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das Domkapitel dem Herzog Heinrich 5ooo Thaler bewilligt hatte. Um diesem Umwesen ein Ende zu machen, ging der Churfürst Moriß nebst dem Herzog Heinrich dem Marggrafen Albert mit einer ansehnlichen Armee entgegen, und es kam bey Sievershausen nicht weit von Peine am 9. Jul. 1553 zu einer blutigen Schlacht, worin 2 Prinzen des Hers' zogs Heinrich, ein Prinz von Lüneburg, viele von Adel und 4ooo Gemeine ihr Leben verloren. Als die Schlacht schon geendigt war, und Moritz völlig gesiegt hatte, bekam er aus Unvorsichtigkeit oder Verrätherey von hinten zu einen tödli:

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Er würde bey seinem vielumfassenden großen Unternehmungs: geiste noch große Dinge ausgeführt, besonders mit Magdeburg, welches er zu seinem Waffenplatz und letzten Zufluchtsort bestimmt hatte, noch manches Wichtige unter: nommen, und vieles für Magdeburg gethan haben, wenn er länger gelebt hätte. Die Stadt Magdeburg verlor an ihm einen eifrigen Gönner, und alle die vortheilhaften Versprechungen blieben nun unerfüllt, welche die Stadt von ihm und seinem Günstling, dem Baron Heideck, ingeheim erhalten hatte. Sein Bruder August war sein Nachfolger in der Churwürde und in seinen Ländern, welcher sich auch noch im J. 1553 von der Stadt Magdeburg durch Bevollmächtigte huldigen, und die von Moritz in der Stadt gelassene Besatzung aus derselben abziehen ließ. Bald nach Moritz starb auch der – durch ihn um die Churwürde, und um einen Theil seiner Länder gekommene, unglückliche Churfürst Johann Friedrich am 3. März 1554 zu Weimar, nachdem er 1o Tage vorher seine Gemahlin durch den Tod verloren, und noch an seinem Todestage den zu Naumburg zwischen ihm und

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