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welchem der Kaiser nun auch an des abgedankten Wallen: T

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lenburg eingefallen sey, und Demmin, und Neubrandenburg , erobert habe, brach er am 5. Febr. x63r mit 3 Regimentern zu Fuß, und einem Regimente Croaten, von Frankfurt auf, ließ dafelbst und in Landsberg eine gute Besatzung zurück, undging über Brandenburg an der Havel und Ruppin ins Mecklenburgische. Aus dem Magdeburgischen zog er an sich, was irgend entbehrt werden konnte, ging dann mit 2oooo Mann und 26 Kanonen vor Neubrandenburg, worin 2ooo Schweden lagen, griff es gleich mit stürmender Hand heftig an, eroberte es nach einigen vergeblichen Stürmen mit gros ßem Verlust am 9. März d. J., ließ die Besatzung größ, tentheils niederhauen, und die Stadt plündern. Er konnte sich aber in Mecklenburg, wegen Mangel an. Proviant und Getraide, welches die Schweden weggeführt hatten, nicht lange halten, konnte auch gegen den König von Schweden nichts ausrichten, und ging daher über Ruppin, Fehrbellin, Havelberg und Brandenburg schnell wieder zurück vor Magdeburg, um es wegzunehmen, ehe Gustav Adolph zur Hülfe kommen könnte, um durch diesen Schlag dem Kriege eine ganz andere Wens dung zu geben, – welches ihm nur zu gut gelang. *) Zu der Zeit, da Tilly in Frankfurt war, und dann die mehresten kaiserlichen Truppen im Erzstifte mit nach Mecklenburg nahm, setzte Pappenheim zwar die Einschließung Magdeburgs , und die Anstalten der Belagerung der Stadt fort. Allein er konnte mit seinen wenigen

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Truppen nichts Ernstliches gegen die Stadt unternehmen, und nicht einmal die Ausfälle der Besatzung und der fürstlichen Truppen hindern, welche auf 6 Meilen weit von der Stadt streiften, die Kaiserlichen in ihren Quar: tieren überfielen, und viele niedermachten, oder gefangen nahmen, auch viel Proviant vom Lande, unter andern einmal-2ooo Stück fette Schweine, desgleichen viel Rindvieh, Schafe und Pferde, in die Stadt brachten. Sie überfielen auch die kaiserliche Besatzung in Burg, und nahmen 27 Mann davon gefangen. Am 6. Jan. d. J. schlugen 4oo Mann zu Fuß und 2oo zu Pferde aus der Stadt, einen andringenden starken Trupp Kaiserlicher nicht weit von der Zollschanze, und verfolgten sie bis ins Biederitzer Holz. Bald darauf ward ein anderer starker Trupp Kaiserlicher, die von Burg kamen, bey der Zollschanze angegriffen, und mit einem Verlust von 4o Reus tern zurückgeschlagen. –Der Kaiserliche Obristlieutenant Chiesa , der sich vor Mantua großen Ruhm erworben hatte, ward von den fürstlichen Truppen aufgefangen und niedergemacht. Ausser ansehnlicher Beute fand man bey ihm auch wichtige Schreiben, woraus man ersah: daß die kaiserlichen Officiere vor Magdeburg, besonders Pap: penheim und der Graf Wolf von Mansfeld, unter einander uneinig, und eifersüchtig auf einander waren, sich schon um die Commendantenstelle zu Magdeburg stritten, – und daß man besonders mit Pappenheim sehr

unzufrieden war, weil er die Magdeburger nicht kräftig

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