Volkslieder aus der Bretagne

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Théodore Hersart vicomte de La Villemarqué
Fues, 1841 - 264 Seiten
 

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Seite ii - Irre ich nicht, so ist die Volksdichtung häufig eine in der Literatur antiquierte, in einem Theile der Nation aber noch fortgepflanzte Entwicklungsphase der Kunstpoesie. Das Heldenlied wird zum Volksbuch, die alte Mythe zum Ammenmärchen.
Seite 37 - Bruder, ach rerzeiht! was hab' ich Euch gethan? Im Leben nahm ich noch der Schaafe nie mich an. „Habt Ihr im Leben noch gehütet Schaafe nie, Da ist mein langer Speer, Euch hüten lehr
Seite 37 - Ja wohl, mein edler Herr! Gut Lager ist im Schloss, Und auch ein schöner Stall zu stellen drein das ROSS. Ein gutes Flaumenbett zum ruhen trefft Ihr dort, So halt' ich's auch einmal, als noch mein Mann nicht fort. Nicht in der Krippe ward mein Lager da gemacht, Nicht in des Hundes Napf mein Essen mir gebracht. „Wohin, mein liebes Kind, wohin dein Mann denn ging? An deiner Hand, ich seli's, da blinkt ein Hochzeitring.
Seite 16 - Begrabet die neun Söhne mir Eine Wachsschnur gelob' ich hier, Die zweimal um die Kirch sich ringt Und viermal um das Kreuz sich schlingt. Der Söhne neun gebar ich hier, Nun kommt der Tod und nimmt sie mir ! Nimmt sie vor meiner Thür, ich hab* Nun niemand weiter, der mich lab'!
Seite 149 - Arm leih' ihnen jederzeit! Ihr sel'gen Geister all', der Heil'gen ganze Schaar! O Himmelskönigin, beschirm' sie immerdar! In ihrer Pflichten Last lass Hilfe angedeihn, In ihrem schweren Leid woll' ihnen Trost verleihn! Bretagne Heimathland! nun öde wie ein Grab! In welches Meer von Leid ward'st du gestürzt herab ! Wie warst du einst so schön, so heiter, so voll Lust! Nun senkt sich jedes Leid in deiner Männer Brust.
Seite 36 - Kreuz' und ritten grosse Pferd'; Sein Banner jeder trug und nach dem Herrn begehrt. Der Ritter war nicht fern, eh...
Seite 88 - Todte aber mitten ins Haus ganz langsam schritt : „Zum Essen bin ich kommen , du ludst mich , iss nun mit! Komm, lieber Freund, nicht weit ist's, wir setzen uns zu Tisch, Die Tafel ist bereitet in meiner Grube frisch." Und eh
Seite 39 - War' meines Vaters nicht hier, meiner Mutter Haus, Ich triebe mit dem Schwert die Seele dir heraas.
Seite 38 - Und halt' er blondes Haar, so blondes Haar wie ich, Bin ich's vielleicht nicht selbst? Komm schnell, betrachte mich!" Ich, deine Frau, dein Weib, dein Schatz dich wieder fand! Ja wohl , ich bin die Frau von Fauet zugenannt. „So lass die Heerde gehn, und komm zum Schloss mit mir; Ich strebe eilig hin , mich treibt der Rache Gier.
Seite 151 - Und führ' den Frieden uns, den Glauben uns zurück! Wann Hirt und Heerden sind wir wiederum vereint, Zu singen deinen Preis? Wann wohl der Tag erscheint , Der unsre Thränen stillt? an dem wir deinen Ruhm Verkünden mit Gesang in deinem Heiligthum? O Tag der Seligkeit! O Tag voll Lust und Glück! Dein denk...

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