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schriben solden, ab wir welden, daz ir Ichtes dorczu thun soldet, daz solde wir uch vorschriben and wen wir mit uch nicht anders wissen, den lip gut und fruntschaft, und worumb so hoffen wir wol czu gote umb guter eyntracht und gutes alders willen, daz ir uns, den unsern und der toden frunde alzo vel do vor thun und wedirfaren lasset, alz daz fruntlich, erlich und recht ist, und bitten uch flislich, das ir yo dornoch seit, daz uns und den unsern daz geschee, uff daz uns vort mer keyne clage und manunge not ist umb der schelungen willen an euch czu thun, und begeren dis briefes egne gutige antwert by desem bewiser. Geben czu Marienburg an der Mittewochen vor Bartholomei apostoli Anno XCVIlmo.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 59.

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Ni XLVIII.

Credenzbrief für den Grafen Rudolf von Kyburg, Komthur zu Rheden, bei deffen Sendung an den

König von Ungarn. 1397.
Deme allirdurchluchsten fursten und grosmechtigen herren hern Sigismundo

konige czu Ungern etc, unserm gnedigen herren mit wirdikeit.
Demutige befelunge und willigen dienst czu allir behegelichkeit bevorn, Allirdurch-
luchster furste, Grosmechtiger gnediger lieber herre, czu euwer durchluchtikeit wir
senden den Erbarn geistlichen man, Grafe Rudolph von Kyburg Bruder unsers Ordens
und kompthur czum Reddyn desen bewiser etlicher unser botschaft und meynunge
wol underwiset, Mit demutigem flize bittende, daz In euwer gnade gnedeclich vorhoren
geruche und Im ouch gelowben, waz ber von unsern wegen czu desem mole euwern
gnaden vorbrengit, als ab wir selbir mit euwern gnaden dovon redten, Gegeben uff
unserm huse Marienburg an dem tag XIM. Juncfrouwen Anno domini etc. XCVI[mo.

Ubschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. Il. p. 62.

N XLIX.

Instruction für den Romthur von Rheden bei seiner Gesandtschaft an den König von Ungarn. — 1397.
Dis ist dy botschaft des kompthurs czum Reddin an unsern hern

den konig von Ungern.
Allirdurchluchster furste, Grosmechtiger gnediger herre, uwir gnedigen botschaft ge-
Allirdu
schen von dem Edlen hern Walther Rumely von hoenfels an unsern homeister her

wol bat vornomen, und danket groslich ewir grosmechtige vorsichtikeit, do ir In und sienen orden also gnediclich vorsehet und besorget.

Off den irsten artikel, als ewir allirdurchlucht. begert, das unser homeister czu euch keme keyn Gnyzen, Gnediger liber herre Alleine is ist ungewonlich. als verre czu czihn bussen landes eym homeister umb grose redeliche sache, doch umb ewir grosmechige gonst und libe, dy ir tragt czu sym Orden, also hoch dirbietende, her gerne czu ewir allirdurchlucht. komen wil, wy her vorsichert werde abe and czu czu czihen. mit allen den synen, und ouch so der tag geleget wirt noch beqwemkeit, und wy die sicherunge geschen sal. das setczet her gancz und gar czu ewir durchlucht, und getruwet wol, das dy bescheydene wyse dir denke, das her vorsichert werde mit alle den synen.

Item uff den andern artikel als von der lande wegen etc. unser homeister mit groser danksamkeit. als von des landes wegen Worczlant genant, liebet und ofnymmet ewir willicliche dirbitunge, wen dasselbe lant, noch uswysunge der konyclichen bullen. etwan des allirdurchlachsten herren Andres konig czu ungern, wart gegebin mechticlich dem Orden, und vil Jare von Im besessen, dorumb das dy selbe gobe und selegerethe komeczu der bescheydene eigenschaft, der der Orden also lange entperen hat, liebet her ewirn gnedigen willen, sunder von den andern czweyen landen, sint dem mole das sy Im czu mole unbekant synt und sienem Orden, wy ir geleyde und dy bevestunge geschicket sy, so wil her gerne undirwyset werden von ewir grosmechtikeit, wenne solde der Orden etwan mit der hulfe gots halden das Orloy wider dy heidenschaft doselbest, so muste her yo haben sloss und veste. durch sicherheit und czu behaldunge der lande, Ouch so wolde unsir homeister gerne undirwyset werden, wy ewir grosmechtikeit meynet Im und sienem Orden dy selben lant czu vorschriben adir czu voreigenen.

Item off den dritten artikeit, als der summe des geldes uff dy Numarke etc. Spricht unser homeister, Alleine her gerne sost in allen moglichin gefellig welle syn ewir allirdurchlucht., So vormag her doch das nicht czu thun umb notdurft des ordens lande, den man muss teglichen helfen, Ouch so mus sich der 'Orden dirwenen syner vynde czu lande und czu wasser, ab der orden nu icht hette, das muste her dohen legen und keren.

Item das io dy heilge Cristenheit worde wol vorsichert und man undirwyse In beide von dem konige von Polan und ouch von Wythowten, das sy keynen Erbeling haben. Item wy Littowen und Russen dy vesten inne haben yn Littowen und Russen, nicht dy Cristen, mit semlichen sachen mag man den konig undirwysen.

Udschrift im Registr. des Sochmeisters Konrad von Jungingen Nro. Il. p. 60.

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Instruction des Hochmeisters für seinen Gesandten an den König von Ungarn über die Stellung des Ordens zum Könige von Polen und Witowo (1397).

Dis ist dy botschaft an kunig von ungern. Allirdurchluchster herre, unser homeister hat uns befolen czu reden sundirlich mit ewir Grosmechtikeit von der botschaft, dy ewir gnaden hat lassen thun an In hy dem Edlen Nicloss Bidegosczky und hit ewir grosmecht., das ir In nicht vordenket, das her uff dy vorhenumpte botschaft nicht gap eyne endhaftige antwort czu der cziet, wen der ofczog not was durch sachen willen, dy wir bitten uns gnediclichin czuvorhoren.

Uff die irste sache alz ewir durchlucht. lies werben umb eynen frede mit dem Irluchten konge von Polan und mit Wytowt iren landen alz Littowen und Russen, und des ordins landen, bis uff dy vastnacht nehst komende, unser homeister bis an ewir grosmecht. nicht vorder eynen frede gemacht hat, wen uff nativitatis Marie nehst komende, dorumb wenn herczog Wytowt eyns semlichen langen fredes sicher were czwisschen dem orden und Im, so lyet her uff sinem ofsatcze, das her dy wile undir sich betwynget eczlich hinderlande der heidenschaft adir Russen, dy her an sich czuhet und doch leset bliben in irem ungloybigen, Ouch ab her sy nicht betwingen kan, so macht her doch einen bunt mit In wider den orden, das also gerynklich nicht geschen mag, dy wile der orden mit Im orloyet, wen sie io syner desto mynner achten, als das offenbar ist.

Item In sotanen langen frede vorsach sich unsir homeister und vornam, das her dy wiele welde gereiset haben wider dy grosen Nowgarther, dy do grose landt haben und rich sint, und ab her das glocke hette, do mochte her einen grosen roub holen, mit dem her wider den orden alczu groslich gesterket mochte werden.

Item das Rich der grosen Nowgarther liet hinder den Pleskower und Watland, dy dem orden czu liflandt mit rechte geboren mogen und sollen, und so her dy hetwunge, das were eyn czeichen, das der Orden swerlichin czu den landen mochte yn czukomftigen czieten komen.

Item dy wyle Wytowt yo stat hat sich czu sterken mit harnissch, wopen, werkmeister, pferden etc. Ouch durch das Rich czu Polan deste beqwemlicher.

Dorumb gnediger lieber herre, gedenke uwir grosmecht. off semliche sachen, ab eyn sotaner langer frede nutczlich moge syn der heilgen cristènheit, wen dovon

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als sich unser homeister besorget, nicht alleine der ordin, sunder ouch andir unimegesessen Cristenland mogen czu schaden komen.

Item uff dy ander sache, also das der orden alle siener sachen ginge zu ewir grosmecht., dy do gewant ist czwisschen Wytowt etc. Gnediger liber herre, unser homeister hat uns befolen mit ewir grosmecht. eczwas als in vorworten

von den sachen zu reden, wen dy sachen nicht also geringe synt alz ewir durchlucht. lichte underwyset ist von eczlichen. Ewir wysheit dickennet wol, das dy sache gros ist, und gehort an nicht alleine den orden, sunder ouch alle anwalde der heilgen cristenheit, und solde ewir durchlucht, adir sost keyn ander unser herren der kurfursten adir sost ymands anders buessen dy sache yonier me zu im nemen, der muste vor alle ding den orden bewaren, und domele die heilge cristenheit yn desin nochgeschreben artikel.

Czum irsten kegen der heilgen kirchen und dem Riche, kurfursten und ouch andern cristenlichen fursten, das eine semliche entrichtunge adir ofnemange io geschen muste mit irem wissen und willen, wen wo eyne sotane vorwissunge nicht geschege, des muste der orden in allir cristenlichen fursten vordechtniss sten, das her eyn sotan cristenlich orlog hette nedirgelegt ane iren wissen, und nemlich denne, wo ymmerley umslak geschege, das man sich mus vorsehn und dicke geschen ist.

Item so hat der orden Privilegia und fryheiten von Pabesten, keisern, fursten und herren, Ouch hat her sy von den herren eczwan zu Littowen und Russen obir eczlich lande und buwestete, von den der orden mit nichte entwichen wil, Im gesche denne eyn glichs dovor, Ouch so kan nymand dy lande und greniczen also wol entrichten, alz dy, den dy landt bekant synt, und dorumb so mus der orden sine privilegia, fryheiten und dy land, nemlich dy her vorwustet hat, also besorgen, das her sich dovon deste bas gesterken moge wider dy ungloybigen, ap ymmer keyn umslak geschege von Littowen adir Russen landt, und doran der ordin nicht alleine sinen frede, sunder allir cristenheit suchet.

Item ab man ymmer keynen ewigen frede czwisschen dem ordin und Littowen worde machen, yn deme muste man den orden und die heilge cristenheit io also be. waren, das dy vorsichert worden, mit gyseln, globde adir eiden etc., dorumb das dy cristenheit io sicher worden des fredis, dy selben artikel y und y uff tagen der ordin hat beruret, ane ander dy ouch dorczu gehorn alz der gehorsam etc., wil anders Wytowt bewert werden alz eyn cristen furste etc.

Dorumb gnediger lieber berre, dese vorrede und artikel hat euch lassen dirczelen unsir homeister, das ewir durchlucht. doruff gedenke, ab euch dy sachen ufczanemen heqwemlich mogen syn adir nicht, wen dy sache gros ist und bedarff wol eyns ofczoges, uff das das man sich off alle syten wol bedenke, das man icht kome yn eynen vordocht andir cristen fursten, dornoch was ewir durchlucht, czu willen ist. das mogt ir entpiten unserm homeister (1397).

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 58.

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Der Hochmeister meldet der Königin von Polen ben Ausfall seiner Verhandlung mit dem Herzog von Oppeln wegen des Dobriner Landes. 1397.

Regine Polonie. Humili recommendacione cum obsequiorum promptitudine premissa, Serenissima princeps Magnifica domina graciosa, ad vota vestre Magnificencie pridem adhortando studiosius scripsimus Mustri domino Ladislao duci Opuliensi, quatenus sue originalis Jittere munimenta pro declaracione sui juris et tytuli proprietatis super terra Dobrinensi in Thoron ad certuni terminum curaret producere, ad quem eciam v. S. proponeret quosdanı certos commissarios dirigere. qui de productis eidem relacionem possent facere fidedignam, Sed dictus dominus dux acceptis litteris nostris suam nobis responsivam dedit, per omnia sub continencia notule intercluse, e cuius serie v. S. de et super intencione eiusdem se poterit informare, Quare Serenissima domina vestre Magnificencie humiliter supplicamus, quatenus attenta nostri animi promptitudine. qua ad vestra beneplacita regia iuxta vires et nostri honoris obtentum indubie fueramus, eadern nos informare velit de ulterioribus modis sollicitandi sepedictum dominum ducem. cum ad sue intencionis propositum obtinendi calculum iuris seu iusticie clamatorie interpellet, a quo nostri non interest eundem deicere quovismodo, Quid autem expediat v. S. pro huiusmodi instancia tollenda ipsa novit, Sed nostro videre non est alia via apeior extricandi eiusmodi differenciam, nisi iusticia vel amicicia mediante, desideramus enim ex animo, salvo nostri honoris tytulo et facultate suppetente, quaslibet vestre Serenitatis ac Regni vestri displicencias declinare, contemplacione ergo concordie, sicut placet vestre Magnificencie. viam cum dicto domino duce, que magis congruit amicicie vestra Serenitas apprehendet, Datum in castro nostro Marienburg feria secunda proxima pos festum XI milia virginum anno domini etc. XCVII.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 62.
Voigt Bd. vi. S. 83.

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