Paul Jos. S̆afar̆ík's Geschichte der südslawischen Literatur, Bände 1-2

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F. Tempsky, 1864
 

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Seite 34 - Kaisertliums, der Wiener Literaturzeitung, den durch einige Zeit von ihm redigierten ^Jahrbüchern der Literatur, und selbst im österreichischen Beobachter zerstreuten kritisch - philologischen Aufsätze verdienten nicht nur wegen ihres durch Scharfsinn, Gelehrsamkeit, fruchtbare Ideen usw ausgezeichneten Inhalts, sondern selbst wegen ihrer originellen Darstellungsweise gesammelt und vereint herausgegeben zu werden. Eine solche Sammlung, bestimmt den kritischen Sinn...
Seite 2 - Glagolische und Kyrillische , so schien es ihm nicht unmöglich, auch das Windische mit lateinischen und deutschen Buchstaben zu schreiben. Er machte um das Jahr 1550 einen ernstlichen Versuch, und überzeugte sich von der Ausführbarkeit der Sache. Das Erste, was nun Trüber verfasste, war ein Katechismus und ABCdarium. Den Katechismus, der ausser verschiedenen Stücken in Reimen, auch eine Predigt von dem Wort: Glaube, und des Glaubens Eigenschaft und Wirkungen, als Zugabe hatte, schickte er als...
Seite 4 - Kempten, zog aber nicht nach Krain, sondern ging nach Urach, von Urach nach Tübingen, und nach 14 Tagen wieder nach Urach. Der Mann war unentbehrlich für die Ausgabe der fremden Bücher. Um bei dieser Arbeit bestehen zu können, erhielt er von dem Herzog die Pfarrei Urach. So war er, sonderbar genug, zu einer Zeit Pfarrer zu Urach und der Landschaft in Krain verordneter Prädicant. Diese wollte ihren Prädicanten haben, und die Druckanstalt wollte die Hauptperson nicht entbehren. Eigentlich stand...
Seite 12 - Trübem überlegen. Doch liess er sich auch überflüssige Neuerungen zu Schulden kommen, und in der Aufnahme dalmatischer Wörter, ohne ihre dialektische Form zu ändern und der windischen Mundart anzupassen, machte er ebenfalls häufige Missgriffe. (Vgl. Kopitar's Gramm. S. XXXV und besonders S.
Seite 9 - Verfolgung Prediger zu Rotenburg an der Tauber, Pfarrer zu Kempten und Aurach, nachmals Prediger der ehrsamen löblichen Landschaft in Krain und in der Grafschaft Görz zu Rubia, und nach der ändern Verfolgung Pfarrer zu Laufen und jetzund zu Derendingen bei Tübingen. (S. Valvasor ТЫ.
Seite 7 - Piechenschaft abzugeben. Dies wurde befolgt. Trüber schickte die Schriften und Acten der Verhandlung an den Freiherrn Ungnad, mit der Bitte, sie auch an den Herzog von Würtemberg gelangen zu lassen. Den Inhalt derselben kann man sich leicht selbst angeben. Die Landschaft stellte ihrem Prädicanten das Zeugniss an den Kaiser, dass, wenn nur Ihre kaiserliche Majestät selbst ihn hören sollten, Ihre Majestät wegen der Bescheidenheit, die er in Lehren und Predigen gebrauche, wie auch wegen seines...
Seite 11 - ... besuchen. Vermuthlich kam auch die zu Wien vorgegangene Veränderung in Rechnung, da Ferdinand I. gestorben, und sein Sohn Maximilian jetzt in die Regierung eingetreten war. Der Freiherr kam wohlbehalten in Winteritz an, er wollte hier und so lange verharren, bis Maximilian nach Prag kommen würde, um ihm daselbst persönlich aufzuwarten. Aber um Weihnachten ward er von einem Katarrh befallen, der seinem Leben schnell ein Ende machte. Er starb den 27. Dec. 1564 in einer wahrhaft christlichen...
Seite 13 - ... berufen, welchem Amte er mit geringen Unterbrechungen bis an sein Lebensende vorstand. Er machte von Laibach aus häufige Ausflüge aufs Land, namentlich nach Oberkrain ; und im Jahre 1583 hielt er sich in Wittenberg auf, um daselbst den Druck seiner Bibel zu besorgen. Gegen das Ende seines Lebens, im J. 1585, trafen ihn noch harte Drangsale. Er wurde nämlich von Christoph Freiherr von Augsberg nach St Kantian (Skocjan, wird insgemein als ein Wort ausgesprochen) in Auersperg (Turjak) zum Pfarrer...
Seite 3 - Keutlingen kommen, um die Correctur zu besorgen. So erschien also noch vor Ende des Jahres 1555 das erste Evangelium in windischer Sprache. Trüber gab ihm als Beilage eine Auslegung über den Katechismus und ein ABCdarium. Trüber lässt Vergerio alle Gerechtigkeit wiederfahren. Was letzterem eigentlich gebührt, ist Folgendes. Vergerio war derjenige, der es veranlasste, dass die Unternehmung aufs neue in Bewegung kam; sein Verdienst ist es, dass Herzog Christoph und Landpropst Johann Brenz sich...
Seite 5 - Amt mit deutschen und windischen Predigten angefangen. Er kam aber bald wieder zurück, und brachte zwei uskokische Priester griechischen Ritus mit, die zur Uebersetzung des N. Testaments in cyrillischer Schrift gebraucht werden sollten. Den ganzen Winter verblieb er auf seiner Pfarrei zu Urach. Die Landschaft in Krain verlangte aber sehr ernstlich, er möchte nun gleich nach Ostern sich dort einstellen ; der Abzug, und zwar jetzt mit der Familie, erfolgte also zu Anfang des Sommers 1502.

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