Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

IV

Die Namen derjenigen Offiziere, deren Arbeiten bezw. Aufzeichnungen benußt wurden, finden sich im Tert bezw. in der Quellenangabe.

In der Hoffnung, eine dem Interesse des Regiments dienende und in diesem Sinne immerhin verwerthbare Arbeit vollendet zu haben, wird dieselbe mit dem Wunsche der Deffentlichkeit übergeben, daß wohlwollende Nachsicht die Mängel der Darstellung übersieht und der Zweck der Arbeit, den preußischen Geist in den Reihen des Regiments zu pflegen und zu fördern, erreicht wird.

Straßburg, den 1. Februar 1884.

Der Verfasser.

Benugte Quellen.

Akten, Kriegstagebücher und Parolebücher des Regiments und der Bataillone.
Militär-Wochenblatt.
Armee-Verordnungs-Blatt.
Der Feldzug 1866 (preußisches Generalstabswerk).
Desterreichs Kämpfe 1866 (Generalstabswerk).
Erinnerungsschrift zur Weihungsfeierlichkeit des Denkmals von Langensalza,

von dem damaligen Regiments-Adjutanten Lieutenant Krahmer, sowie

Festschrift zu derselben Feier vom Hauptmann v. Kornagki. Der deutsch-französische Krieg 1870/71 (Generalstabswerk). Zur Geschichte des 1, Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 25 (v. 2008). Aufzeichnungen über die Theilnahme des Regiments am Feldzuge des Jahres

1866 vom Hauptmann Hertel, desgleichen über den Feldzug 1870 vom

damaligen Premierlieutenant v. Gayl. Mündliche Angaben und Berichte einzelner Offiziere des Regiments. Das Uniformsbild ist vom Hauptmann Naumann, die beigegebenen Skizzen

im Text vom Sekondlieutenant Kunße, Beide Offiziere des Regiments, entworfen bezw. gezeichnet worden.

Berichtigung. S. 47, Zeile 3 v. 0. lies : Abschied bewilligt statt ertheilt.

Zeitabschnitt von 1857 bis 1866.

Indem wir nunmehr in den zweiten Theil der Regimentsgeschichte eintreten, sei vorausgeschict, daß bei Bearbeitung desselben das Bestreben obwaltete, in Art und Form der Darstellung dem ersten vom Hauptmann Stawißki verfaßten Theil der Geschichte des Regiments zu folgen, um eine möglichst große Uebereinstimmung zwischen beiden Theilen und damit ein einheitliches Werk herzustellen. Das Bestreben, mit derselben Gewissenhaftigkeit, unentwegten Wahrheitsliebe und eingehenden Sorgfalt das Werk niederzuschreiben, wie der Verfasser des älteren Theiles, war der Grundgedanke bei der Arbeit, in deren ersten Zeilen es uns gestattet sei, dem im Regiment unvergessenen Kameraden Stawißki den Dank der jüngeren Generation der Regimentskameraden hierdurch in tiefempfundener Weise zum Ausdruck zu bringen.

1857.

Bei Beginn des Jahres 1857 garnisonirte das 1. Rheinische Infanterie - Regiment Nr. 25 in Coblenz und Ehrenbreitstein und zwar das 1. und 2. Bataillon auf der Festung Ehrenbreitstein, das Füsilier- Bataillon auf der Karthause im Fort Raiser Alexander. Dasselbe, zu dem unter Befehl des Generals der Infanterie v. Hirschfeld stehenden 8. Armeekorps gehörig, war dem Kommando der 16. Division unter Generallieutenant v. Gayl und der 32. Infanterie-Brigade, welche Generalmajor v. Schenk befehligte, unterstellt.

Die Thätigkeit des Regiments in seinen Friedensübungen unter den Augen des in Coblenz residirenden Prinzen von Preußen war bei Gelegenheit der Ende März stattfindenden Besichtigung vor Seiner v. Fransedy, Geschichte des 1. Rhein. Inf.-Regts. Nr. 25.

1

Königlichen Hoheit durch die anerkennenden Worte Hochdesselben in hohem Grade belohnt worden.

Ende August fand das Regimentsererziren bei Coblenz statt. Zu den Brigadeexerzitien und Herbstübungen, welche bei Hillesheim in der Eifel stattfanden, marschirte das Regiment am 30. August aus und kehrte am 23. September in die Garnison zurück.

Infolge der schweren Erkrankung Sr. Majestät des Königs, war am 23. Oktober Se. Königliche Hoheit der Prinz von Preußen mit der Oberleitung der Staatsgeschäfte betraut worden.

Veränderungen im Offizierkorps:

Sekondlieutenant v. Grote, bisher Regimentsadjutant, wurde laut A. R.-O. vom 22. Januar als Adjutant zur 29. InfanterieBrigade kommandirt; Sekondlieutenant v. Kornaki zum Regimentsadjutanten ernannt; Hauptmann 0. Trotha vom 26. InfanterieRegiment wurde durch A. R.-O. vom 14. April unter Beförderung zum Major in das Regiment versekt; mittelst A. R.-O. von demselben Tage wurde der Major v. Wobeser zum Kommandeur des 3. Bataillons 30. Landwehr - Regiments ernannt; Portepeefähnrich v. Wunster avancirte laut A. R.-O. vom 21. April zum Sekondlieutenant; Major v. Dewall im Kriegsministerium wurde dem Regiment aggregirt und zur Dienstleistung bei der Abtheilung für die persönlichen Angelegenheiten im Kriegsministerium durch A. K.-O. vom 28. April kommandirt; zufolge A. R.-O. vom 7. Mai wurde der Brigadekommandeur Generalmajor v. Schenk von der 32. zur 16. Infanterie - Brigade versetzt und der Oberst v. Gersdorff, Kommandeur des 27. Infanterie-Regiments, zum Kommandeur der 32. Infanterie-Brigade ernannt. Stabs- und Bataiđonsarzt Dr. Welch wurde laut A. R.-O. vom 18. Juli zum Oberstabs- und Regimentsarzt des 35. Infanterie-Regiments ernannt; Dr. Þochauf vom 3. Bataillon 17. Landwehr-Regiments am 31. Juli ins Regiment verset; die Portepeefähnriche Mette und Basewaldt avancirten durch A. R.-O. vom 19. Dezember zu Sekondlieutenants; Bremierlieutenant v. Rappard, Adjutant der 30. Infanterie-Brigade, wurde, unter vorläufiger Belassung in seinem Kommando, mittelst 4. K.-O. vom 25. August in das 19. Infanterie - Regiment, Premierlieutenant v. Roße vom 26. Infanterie-Regiment in das Regiment versekt; der Sekondlieutenant Zechlin laut A. R.-O. vom 19. Dezember mit Bension verabschiedet.

« ZurückWeiter »