Beschreibung und Wahrnehmung des Fremden in der rabbinischen Literatur: eine Interpretation anhand der Traktate Brachot, Schabbat, Jebamot und Sanhedrin

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Peter Lang, 2010 - 429 Seiten
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Oft entscheiden Äußerlichkeiten über unser Verhältnis zu Fremden. Zugleich erlaubt die sinnliche Wahrnehmung fremder Personen und Orte, Rückschlüsse auf die eigene Identität zu ziehen. Dies gilt auch für das Judentum und die jüdische Wahrnehmung. Während die Figur des Fremden im Alten Testament bereits einige Beachtung fand, wurde sie in der rabbinischen Literatur bisher kaum untersucht.
Diese Studie analysiert und vergleicht die Wahrnehmung und Beschreibung des Fremden in der rabbinischen Literatur. Dabei konzentriert sie sich auf die Traktate Brachot, Schabbat, Jebamot und Sanhedrin, um einen Einblick in die jeweilige Ordnung des Talmud zu geben. Grundlegende Fragen sind: In welchen Kontexten werden Fremdlinge thematisiert? Inwiefern gewährt deren Beschreibung einen Einblick in die Wahrnehmung der Autoren? Welche Selbstsicht der Autoren lässt sich der Auseinandersetzung mit dem Fremden entnehmen? Von besonderem Interesse ist, ob das Bild der Fremden im Talmud das Produkt der biblischen Exegese oder realistisch ist. Dafür werden bestimmte Bezeichnungen wie «Goy», «Ger» und «Noḥri» verglichen und deren Darstellung untersucht. Die Beschreibung des Fremden gewährt aufschlussreiche Einblicke in die sozialen Veränderungen Israels in der rabbinischen Epoche.
 

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Inhalt

Einleitung
11
Theorie und Methode für der die das Fremde
17
Zum Forschungsstand in der rabbinischen Literatur
30
Der methodische Ansatz für der die das Fremde
52
Beschreibung und Wahrnehmung des Fremden
65
Traktat Schabbat
120
Traktat Jebamot
189
die Überlieferung des Traktats
197
Traktat Sanhedrin
292
die Überlieferung des Traktats
299
EU Vergleich der Traktate Brachot Schabbat Jebamot und Sanhedrin
389
Eine Zusammenfassung
405
Literaturverzeichnis Quellen und Register
415
Register
427
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2010)

Korbinian Spann, geboren 1980, studierte an den Universitäten Augsburg und Freiburg Judaistik, Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie. Nach einem Forschungsaufenthalt in Harvard promovierte er 2008 an der Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte Israels in der Antike und Moderne, jüdische Literatur und jüdische Philosophie.

Bibliografische Informationen