Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht

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Karl Blessing Verlag, 04.03.2010 - 912 Seiten
Erstmals die ganze Geschichte einer beispiellosen deutschen Karriere

Kein Name verkörpert das Drama der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert klarer als der Name Flick. Zweimal folgte dem beispiellosen Aufstieg der politische und moralische Bankrott. Unter vier politischen Systemen, vom späten Kaiserreich über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik, war Flick erfolgreich – und scheiterte doch auf ganzer Linie. Was ihm vorschwebte, war ein gewaltiger Konzern, der generationenübergreifend in Familienbesitz bleiben sollte. Aber nach dem Vater versagten die Söhne. Die Techniken, mit denen das Haus Flick politischen Einfluss nahm, um seine unternehmerischen Ziele zu erreichen, waren seit den Zwanzigerjahren auf verhängnisvolle Weise gleich geblieben. Auf die sich verändernden Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik fand der Konzern keine passenden Antworten mehr und ging im Strudel des Parteispendenskandals der Achtzigerjahre unter. Sein Gründer aber blieb bis heute ein Symbol unternehmerischer Skrupellosigkeit und unverstandener Schuld.

Die Autoren erzählen die Geschichte einer Industriellendynastie, deren Macht und Möglichkeiten stets aufs Engste mit der Politik verknüpft waren – und deren Skandale immer wieder die Öffentlichkeit erregten. Spannend wie ein Thriller und hochaktuell.

 

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Inhalt

Im Siegerland
Inflation und Spekulation
Stabilisierung und Rationalisierung
An der Ruhr und in Polen
Im Stahlverein
GelsenbergAffäre
Energie
Der mitteldeutsche Konzern
Kontinuität und Aufbruch
Entschädigungsansprüche
Im Visier der DDRPropaganda
Erbhofkrieg
Probleme im Strukturwandel
Das Ende
Der Spaziergänger
Politik und Privatkastanien

Organisation und Entscheidung
Autarkie
Aufrüstung
Arisierung
Revirements und Arrondierungen
Verträge und Verfügungsmacht
Oberschlesien
Rombach
Vairogs
DnjeprStahl
Kohle für den Krieg
Stahl Geschütze und Granaten
Räder müssen rollen
Entschachtelung
Finale Konzentration
Geld und Macht
Ermittlungen
Verhandlungen
Revisionen
Auf verlorenem Posten
Vor dem Nichts?
Um den Erhalt des Konzerns
Abschied von der Steinkohle
Der neue Konzern
Landschaftspflege
Mythos Flick
Konzernsaldo
Erbgänge
Einführung
Krieg und Prozess
Rückkehr und Auflösung
Eine deutsche Karriere
A
C
E
G
H
J
L
M
O
Q
S
T
U
Z
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2010)

Norbert Frei, geboren 1955, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena, von ihm zuletzt (zusammen mit Ralf Ahrens, Jörg Osterloh, Tim Schanetzky): Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht, München 2009

Ralf Ahrens, geboren 1963, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.

Jörg Osterloh, geboren 1967, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main.

Tim Schanetzky, geboren 1973, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena.

Bibliografische Informationen