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Prediger vergebens zur Annahme der Kirchenordnung zu bereden suchten. - ". Diese Vorfälle, und der strenge, intolerante, auch gegen den noch katholischen Erzbischof und Landesherrn gerichtete, Inhalt der Kirchenordnung selbst, erregten beym Magistrat Unruhe und Bedenken gegen die ihnen zur Approbation vor: gelegte Kirchenordnung. Sie schickten ihre Zweifel und Einwendungen dagegen an den zu Magdeburg noch immer sehr verehrten, damaligen Superintendenten Amsdorf zu Eisenach, und baten ihn um sein Urtheil in der Sache. Dieser aber billigte und vertheidigte nach seinem orthodoren Eifer die Kirchenordnung sehr, und ermahnte in einem Schreiben vom 29. Aug. 1554 den Magistrat dringend, darüber genau zu halten. Er rieth auch den Magdeburgischen Predigern, lieber die Stadt zu verlassen, als sich die Kirchenordnung wieder nehmen zu lassen. Der Superintendent Sarcerius zu Eisleben, der Hofprediger Stolz oder Stössel zu Wei

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und Braunschweig, gaben ihr ebenfalls in eignen Schreiben und Gutachten den stärksten Beyfall. Der nach dem Pas: sauischen Vergleich wieder als Superintendent nach Regensburg zurückgegangene ehemalige Pastor an der Ulrichskirche, Nic. Gallus, billigte die Kirchenordnung ebenfalls sehr, und vertheidigte besonders die in derselben angeordnete Ercommunication oder den Kirchenbann, in seinem Schreiben an

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Interim, unter den Protestanten entstandenen heftigen the

ologischen Streitigkeiten, woran man gleich, bey ihrem er sten Ursprunge zu Magdeburg den lebhaftesten Antheil ge: nommen hatte, fanden auch nach der Belagerung noch meh: rere eifrige und heftige Theilnehmek unter den Predigern das selbst. Der Erzzänker unter den Theologen damaliger Zeit, Matthias Flacius, hatte zu Magdeburg mehrere Jahre hindurch in und nach dem Schmalkaldischen Kriege Schutz und Sicherheit gefunden, und verschiedene Magdeburgische Pres diger waren seine Freunde und Anhänger. Seit 1557 war er

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zu die Söhne des unglücklichen Churfürsten Johann Frie: drichs schon am 19. März d. J. 1548, nach der Abtretung Wittenbergs, den Grund gelegt, und welche sie im J. 1555 noch mehr dotirt hatten, welche auch unter dem 15. Aug. 1557 vom Kaiser Ferdinand confirmirt, und dann am 2. Febr. 1558 feierlich eingeweihet ward. Hier bemühte sich Flacius und sein Anhang, nach dem geheimen Wunsch und unter dem Schutz gedachter Söhne des Churfürsten Johann Friedrichs, welche den Verlust der Churwürde, des Churkreises und der darin gelegenen Universität Wittenberg, sowie des Directoriums unter den Protestanten, nicht vers

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