Etymologisches Wörterbuch der romanischen Sprachen, Band 1

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A. Marcus, 1869 - 493 Seiten
 

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Seite vii - Im gegensatze zur unkritischen méthode unterwirft sich die kritische schlechthin den von der lautlehre aufgefundenen principien und regeln, ohne einen fußbreit davon abzugehen, sofern nicht klare thatsächliche ausnahmen dazu nöthigen; sie bestrebt sich dem genius der spräche auf der spur zu folgen, ihm seine geheimnisse abzugewinnen; sie wägt jeden buchstaben und sucht den ihm in jeder Stellung zukommenden werth zu ermitteln.
Seite vii - Die unkritische nimmt ihre deutungen auf gut glück aus einer äusserlichen ähnlichkeit der form, oder erzwingt sie bei geringerer ähnlichkeit, ja selbst bei gänzlicher Verschiedenheit derselben, durch eine reihe willkürlich geschaffener mittelglieder. Ein in seinem grundsatze so fehlerhaftes verfahren, dessen ungeachtet doch da, wo witz und divinationsgabe nicht fehlten, mancher treffliche wurf gelang...
Seite 338 - III, 505 ein gewicht von hundert raíl, welches seinerseits aus dem lat. centenarius (ahd. zentenari, kentenari Doc. Misc. I, 204) entlehnt sein soll. S. Jos. v. Hammer und besonders Mahn p. 126. Quintana, chintana it., pr. quintana, altfr. quintaine männliche figur von holz mit einem Schild, den der heransprengende reiter mit der lanze zu treffen suchte. Die entstehung des wertes ist noch nicht aufgehellt.
Seite 351 - Demnächst verstand man unter versus rhythmirus den gereimten, sofern er, wie in der Volkssprache, keine Silbenmessung anerkennt; für gleichlaut des Versschlusses (consonantia) wird das wort kaum vorkommen. Diesen gelehrten ausdruck rhythmus nun gab die Volkssprache durch das lautverwandte rima wieder, die abkunft aber des letzteren von dem ersteren findet in der form die größte Schwierigkeit: ital.
Seite 248 - L'auteur de ce livre , qui est un nommé Vialardi, feint que cette Compagnie fut ainsi appellée di certi Taccagnoni, i quali, per marcia, miseria, et avarizia, si mettevano insino a rattacconar le scarpette e le pianelle, con le loro proprie mani , per non ispendere. E perche tal mestier del...
Seite 54 - Festus sagt: Ploti appellati sunt Vmbri pedibus planis quod essent, unde soleas dimidiatas, quibus utuntur in venando, quo planius pedes ponerent, vocant semiplotia, et ab eadem causa M. Accius Poeta, quia Vmber Sarsinas erat, a pedum planitie initio Plotus, postea Plautus coeptus est dici. Scaliger vermeint, daß das Wort >Plotus< ein umbrisches Wort sei, allein wahrscheinlicher Weise kömmt es wohl von dem griechischen...
Seite 325 - Tiex bastons qu'il portent en guerre Ont nom godendac en la terre. Goden-dac, c'est bon jour à dire , Qui en françois le veust descrire.
Seite xxii - Die etymologic hat ihre wssenschaftliche grundlage in der lautlehre: bei jedem schritte, den der etymologe thut, muß er sie im sinne haben. Es kommt indessen vor, daß die spräche in der bildung oder ausprägung der Wörter von ihren eigenen gesetzen abweicht und sich ganz von dem gefühle des wohllautes oder der...
Seite 444 - Springen, tanzen, musiciren sind incinandergehende .Begriffe, und dass vitulari ein Substantivum vitula mit dem concreten Begriffe eines Instrumentes lieferte, ist den Sprachgesetzen gemäss: so entstand it. leva, Hebel, aus levare u. dgl. Aus vitula aber ward durch Umstellung prov. viutla, und endlich viula, viola, hieraus it. viola, sp. vihuela (h zur Wahrung des Hiatus), fr. viole, altfr. lieber vielle, viele, mhd. vigele.
Seite 382 - Isidoras 7, 12 sagt: presbyter graece latine senior interpretatur, non pro aetate vel decrepita senectute, sed propter honorem et dignitatem; oder wie ags.

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