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Gewalt des Magistrats, ihn zu entfernen, und er allein müsse für das, was er Feindliches vorgenommen habe,

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mittags, erhob sich ein schrecklicher unerhörter Sturmwind, wodurch zu Magdeburg einige der höchsten und beften Thürme, nehmlich der Johannis -, und der noch nicht lange neu aufgeführte, Katharinen: Thurm, desgleichen die Thürme von St. Annen und Gertrud, und der Su...denburger Kirchthurm , niedergeworfen wurden, welche mehrentheils auf die Kirchen stürzten, und diese sehr be

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Eben so bedeutungsvoll sahe man es nach der Denk art jener Zeit an, daß Tilly, in einem mit Pappenheim und andern Generalen zu Hameln in seinem Logis auf dem Rathhäuse, gerade während dieses Sturms gehaltenen, Kriegsrath, beschloß, Magdeburg ernstlich anzu: greifen, und die Eroberung dieser Stadt zu versuchen. Zu gleicher Zeit setzte der Sturm eine nahe Pulvermühle in den Brand, welche mit entsetzlichen Krachen in die Luft flog. – Pappenheim verlangte zur Eroberung Mag. deburgs nur 2ooo Mann zu Fuß und 2ooo zu Pferde. Tilly antwortete: er wolle ihm gern 3ooo Mann zu Fuß und zu Pferde dazu geben, indem er bedenken müsse, daß er nicht Bauern vom Lande, sondern einen guten Wall und Soldaten vor sich haben werde. Pappenheim hatte kurz vorher im Octob. d. J., nebst dem aus Ost, friesland herbeygeeilten Obristen Reinacher, die vom Her, zog Franz Karl von Lauenburg für Schweden geworbes nen Truppen, womit er dem König Mecklenburg erobern helfen, und ihm den Weg nach Magdeburg bahnen wollte, völlig geschlagen, zerstreut, und zum Theil in kaiserliche

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Dienste genommen. Darauf marschirte er mit seinem, über 1oooo Mann starken, Heere ins Magdeburgische, näherte sich gegen den Winter der Stadt mehr und mehr, und bereitete alles, unter andern auch eine Menge Sturms leitern, und andere Kriegsgeräthschaften, besonders in Wolfenbüttel, zur Belagerung vor.")

– Der nunmehrige Schwedische Kommendant von Fals

kenberg in Magdeburg, traf aber auch alle nöthige Anstalten zur tapfern Gegenwehr und zur Vertheidigung der

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als er bekommen konnte, in Magdeburg auf Wechsel, welche in Hamburg bezahlt werden sollten. Die Werbun

gen gingen gut von Statten, und hatten keinen geringen Zulauf. Falkenberg bemühte sich lange vergeblich, die Bürgerschaft zu Magdeburg dahin zu bringen, den neugeworbnen Truppen in der Stadt Quartier zu geben.

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Mann zu Fuß und 200 Mann zu Pferde unter dem Ober

sten Schneidewind, die Kaiserlichen in Neuhaldensleben angreifen, und sie von da vertreiben. Durch einen zweystündigen Sturm ward die Stadt erobert, und dabey 6o Mann Kaiserliche niedergehauen, und 1oo Mann ges fangen genommen, auch eine Menge daselbst gefundenen Proviants und Munition nach Magdeburg gebracht. Paps penheim aber erschien bald mit einigen Tausend Manh und 8 Kanonen vor Neuhaldensleben, und brachte es bey eingefallenem heftigen Frost am 15. Dec. d. I durch einen Accord bald wieder in seine Gewalt Die fürstlichen Officiere und Soldaten mußten sich zu Kriegsgefangenen ergeben, mußten ihr Gewehr und ihre Pferde ab liefern, und schwören: daß sie nie wieder gegen den Kaiser dienen wollten. Ihr auch gefangener Befehlshaber, von Schneidewind, ward bey öffentlichem Trommels schlag von Falkenberg citirt , sich zu verantworten.

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