Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Deutschen consituirenden Nationslversammlung zu Frankfurt am Main, Band 1

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Franz Jakob Wigard
Gedruckt bei J. D. Sauerländer, 1848 - 6886 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 141 - Die deutsche Nationalversammlung als das aus dem Willen des Volks und den Wahlen der deutschen Nation hervorgegangene Organ zur Begründung der Einheit und politischen Freiheit Deutschlands, erklärt: daß alle Bestimmungen einzelner deutscher Verfassungen, welche mit dem von ihr zu gründenden allgemeinen Verfassungswerke nicht übereinstimmen, nur nach Maßgabe des letztern als gültig zu betrachten sind - ihrer bis dahin bestandenen Wirksamkeit unbeschadet.
Seite 329 - Nationalversammlung erklärt, daß die schleswigsche Sache als eine Angelegenheit der deutschen Nation zu dem Bereich ihrer Wirksamkeit gehört, und verlangt, daß energische Maßregeln getroffen...
Seite 223 - Slave, noch der dänisch redende Nordschleswiger, noch der italienisch redende Bewohner Süddeutschlands, noch wer sonst, uns angehörig, in fremder Zunge spricht, zu klagen haben, daß ihm seine Stammesart verkümmert werde, oder die deutsche Bruderhand sich ihm entziehe, wo es gilt.
Seite 29 - Versammlung vindiziert. Deutschland will eins sein, ein Reich, regiert vom Willen des Volkes, unter der Mitwirkung aller seiner Gliederungen; diese Mitwirkung auch den StaatenRegierungen zu erwirken, liegt mit in dem Beruf dieser Versammlung.
Seite 223 - Maße das Recht anerkenne, welches die nichtdeutschen Volksstämme auf deutschem Bundesboden haben, den Weg ihrer volkstümlichen Entwicklung ungehindert zu gehen und in Hinsicht auf das Kirchenwesen, den Unterricht, die Literatur und die innere Verwaltung und Rechtspflege sich der Gleichberechtigung ihrer Sprache, so weit deren Gebiete reichen, zu erfreuen...
Seite 349 - Die Nationalversammlung beschließt, daß der Krieg gegen Dänemark so lange fortgeführt wird, bis diese Krone unsere gerechten Ansprüche auf ein unzerteilbares Schleswig anerkannt hat. 2. Die Nationalversammlung erklärt laut, daß sie sich niemals die Einmischung eines fremden Volkes gefallen lassen werde.
Seite 4 - In seinen Grundvesten hat das alte politische Leben gebebt, und von dem Jubel und dem Vertrauen des ganzen deutschen Volkes begrüßt, erhebt sich eine neue Größe: das deutsche Parlament. „Die deutschen Regierungen und ihr gemeinschaftliches Organ, die Bundesversammlung, mit dem deutschen Volke in der gleichen Liebe für unser großes Vaterland vereint, und aufrichtig huldigend dem neuen Geiste der Zeit, reichen den National - Vertretern die Hand zum Willkomm und wünschen Ihnen Heil und Segen.
Seite 190 - Man hat uns gesagt, es sei nicht gefährlich, daß in Preußen eine Verfassung gemacht werde. Ich muß dem widersprechen; ich muß erklären: es ist im höchsten Grade gefährlich; denn wenn sie gemacht ist (und sie kann, sie wird schneller gemacht werden als die unsrige), so sind wir nicht mehr frei.
Seite 148 - Deutschlands ist einzig und allein ihr, der konstituierenden deutschen Nationalversammlung zu überlassen. 2. Die Verfassungen und Gesetze der einzelnen deutschen Staaten und die Verträge zwischen ihnen sind nur insoweit gültig als sie mit dieser (einzig und allein von der konstituierenden Nationalversammlung zu errichtenden) Verfassung Deutschlands übereinstimmen.
Seite 349 - Herren, ich gehöre nicht zu Denen , welche dafür halten, daß bloß die Gegenwart für uns Maßstab geben müsse, ich glaube auch an unsere große Vergangenheit, und ich glaube, daß über Diejenigen, welche nichts von der Vergangenheit wissen wollen, sehr bald auch die Zukunft den Stab brechen werde.

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