Holzfrevel und Heilsverlust: Die ökologische Dichtung der Annette von Droste-Hülshoff

Cover
Wallstein Verlag, 05.10.2020 - 283 Seiten
Sensibel und mit detektivischem Spürsinn geht Heinrich Detering der Entwicklung von Annette von Droste-Hülshoffs ökologischem Schreiben nach. Die "Schuld des Mordes an der Erde Lieblichkeit": Dieses Thema durchzieht das Werk der Annette von Droste-Hülshoff von Anfang bis Ende. Dabei verbinden sich religiöse und anthropologische Fragen mit sehr handfest ökologischen. Diese Dichtung begreift "Natur" als einen umfassenden und dynamischen Lebenszusammenhang, dessen Zerstörung auch eine Selbstzerstörung des Menschen bedeutet. Die faszinierende Studie deckt Annette von Droste-Hülshoffs ökologisches Schreiben auf - die oft gerühmte sinnliche Intensität ihrer Naturbilder, ihren Sinn für spirituelle Dimensionen des Lebendigen, ihre sensible Wahrnehmung von Gefährdungen, deren Ausmaß erst heute sichtbar wird. Dabei wird die radikale Modernität einer Dichterin sichtbar, die in ihren großen Naturgedichten und in Erzählungen wie der "Judenbuche" provozierend neue literarische Verfahren erprobt.
 

Inhalt

Die Dichterin und die Wissenschaften
9
Naturlyrik
33
Metaphysische Landschaften im Geistlichen Jahr
75
Die Judenbuche
111
Adalbert Stifter
191
Anhang
211
Impressum
284

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Autoren-Profil (2020)

Heinrich Detering, geb. 1959, ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen.

Bibliografische Informationen