Der Warschauer Aufstand 1944S. Fischer, 2001 - 251 Seiten Der Warschauer Aufstand gegen die deutsche Besatzung 1944 war der letzte Versuch der Londoner Exilregierung Polens, durch eine eigenständige Befreiungsaktion eine unabhängige Nachkriegspolitik gegenüber der Sowjetunion durchzusetzen. Sein grausames Scheitern erleichterte die Machtergreifung moskauhöriger, polnischer Kommunisten und ermöglichte die stalinistische Neuordnung Mitteleuropas mit der Oder-Neiße-Grenze und den Vertreibungen. Der junge, polnische Historiker Borodziej, 1991 habilitiert, seit 1997 Co-Vorsitzender der Deutsch-Polnischen UNESCO-Schulbuchkommission, stellt dieses schwärzeste Kapitel polnischer Geschichte in seinen unmittelbaren Zusammenhang mit der sowjetisch-russischen und deutschen Geschichte seit 1939. So erweitert er das Verständnis auch des deutschen Lesers für die polnisch-deutsche Nachkriegsgeschichte erheblich. Die Schilderung der Kampfhandlungen bleibt auf das für die Historie Notwendige beschränkt. Trotz des hohen wissenschaftlichen Standards eine gut lesbare Lektüre und ein Musterbeispiel objektiver, polnischer Geschichtsschreibung nach der kommunistischen Ära. (2) (Helmut Lange) |
Inhalt
Einleitung | 7 |
Besatzungsherrschaft | 23 |
Die polnische Frage 19391944 | 38 |
Urheberrecht | |
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