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ouch lies yn der cziet yn schriften, alz wir haben vornomen, dorumb so bitten wir mit allem flise, das ir geruchet czu dem selben tag czu komen, und unsern gnedigen herren czu vormanen umh unsers ordens wille und der ganczen beilgen cristenheit, In czu vorlegende, wy das dy Littowen und Russen groslich werden gesterket von tage czu tage von dem konge czu Polan mit wopen, harnisch, Bochsen etc. und ouch von hinden czu von den Tathern. der eyne grose mennyge komen sint czu Wytowt, mit den her meynet yo uns und dy cristenheit czu beschedigen, und alz wir yn der gebunge dis brives vor wore mere hatten, das ir eyne grose mennyge by Im lege czu Lunczeg yn Russen und welde unser lande mit In beschedigen und wy groslich der heiden landt werden gesterket von dem egenanten konge wir euch ofte vorinols entpoten haben, und besunder nu leczı ouch unsern gnedigen herren den kurfursten und dorumb siet flisig an unsern herren. das sy doruff gnediclich gedenken und vornuwet In unser sachen. ap sie ir vorgessen haben, und yo also, das ir keyne clage thut wider unsern herren den Romisschen konig, sunder alz wir underwyset hatten den egenanten kompthur czum Elbing, also siet ouch underwyset, und was ir von In dirfaret vor eine antwert, das vorschribet uns unforczogen mit desim kenwortigen boten und entscholdiget yo uns, dorumb das wir czu dem vorbenumpten tag nicht mochten senden unser besondern hoten, wen wir mussen bie note wol czusehn zu unsern landen, Ouch so wisset, das wir mit den Darptisschen yn der gebunge dis brives hielden einen tag, wy wir uns mit In scheiden werden, das wirt euch hernoch mols wol czu wissen, wen czu der cziet noch nichtesnicht geendet was. Ouch so habe wir vorschrebin herczog Wytowt den tag, ap her dorczu ymands senden wirt, das wisse wir nicht und ap das geschiet, so siet gewarnet wider In, horende dornoch, was unsere herren czu unsern und sinen sachen sprechen werden, alz ir wisset, Ouch so wachet flislich uff den tag ap Imands anders bescholdigen welle den orden, das ir uns und den orden also vorantwurt alz wir euch genczlich getruwen, Datum Mezelencz am Sontag vor Margarethe (1397).

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 59.
Voigt BD. VI. S. 84.

N XLIII Der Hochmeister ersucht den Herzog Witomd um einen Friedebrief mit der richtigen Jahrzahl, verweigert aber vorläufig einen freundlichen Verhandlungstag mit ihm. - 1397.

Daci Wytowt. Irluchter furst und herre, ewern fredebriff mit eynem andern sendebrive, gegeben an dem fumften tage des Mondes Julii, wir entpfingen an sente Margareten obund czu

danczk, und sy wol vornomen und obirlesende wir funden, das an der Jarczal unsers herren geyrret ist, wen do stet geschriben, gegeben in dem XCVI Jare, do sten solde im XCVII, dorumb so begere wir von euch, das ir uns eynen andern fredebriff laset schriben mit der rechten Jarczal unsers herren, sunder uf den gesanten briff wir uns dy wyle vorlasen wellen, und den frede, bis uns eyn ander briff gesant wirt, gerne halden wellen, und dornoch bis uff Assumpcionis marie noch uswysunge unsers fredebrives, den wir euch hirynne vorslossen senden, Ouch berre so habe wir wol vornomen ewir entscholdigunge von den czweyer artikel weyn und alz ir umb eynen fruntlichen tag czu halden mit euch byonen der cziet uns vorschribet und ratet, wisset das uns nicht geraten dunkt. das wir eynen tag mit euch halden, noch ir mit ans, Ir und wir uns denne dirfaren, was uff sente Jacobi tage nehst komende, unsere herren dy kurfursten czu ewern und unsern sachen sprechen werden yr gutdunken, ap wir an euch icht keyns unmoglichs adir unbillichs gemutet haben, Sunder so schire ir und wir dirfaren werden unser herren vorgeschriben willen und meynunge, ist euch denne icht umb eynen fruntlichen tag czu halden mit uns, so vorschribet uns ewern willen, doruff wir euch gerne wider schriben wellen unser meynunge und gutdunken, dor an ir yo prufen mogt, das wir nicht anders begeren noch suchen, wen eyne merunge der heilgen Cristenheit und eynen frede ewir und unser lande, gegeben czu Danczk an sente Margareten tag anno XCVII.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 57.
Voigt Bo. VI. S. 84.

NO XLIV.

Friede-Brief des Hochmeisters Konrad von Jungingen mit dem Großfürsten Witowd. – 1397.
Wir

ir Bruder Cunrad von Jungingen homeister deutsch Ordins Thun kunt und offenbar allen den dy desin brieff sehn adir horen lesen, das wir mit dem Irluchten fursten und herren, hern Allexandro anders Wytowd Grosfursten zu Littowen etc. eynen ganczen steten frede ufgenomen habin czu halden von dis brives gebunge bis czu unser liben frawentag Assumpcionis czu latyn genant nehst komende und globen by truwen und eren ane allerley argelist, das bynnen der egenanten cziet dem vorgeschriben hern Allexandro und allen sinen landen und luten, alz littowen und Russen adir wy sie genant syn, usgenomen die Samayten, von uns und allen unsern landen, alz Prussen und lifland keyn schade entsten sal und geschen, Sunder eyn ganczer steter. unczubrochener frede weren und bliben sal dy vorgeschriben cziet obir, wir globen ouch by truwen und eren ane argelist, das wir bynnen der egenanten cziet nymands gestatten wellen. durch unsere land syne landt czu beschedigen, des zu orkund und merer sicherheit baben wir unser Ingesigil an desen briff lassen hengen. Gebin off unserm huse gdanczk an sente Margareten obund der heilgen Juncfrowen noch goburt M. CCC im XCVII Jare.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nr. Il. p. 54.
Voigt BD. VI. S 84.

N XLV.

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Der König von Ungarn erbietet fich zur Friedens. Vermittelung zwischen dem Orden, dem König von

Polen und dem Großfürsten Witowd. - 1397.

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Littera missa domino Magistro per Regem Ungarie. Erwirdiger herre hesunder liebir frunt, wisset das wir von gots gnaden uns mit unserm Bruder dem konige von Polan fruntlichen und bruderlichen entricht haben. alz euch unser liber getruwer Bydegostzky wol wirt underwysen, Nu haben wir von dem selben unserm bruder und ouch von sienem rate wol vornomen, das noch umb cleynen sachen czwisschen euch und herczog Wytowt unserm libin bruder und ufstosse syn, Nu wisset ir wol, das wir alleczeit euch yn allen sachen gerne wol gefallen welden und noch wellen, das selbe sey wir ouch genczlich von euch bofende gewesen und noch seyn, und dorumb habe wir gebeten den selben kunig von Polan unsern liehin bruder. und ouch euch mit ganczem flisse beten, das ir durch unsern und ewer heider nutze willen einen ganczen cristenlichen frede bis uff dy nehsten komenden vastnacht mit Im und mit herczog Wytowt unserm lieben bruder und Ird landen Littowen und Russen uffnemet, und bynnen der cziet ewir herren dry adir czwene mit den Artikel. dorumb dy stose czwisschen euch von ewerm teyle syn czu uns sendet, so wellen wir uns vorsuchen. und hoffen czu gote, das wir is also czwisschen euch slichten wellen, das is euch heidehalben wirt beheglich und hoffen ir vorslaget uns nicht in den sachen, wan sal is durch Imand geslicht werden, so getruwen wir is also wol slichten und richten als ymand anders und gonnet uns liber der eren wan eyme anders, wan wir von In unsern brudern vornomen, das sy uns der ere sal is gericht werden liebir gonnen wan Imand anders, Ouch wisset das wir meynent yo ab got wil iczunt czun kurfursten uff den tag keyn Frankenfurt an Reyn czihen und von dannen gerichts keyn Cracow, dofon (sic) wolde wir gerne. das ir dy selben ewer boten, dy ir czu uns senden wert, doselbest hen mit den artikeln und ewir gan

yrn landen

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czen meynunge sendet oder anders wo. wo wir czu der cziet werden, so wellen wir uns durch ewir beider czeit und der ganczen cristenheit willen, umb dy gerichtunge gerne vorsuchen, wan wir wol vorsten. wan ir vorricht wert. das wir alle vyre aller heidenischen undyet also widersten mogen. und sy mit gots hulfe swechen, das got dorfon globt und dy heilge Cristenheit gesterket und gemeret wirt, und

was ewir meynunge doryn ist, das entpietet uns kurczlich by dem Bydegosczky, wan wir gerne eyne berichtunge czwisschen euch sehen y ee y besser, Gegeben czum Nuwendorff am Sonohund noch Margarethe M. CCC. XCVII.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 61.
Voigt BD. VI. S. 85.

N XLVI.

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Der Hochmeister erklärt sich gegen die Königin von Polen über seine eigenthümliche Stellung zum Hers zog Wladislaw von Oppeln in Betreff des Dobriner Landes. – 1397.

Regine Polonie. Hamili recomendacione premissa cum obsequioram promptitudine indefessa, Serenissima princeps domina nostra Magnifica ac graciosa, ad informandum vestre Seneritatis magnificenciam iuxta vota de et super intencionem Illustris domini Ladislay ducis Opuliensis, quanquam in persona propria audieritis. prout pridem ex vestra littera et cito post hoc responali nostro Samuele redeunte dedicimus, accepte nobis Clemencie vestre mittimus duas notulas responsivas eiusdem praesentibus interclusas, Sed et super terra Dobrinensi. considerata racione, tam pro parte Regni vestri, qua allegatur, quod ad id pertineat, quam dicti ducis econtra respondentis negative ex eo, quod propter quandam permutacionem terre. pro terra. tytulo libertatis hincinde transfuso ad suum beneplacitum libere valet et valuit, predictam terram suam cuicumque permutare, vendere aut obligare etc. Cuius intencioni consulcius ac sanius cedamus in hac parte auxiamur, Nam vestre Serenissime conplacencie propter respectum fiducie, quem in vos indubie gerimus. prout deus novit, libenti nos animo obtemperaremus. Sed exadverso nos urget cultus honoris nostri. quo astricti sumus predicto domino duci, quod sicut alias in tractatibus in antiqua Wladislavia habitis cum Serenitate vestra ponderavimus, et hodie ponderare nos oportet, presertim cum constanter pro se interpellet iusticiam, quam idem offert et alias obtulit in vestra presencia ac preclarissimi domini Sigsmundi Regis ungarie, vestre Magnificencie se facturum, Et nisi prefata differencia. censura iusticie, aut alio medio amicicie, dirimatur, Cogimur intérim

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eciam sub debito honoris nostri incumbere possessioni dicte terre, cum ipse sit qui pro dicta terra. possessione. aut eius tytulo respondere cum effectu debeat et valeat, non nos, cum tantum eius nomine tanquam fidecommissarii possideamus, alias littentissime, ut premisimus condescensuri per omnia vestre regie voluntati, Quare Serenissima domina, nobis revera graciosa, supplicamus vestre excellencie humiliter et devote, quatenus si et in quantum possibile est differentiam dictam de prefata terra ponere dignetur iusticie ad examen, iuxta exhibicionem dicti ducis in Regno vestro vel extra, ut sic pro vestro et nostro desideriis Serenitati vestre apcius inclinemur, Quo deciso et pro vestra Serenitate pronuncciato prospicere poteritis nostram promptitudinem, quam revera gerimus ad vestram celsitudinem, Ita ut non solum in grata cessione dicte terrē. debitis solucionibus intervenientibus, sed eciam in aliis quibuscumque beneplacitis vobis et vestro Regno parebimus studiis affectuosis. Datum feria sexta proxima post ad vincula Petri in Curia nostra Stargart anno XCVII.

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Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 56.
Voigt BD. VI. S. $3.

NO XLVII.

Der Hochmeister verlangt von den Prälaten, Gretmannen und Mitrichtern der lande Ostergo und

Westergo Vergütung des auf der See seinen Untersaffen zugefügten Schadens. 1397
Den Erwirdigen herren Prelaten und vorsichtigen mannen, Grietmannes

und Mederichters von Ostergo und von Westergo der lande. Erwirdige lieben herren und frunde, euwern brieff uns neste gesant haben wir liplichen entpfangen und wol vornomen, in dem ir uns geschriben babit undir andern worten, daz wir unsere burgere und undirsasen unser stete wissen liessen, dass sie keyn gut in euwir vynde lande furen. Jiessen, noch ir gut liessen czu legen in euwer vynde bodeme etc. Erwirdige lieben herren und frunde, So thun wir euwer gute cza wissen, daz wir is umb euwer liebe willen von staden dar unsern burgern und undirsasen haben lasen wissen, uff daz noch euwer begerunge euwer vynde von uns icht gesterket wurden, Ouch so haben wir eygentlichen vornomen, daz die euwern, die Ir uff die See usgesant habit wedir euwer vynde, uns und unsere burgere, schippherren und kowflute, do sie us frunde lande, als us Engelant czu unsern landeu ken Prusen segiln solden, groslichen und jamerlichen beschediget haben, Sie haben ouch unser stadt von Danczik holken und unser burger schiff und gut genomen, sie und frunde gemordet und geslagen. und daz wir uch noch euwers briefes uswisung vor

ere

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