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Veränderungen hinsichtlich der Garnison sowie der Unterbringung von Mannschaften und Pferden haben in den Jahren 1866 bis 1872 nicht stattgefunden.

Hinsichtlich des Zeitraumes von 1872 bis zur Gegenwart wird auf Abschnitt IV ,,das Regiment“ verwiesen.

Chefe der 2. Batterie. 1. 9. 1863 bis 28. 2. 1867 Hauptmann Ulrich. 1. 2. 1867 unter Befördes

rung zum Major in das Feld- Artillerie-Regiment Nr. 9 verseßt. 13. 3. 1867 bis 19. 7. 1870 Hauptmann v. Berge und Herrndorf 19. 7.

1870 in das Schlesische Festungs-Artillerie-Regiment Nr. 6 perseßt. 23. 7. 1870 bis 17. 5. 1872 Hauptmann Krause. 17. 5. 1872 in die

9. Artillerie-Brigade verseßt. 1. 6. 1872 bis 14. 8. 1875 Hauptmann Kirsch. 14. 8. 1875 unter Ernen:

nung zum Vorstand des Artillerie-Depots Breslau in das Schlesische

Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 6 verseßt. 14. 8. 1875 bis 15. 9. 1877 Hauptmann Frhr. v. Gillern. 15. 9. 1877

unter Verleihung des Charakters als Major als erster Depotoffizier

zum Train-Depot der Großherzogl. Hessischen Division verseßt. 22. 9. 1877 bis 12. 12. 1882 Hauptmann Lenz. 12. 12. 1882 der Abschied

bewilligt. 18. 12. 1882 bis dato Sauptmann Scheffer.

Rangliste der Batterie 1863 bis 1871. 1863 bis 1864.

1867. Hauptm. u. Battr. Chef Ulrich. Hauptm. u. Battr. Chef v. Berge und Pr. Lt. v. Reppert.

Herrndorf. Sek. Lt. Arnold.

Pr. Lt. 0. Skopnik.

Sek. Lt. Klauenflügel. 1865. Hauptm. u. Battr. Chef Ulrich.

1868. Pr. Lt. v. Schramm.

Hauptm. u., Battr. Chef v. Berge und Sek. Lt. Seiffert.

Herrndorf.

Pr. Lt. v. Reppert. 1866.

Sek. Lt. Klauenflügel.
Hauptm. 11. Battr. Chef Ulrich. *)

Frhr. v. Richthofen.
Minor.

1869.
Pr. Lt. Heimbrod. *)
v. Skopnik.

Hauptm. u. Battr. Chef v. Berge und Sek. Lt. Dietrich.

Herrndorf.
D. Scheve.

Pr. Lt. v. Reppert.
Klauenflügel.

Sek. Lt. Klauenflügel.
Schmidt. *)

Schönborn.

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*) Während des Feldzuges 1866,

1870 bis 1871. Hauptm. u. Battr. Chef d. Berge und Sek. Lt. Knoll. Herrndorf.

v. Kronhelm. Krause. *)

Richter. *) Pr. Lt. Dietrich. *)

Schmidt II. Set. &t. Klauenflügel. *)

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Namensänderungen der 2. Batterie seit ihrer Formation.

1. 9. 1863 16.6. 1864 28.2. 1867 9. 6. 1870 22.6. 1871 1. 2. 1872 1.11. 1872
bis bis

bis
his
bis
bis

bis
16.6. 1864 28. 2. 1867 9. 6. 1870 22.6. 1871 1. 2. 1872 1.11. 1872 7. 5. 1874

Seit 7. 5. 1874

4. 12pfdge 4. 12 pfdge 6. 6 pfdge 6. schwere 5.schwere 6. (chwere 6. schwere 2. Batterie Batterie Batterie Batterie Batterie Batterie Batterie Batterie Ober: Schleft: Soleft Schlesi Schlesi Schlesi Schlesi Schlesis schlesischen

fcher ichen Feld- ichen Feld- ichen Feld- schen Feld- Ichen Feld- schen Felds Feld:
Artillerie: Artillerie: Artillerie: Artillerie: Artillerie: Artillerie: Artillerie: Artillerie:
Brigabe Regiments Regiments Regiments Regiments Regiments Regiments Regiments
Nr. 6. Nr. 6. Nr. 6. Nr. 6. Nr. 6. Nr. 6,

Nr. 6 Nr. 21.
Divisions.
Artillerie.

C. 3. Batterie.
Am 11. April 1881 als 3. Batterie Oberschlefilden Keld-Artillerie-Regimente Nr. 21

zu Neiße formirt.
Gemäß der Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 6. Mai 1880
und 24. März 1881, welche die Neuformation von 24 Batterien
anordneten, wurde die bisherige 3. Batterie des Regiments an das
Schlesische Feld - Artillerie - Regiment Nr. 6 abgegeben und an deren
Stelle am 11. April 1881 eine neue Batterie in Neiße errichtet.
Dieselbe erhielt die Mannschaften durch Abgabe aller Batterien sowie
durch Einziehung von Dispositionsurlaubern des Regiments; die
Pferde zum Theil von den 3 Batterien der 1. Abtheilung, zum Theil
von den Ravallerie-Regimentern des 6. Armeekorps und durch Uebers
weisung von Ankaufspferden. Die Mannschaften der neuformirten
3. Batterie wurden in Kaserne 7, die Pferde zunächst in dem Geschütz,
schuppen, nach Rückehr von den Herbstübungen 1881 in dem bis-
herigen Stal der Kriegsschule zu Neiße untergebracht.

Chef der 3. Batterie. 11. April 1881 bis dato Hauptmann v. Hanstein.

*) Während des Feldzuges 1870/71,

D. 4. Batterie. Zm Februar 1813 als Opfdge Nr. 28 Sülefisder Artillerie-Brigade Nr. 3 in Neiße errichtet.

Der 6. provisorischen Batterie der Schlesischen Artillerie-Brigade entsproß im Februar 1813 ein Geschwisterpaar; gleichzeitig wurden aus ihrem Stamm

die 6pfdge Batterie Nr. 28 und

die 6pfdge Batterie Nr. 29 in Neiße formirt.

In den Jahren 1813 und 1814 treu zu einander haltend, riß der Feldzug 1815 sie für Jahrzehnte auseinander und erst im Jahre 1851 fanden sie sich wiederum in Neiße zusammen. Von 1863 bis 1867 aufs Neue getrennt, wurden sie in letzterem Jahr zum dritten Mal in Neiße vereint, um demnächst im Jahre 1881 wohl für immer auseinanderzugehen. Während die 6pfdge Nr. 29 den Stamm für die 8. Batterie Schlesischen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 6 gebildet hat, ist die 6pfdge Nr. 28 die Stammbatterie der heutigen 4. Batterie Oberschlesischen Feld- Artillerie-Regiments Nr. 21 geworden.

Unmittelbar nach erfolgter Formation, welche unter Leitung des in Neiße kommandirenden Generals v. Decer durch den Premierlieutenant Grunewald stattfand, wurde die mit Geschüßen englischen Materials ausgerüstete Batterie dem Blodadekorps vor Glogau zugetheilt. In diesem Zeitraum übernahm der Premierlieutenant spätere Kapitän þensel I.*) das Kommando der Batterie. Als Offiziere

*) In den durch Verfügung der Königlichen General Inspektion der Artillerie vom 30. November 1841 Nr. 2998 bekanntgegebenen Tableaus hins sichtlich Formation und Theilnahme der Kompagnien an den Feldzügen 1813 und 1815 wird als Rommandeur der 6pfdgen Batterie Nr. 28 der Schlesischen Artillerie-Brigade der Premierlieutenant spätere Kapitän Hensel I. aufgeführt. Auch in den geschichtlichen Rückblicken auf die Formation der preußischen Artillerie seit dem Jahre 1809 von Decker wird der Kapitän Hensel als der Rommandeur der 6 pfdgen Batterie Nr. 28 bezeichnet. Dagegen wird sowohl in der Geschichte der brandenburgisch-preußischen Artillerie von v. Malinowsky I. und v. Bonin als in den historisch-biographischen Nachrichten zur Geschichte der brandenburgischpreußischen Artillerie von Schöning, der Kapitän Hensel als Kommandeur der 6pfdgen Batterie Nr. 29 genannt; in ersterem Werke der Premierlieutenant Grunewald, in leşterem der Premierlieutenant v. Becker als Chef der 6pfdgen Batterie Nr. 28 bezeichnet. Troßdem führt aber Schöning in der Nachweisung am Schluß des 3. Bandes die Batterien und Kolonnen während des Feldzugs

fungirten der Premierlieutenant Grunewald und die Sekondlieutenants Schulz und v. Reisewit.

Unter Befehl des Generalmajors Schuler v. Senden war nach dem Anfang März erfolgten Abzuge des russischen Blockadekorps am 26. desselben Monats Glogau von 6 Bataillonen, 3 Eskadrons, 1 Pionier-Kompagnie und der 6pfdgen Batterie Nr. 28 cernirt worden, zu welchen Truppen bald darauf noch 2 russische InfanterieRegimenter und 1 Ulanen - Regiment, sowie 1 Batterie hinzutraten. Diese schwachen Kräfte fonnten gegen die 4000 Mann starke Besagung unter dem General la Plane nichts ausrichten, und nachdem infolge der von der preußischen Armee eingetroffenen ungünstigen Nachrichten schon am 16. Mai die Belagerungsgeschüße nach Breslau eingeschifft worden waren, wurde am 26. Mai die Belagerung aufgehoben.

Der Batterie Hensel war mehrfach Gelegenheit geboten worden, sich mit dem Feinde zu messen. Die häufigen Ausfälle der Belagerten, speziell am 1., 2., 12. und 24. April, sowie am 7. Mai, erforderten bei der geringen Anzahl der Feldgeschüße, welche meist zu zweien auf der ganzen Angriffsfront vertheilt waren, die vollste Aufmerksamfeit der Offiziere und Bedienung.

Im August 1813 wurde die Festung, welche unterdessen um 3000 Mann Besayung verstärkt worden war, auf dem linken OderUfer durch ein preußisches, auf dem rechten durch ein russisches Korps eingeschlossen. Letzteres war 31 Bataillone Infanterie, 5 RosakenRegimenter, 3 schwere Batterien, in Summa 21000 Mann stark; ersteres bis Anfang Dezember von dem Generalmajor v. Heister, später von dem Oberstlieutenant v. Blumenstein, Brigadier der Schlesischen Artillerie-Brigade, kommandirt, zählte 13 Bataillone Infanterie, 240 Jäger, die Opfdgen Batterien Nr. 28 und 29 und 1 Pionier-Kompagnie, in Summa 8400 Mann.

Zur eigentlichen Belagerung fam es nicht, da außer den Felds geschüßen nur einige 12-Pfünder, 4 Haubigen und 4 Mörser vorhanden waren, doch eröffnete der General v. Heister trokdem am 8. November auf dem linken Oder-Ufer eine Tranchée für den ganzen Umfang der Festung und erbaute an den verschiedensten Stellen Redouten und Batterien.

1815 unter 12pfdge Fuß-Batterie Nr. 15 war 1813–1814 6 pfdge FußBatterie Nr. 28 - den Kapitän Hensel I. als Chef an. Dieser Widerspruch läßt wohl mit Sicherheit auf die Richtigkeit der Annahme der Königlichen General-Inspektion schließen.

Die Franzosen blieben den Belagerern nichts schuldig. Raum ein Tag oder eine Nacht verging, an dem sie nicht Ausfälle zur Beunruhigung der Vorposten, zur Zerstörung gebauter Werke, zur Wiedereroberung verloren gegangener oder aufgegebener Positionen machten. Namentlich die ersten Tage des November brachten tägliche Kämpfe, bei welchen den preußischen Feld-Batterien feine unbedeutende Rolle zugewiesen war.

Im Dezember wurde die Festung mehrfach, aber ohne Erfolg, zur Uebergabe aufgefordert, und trotzdem im Januar 2 Bataillone Frankfurter, 2 Bataillone Kroaten, 1 Kompagnie Spanier und 1 Kompagnie fächsischer Artillerie aus der Festung abzogen, waren sichtbare Fortschritte auf Seiten der Belagerer faum zu verzeichnen. Das am 28. Januar aus allen Geschüßen erfolgte Bombardement, sowie die Wegnahme der Zerbauer Redoute am 11. Februar, beantwortete der tapfere Kommandant mit einem so energischen Ausfall in der Nacht vom 11. zum 12. Februar, daß die kaum gewonnene Redoute nebst einem darin befindlichen Geschüt nicht nur wieder verloren ging, sondern von den Belagerten auch noch in die Luft gesprengt wurde.

Die kleinen Gefechte währten fast täglich bis zum 10. April fort, an welchem Tage in Jätschau der Abschluß der Kapitulation erfolgte. Am 17. April zog die noch 1800 Mann starke Besaßung unter der Bedingung, 1 Jahr gegen die verbündete Armee nicht mehr zu kämpfen, mit vollen Ehren nach Frankreich ab.

Schöning sagt in seinem Werk: „Der Oberst v. Blumenstein empfahl von der Artillerie der Gnade Seiner Majestät den Lieutenant Hensel an der Spige seiner tapferen englischen leichten Batterie, der sich besonders in den Gefechten vom 8. bis 10. November ausgezeichnet hatte, sowie die Lieutenants Schulz und v. Reisewit, welcher leştere sich bei der Wegnahme der Zerbauer Redoute die Hochachtung des ganzen Blockadekorps erworben hatte; außerdem den Bombardier Hobe und den Ranonier Biel."

Premierlieutenant Hensel, sowie sechs Avancirte und Mannschaften*) erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Der Ranonier Christian Grund und Chirurgus Friedrich Lur erhielten den russischen St. Georgen-Orden 5. Klasse.

*) Namen nicht mehr zu ermitteln.

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