Principium Individuationis: Der unaufgelöste Widerspruch

Cover
BoD – Books on Demand, 2011 - 112 Seiten
Antike Heldensagen sprechen von herausragenden Sondergestalten und ihrem zahllosen Gefolge. Die autonomen Individuen erscheinen als Götter und Halbgötter. Die Idee, daß die Masse sich auflösen und individualisieren möge - so etwas wie eine Vergöttlichung des versklavten Menschen in einer neuen Welt von neuen Göttern... -, ist und bleibt eine Utopie. Spekulationen dieser Art gelten den etablierten Religionen als Blasphemien. Das principium individuationis ist das Prinzip der Befreiung aus dem zeitlichen Ablauf, der kollektiv-historischen Zwangsläufigkeit. Das principium individuationis macht dem die Zähne stumpf, der die sauren Trauben aß, nicht seinen Kindern und Kindeskindern. Das principium individuationis ist die rechtzeitige Entdeckung der deutschen Philosophie. Die Zerstörung des Individuums, ein Merkmal dieser Zeit und ihres obwaltenden Ungeistes, ist die Zerstörung der Erkenntnisfähigkeit. Der vollkommene ist der unteilbare Mensch. Die Annäherung an ihn ist die Annäherung an den Ersten und Einzigen, ans Ende mithin und den Wiederbeginn.
 

Inhalt

Abschnitt 15
63
Abschnitt 16
66
Abschnitt 17
68
Abschnitt 18
70
Abschnitt 19
73
Abschnitt 20
77
Abschnitt 21
79
Abschnitt 22
88

Abschnitt 9
51
Abschnitt 10
53
Abschnitt 11
55
Abschnitt 12
56
Abschnitt 13
61
Abschnitt 14
62

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen