Geschichte der norddeutschen Franziskaner-Missionen der sächsischen Ordens-Provinz vom hl. Kreuz

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Herder, 1880 - 735 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 215 - Denn wie man eine Hand umwendet, so war all mein Zweifel hinweg, ich war versichert in meinem Herzen der Gnade Gottes in Christo Jesu, ich konnte Gott nicht allein Gott, sondern meinen Vater nennen, alle Traurigkeit und Unruhe des Herzens ward auf einmal weggenommen, hingegen ward ich als mit einem Strom der...
Seite 455 - Der Wahn, durch religiöse Handlungen des Cultus etwas in Ansehung der Rechtfertigung vor Gott auszurichten, ist der religiöse Aberglaube; so wie der Wahn, dieses durch Bestrebung zu einem vermeintlichen Umgange mit Gott bewirken zu wollen, die religiöse Schwärmerei.
Seite 391 - Religion anzunehmen und zu halten, und wie wir alle unter einem Christo sind und streiten, also auch alle in einer Gemeinschaft, Kirchen und Einigkeit zu leben.
Seite 183 - XIV. unmöglich größer sein können, und was das liederliche Leben betrifft, so bin ich zwar nur zwei Tage hier, aber ich kann in Wahrheit sagen, daß dergleichen noch nicht gesehen, und wenn der scelige Franckc lebte und hier wäre, würde er es nicht ändern können, daher ich auch Ursache habe hier recht vergnügt zu sein.
Seite 79 - Nach dem Tode des Guardians P. Petrus von Uetrecht erschienen am 13. Mai 1596 drei Domherren im Franziskanerkloster, in dem sich noch 3 Patres befanden und erklärten, „daß sie im Namen des Kapitels vom Kloster und allem, was dazu gehöre, Besitz ergriffen, so daß wenn die drei noch übrigen Patres stürben, kein Mensch unter irgend welchem Vorwand nach deren Tode sich irgend ein Recht am Kloster zuzueignen befugt sein solle58".
Seite 482 - die katholische, römische wie auch andere christliche Religionen an einem jeden Ort in öffentlichem Gebrauch und Übung zu continuiren, zu manuteniren und zuzulassen [?] und darüber niemand in seinem Gewissen noch exercitio zu perturbiren, zu molestiren noch zu betrüben
Seite 77 - Kloster hiedurch nichts zu untervvinden bedacht seindt, wir auch und unsere Nachkommen mit der Fenster Bewahrung kein jus ahn ihrer Kirchen haben sollen noch wollen, sondern auf den Fall, wenn das Kloster wiederum vollkommlich nach altem Gebrauch und Herkommen oder Gewohnheit mit Ordenspersonen besetzt, sie der Kirche nicht entrathen und wir alsdann gutwillig wollen wiederumb abtreten und dem Barfüßer-Kloster ohn allen Entgelt ihre Kirche folgen lassen, so sollen und wollen wir und unsere Nachkommen...
Seite 94 - Als sein Befehl an den Convent, die Stadt zu verlassen, bei dem Guardian Felix Sylvius und den Seinigen nichts half, und sie sich entschieden weigerten zu gehorchen, sandte er Soldaten hin und ließ die Klosterpforte vernageln. . . . Aber da auch das nichts fruchtete, sandte er auf Antrieb der Protestanten eine Anzahl Soldaten ab, die mit Gewalt die Brüder aus dem Kloster treiben sollten. Da stellte sich der Guardian unerschrocken vor Jene hin . . . und erklärte, lebendig und freiwillig könne...
Seite 132 - Schweigen werde ich nicht , und ob mir's nicht würde gelingen, hoffe ich doch, ihr Bischöfe sollt euer Liedlein nicht mit Freuden hinaus singen. Ihr habt sie noch nicht alle vertilget, die Christus wider eure abgöttische Tyrannei erweckt hat.
Seite 132 - Schweigen bringen] noch täuben [betäuben] ; widerfähret euch aber ein Schimpf daraus, deß ihr euch itzt nicht versehet, so will ich euch...

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