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*) Die Ratificationen wurden am 16ten December 184o aus: gewechselt,

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ausmacht, sondern auch ohne dieselbe die Klage für begründet zu erachten ist, und sich daher die von der Beklagten dem eingeräumten Eheversprechen hinzuge: fügte Beschränkung als eine selbstständige zu der Klag: begründung nicht gehörige Behauptung darstellt, weßhalb auch die Beklagte hinsichtlich dieser behaup: teten Bedingung die Beweislast treffen muß, und daß dagegen dem Kläger für den Fall, daß Beklagte den desfälligen Beweis beibringen wird, gleichfalls gestatt tet werden muß, seine Behauptung wegen der erfolg ten Zustimmung der Mutter zu der Eheberedung des Klägers mit der Beklagten zu beweisen, wird, auf von beiden Partheien eingelegte Recesse und Unterinstanzacten, nach stattgehabter mündlichen

*) Wir haben schon mehrere Fälle mitgetheilt, kn welchen der Grundsatz ausgesprochen ist, daß die Behauptung des älterlichen Consenses nach der Verordnung vom 22sten Dec. 1786 zur Begründung der Klage ans einem Ver: löbnisse erforderlich sei, namentlich enthält das in der vorigen Woche ausgegebene Stück dieser Blätter einen solchen Rechtsfall. Versteht cs sich nun von selbst, daß der Consens der Aeltern da nicht bebauptet zu werden braucht, wo er gesetzlich nicht erfordert wird, so fragt es sich, ob denn die Behanptung, daß der beklagte Theil außer dem Hause und Brode der Aeltern sei, ausdrücklich in der Klage angeführt werden müsse, oder ob dies nicht erforderlich ist? Daß es dann nicht zu geschehen braucht, wenn schon aus der Bezeichnung des Beklagten seine Selbstständigkeit hervorgeht, z. B. wenn gegen einen Beamten, Kaufmann c. geklagt wird, möchte von selbst gesehen sein, allein auch da, wo dies nicht der Fall ist, dürfte die Bebauptung, daß der Beklagte außer dem Hause und Brode der Aeltern lebe, in der Klage nicht erforderlich sein, da in solchem e lediglich das Eheversprechen den Klaggrund bildet.

") cfr. Schlesw. Holst. Anzeigen, Neue Folge, 2ter Jahrg. S. 357.

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") cfr. Franke's Deutsch und Schlesw. Holst. Civilpr. I. S. 334 n. 23 und Schlesw. Holst. An zeigen, R. F., 3ter Jahrg. S. 332.

*) cfr. Abhandlungen aus den Schlesw. Holst. Anzei-
gen, Band III. Seite 492, Abh. XXXIX. Band IV.

Seite 471, Abh. LX. Paulsen, Lehrbuch des Schlesw.
Fes Privatrechts. S. 153. Anm. 7.

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