritt. Das Paradies. Vers 667 - 752.

Vierte Handlung.

Tag der Auferstehung.

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Erster Auftritt. Erweckung der Grabwächter. Vers 753 — 803.
Zweiter Auftritt. Die Wächter vor dem Hohenpriester. Vers 804-887.

Mone, Schauspiele. II.

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Dritter Auftritt. Vorladung derselben zum Pilatus. Vers 888-905.
Vierter Auftritt. Pilatus und die Wächter. Vers 906 — 975.
Fünfter Auftritt. Cayphas und die Wächter. Vers 976 — 993.

Sechster Auftritt.

Begnadigung derselben. 994-1041.

Fünfte Handlung.

Das Teufelspiel.

Erster Auftritt. Lucifers Klage. Vers 1042-1145.

Zweiter Auftritt. Ausflug der Teufel. Vers 1146 1245.

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Dritter Auftritt. Rückkunft der Teufel mit ihrer Beute. V. 1246-1689. Vierter Auftritt. Satans Rückkunft. Vers 1690 - 1983.

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Die Handschrift des folgenden Schauspiels befindet sich in der Hofbibliothek zu Karlsruhe unter der Sammlung Autographa A. in Duart, auf Papier, 12 Blätter. Die Schrift ist klein und gedrängt, zwei Verse stehen jedesmal in einer Zeile und sind durch rothe Zwischenstriche abgetheilt. Dię Namen der sprechenden Personen stehen am Ende der Langzeilen auf dem Rande.

Nach seiner Endanzeige wurde das Stück 1464 geschrieben zu Redentym. Das ist Nedentin bei Wismar an der Ostsee in Mecklenburg. Hiermit stimmt auch die Anspielung auf die Inseln Hiddens Öe auf der Westküste von Rügen und Möen bei Seeland überein, die im Gedichte V. 206 Hiddensee und Mone genannt werden, wie sie auch in Urkunden vorkommen (Jacobus de Mone im Urkundenbuch von Lübeck S. 57); ferner wird die Insel Pöl (Pole 212) im Meerbusen von Wismar und die Stadt Lübeck (1295) angeführt, und auf die Wenden angespielt (1119).

Nicht nur seiner niederteutschen Heimat und Abfassung, sondern auch seiner Vollständigkeit wegen ist dieses Schauspiel besonderer Beachtung werth. Denn in Hinsicht auf Heimat und Sprache ist es eine Seltenheit, und seine Vollständigkeit

hat uns Züge aufbewahrt, welche für die Geschichte der dramatischen Dichtkunst neue Aufschlüsse geben. Die Untersuchung muß aber von der Sprache ausgehen, weil die Heimat der Handschrift nicht genügt, um den Ursprung und Zusammenhang des Textes richtig zu beurtheilen.

B. Sprache des Stückes.

Die erste Frage ist, befolgt das Schauspiel die Mundart seiner Heimat? Die Antwort lautet: nicht durchgängig, sondern zum größten Theil. Wird dies erwiesen, so ist das Stück nicht in Mecklenburg entstanden, sondern dahin verpflanzt worden. Jede Sprache hat Ausnahmen von ihren Regeln; von diesen Abweichungen ist hier nicht die Rede, sondern von Lauten und Formen, die eine Sprachmischung anzeigen, was beim Uebersegen aus einer Mundart in die andere um so häufiger vorkommt, je verwandter die Mundarten sind. Reime, die einer Mundart eigenthümlich angehören, lassen sich nicht in die andere übertragen, ohne ihren Ursprung zu verrathen. Aber auch außer dem Reime bleiben manche Spuren zurück, die auf ein fremdes Original zurückweisen. Die mecklenburgische Mundart ist sächsisch, ihre nächste Verwandte ist die fränkische, sowohl die niederrheinische als die niederländische. Ich muß voraus bemerken, daß in diesem Stücke Formen erscheinen, welche zunächst auf den Niederrhein weisen, also ist vorzüglich diese Mundart zu vergleichen.

Reime, die dahin gehören, find alweldich: mich 677, sit: mik 938, hir: tir (tibi) 734, alleweldich: dich 344, affen: claffen 835, denn sonst überall hat die Mundart im dat. und acc. mi, di in beweisenden Reimen, by: my (me) 336, my (mei): by (te) 340, wy (nos): dy (tibi) 240, dy (tibi): sy (sit) 1315, dy (tibi): wi (weh) 1640, dy: my (mihi) 405, my (me): by (tibi) 826 u. v. a. Dieselben Formen gelten noch jest in der mecklenburgischen Mundart (s. Ritter Gramm. der meckl. Mundart. Rostock 1832. S. 79). Wenn

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das Schauspiel wafen: slapen reimt 765, so bleibt es halb sächsisch, in schapen: lapen 650, knapen: slapen 770, papen: knapen 1091, papen: slapen 1657 u. a. folgt es ganz seiner Mundart, wenn es mik für mir braucht 926, dik für dir 1907, so beweist es, daß ihm diese Form nicht angehört. Jene hochteutschen Formen sind aber am Niederrhein zu Hause und gehen bis Köln hinab, wie in G. Hagens Reimchronik von Köln vorkommt broderschaffen: affen 3349, paffen: schaffen 3825, dir: myr 492 u. dgl. Ferner ist niederrheinisch der Neim su (Sau); to (zu) 1552, denn der Niederrheiner sagt zu. Die Interjektion wafen 1930 ist nicht sächsisch.

Ist diese Wahrnehmung richtig, so müssen sich noch mehr Spuren zeigen, was allerdings der Fall ist. Ich stelle einige Hülfszeitwörter voran, weil sich bei ihnen die Mundarten leicht verrathen. Das Schauspiel sagt wie die Mundart (Ritter 100) bun für bin, braucht es aber in Reimen, wo es nicht angeht, bun: schen 1688, was nur niederländisch und niederrheinisch reimt ben: schen, und aus den Reimen list: bist 1468, Crist: bist 1720 ersieht man, daß die Form bust nicht ursprünglich zum Terte gehört, obgleich sie darin vorkommt, aber nicht im Reim 715. Die 2 pers. pl. sint 646, 684, 946 hat die mecklenburgische Mundart auch nicht. Das Zeitwort don 40, 622 hat im Imperativ und Conjunktiv do 165, 494, 591, und zwar im Reim. Dagegen dut: mut 511, 564, 1199 im Indic. und 2 p. pl. imperat. in und außer dem Reime. Hagen hat dafür regelmäßig do 440, doit 465, 771, doin 2229 und den Reim doit: goit 2350.

In den Formen anderer Zeitwörter zeigt sich dasselbe. Die Form saghe: daghe 26, 780, 953, 1209 beweist der Reim, außer demselben steht aber häufig seggbe, zegge 177, 212, 431, 682, 848, auch im Reim 1570, während sagen am Niederrhein regelmäßig vorkommt. Hagen 189, 268, 435 ebenfalls im Reim. Für wusten: listen 1259 muß wisten stehen. Der sächsischen Mundart ist auch die 2 pers. pl. præs.

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